Die Rechtsschulen des Islams – eine Einführung

Die Rechtsschulen des Islams, bekannt als Madhhabs, sind traditionelle Schulen der islamischen Rechtsprechung (Fiqh). Sie entwickelten sich nach dem Tode des Propheten Muhammed (s).

30.06.2024 Cemil Şahinöz 5 Min. Lesezeit
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Foto: ademmm, Deviantart

(iz). Sie sind aus dem Bedürfnis entstanden, den Qur’an und die Hadithe – die primären Quellen des islamischen Rechts – auszulegen und anzuwenden. Nach dem Tod des Propheten Muhammed (s) entstanden Fragen zur religiösen Praxis, die nicht direkt durch diese primären Quellen beantwortet werden konnte, z.B. wie man die Hände beim Gebet halten soll.

Rechtsschule als Zugänge zu Qur’an und Sunna

Der Qur’an ist ja kein Bilderbuch. Die Gelehrten begannen dann, diese Fragen durch Idschtihad (unabhängige Rechtsfindung) zu beantworten, was zur Entwicklung verschiedener Interpretationen und rechtlicher Meinungen führte. Diese verschiedenen Ansätze kristallisierten sich schließlich in den Rechtsschulen heraus, die jeweils eigene Methodologien und Prinzipien der Rechtsfindung entwickelten.

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