Während Ministerin Raab „keinen Generalverdacht“ sehen konnte, reagierten Religionsvertreter, Soziologen und Beobachter europaweit sehr kritisch. (iz). Es ist kein Geheimnis, dass das Verhältnis von Teilen der österreichischen Politik und des Staates zu den Muslimen des Landes seit geraumer Zeit nicht gut ist. Das gilt nicht nur für die türkise Regierungskoalition unter dem derzeit von Kritik […]
Während Ministerin Raab „keinen Generalverdacht“ sehen konnte, reagierten Religionsvertreter, Soziologen und Beobachter europaweit sehr kritisch.
(iz). Es ist kein Geheimnis, dass das Verhältnis von Teilen der österreichischen Politik und des Staates zu den Muslimen des Landes seit geraumer Zeit nicht gut ist. Das gilt nicht nur für die türkise Regierungskoalition unter dem derzeit von Kritik begleiteten Bundeskanzler Kurz, sondern auch für ihren Vorläufer, das Bündnis aus ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ.
Das jüngste Kapitel dieser Geschichte stellte die Vorstellung einer sogenannten Islamlandkarte durch die umstrittene Dokumentationsstelle Politischer Islam am 27. Mai dar. Frühere Versionen sind seit mehreren Jahren online. Nach Angaben ihres Leiters Arslan sei sie erstellt worden, um eine „digitale Übersicht“ zu geben. Auf der Webseite sind 623 muslimische Organisationen, Verbände, Moscheen sowie verantwortliche Privatpersonen mit ihrem jeweiligen Sitz verzeichnet. Die Einträge variieren stark: Bei einigen finden sich nur Kontaktdaten. Für andere wurden jeweils kleine Dossiers gepostet, die die Moscheen auch unter einen ideologischen Generalverdacht stellen. Das bestätigte Valerie Mussa, Pressesprecherin der islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich (IGGÖ) im Gespräch. Einige Informationen seien teils sehr veraltet, falsch oder gar nicht vorhanden.
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