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Soziale und ökonomische Potenziale – die IZ bietet zwei neue Online-Angebote

(iz). Seit Bestehen der „Islamischen Zeitung“ interessiert sich die Redaktion für die sozialen und ökonomischen Bedeutungszusammenhänge, die sich aus der islamischen Praxis ergeben. Viele unserer Beiträge, die in den letzten Jahren erschienen sind, widmen sich diesem Thema. Es sind insbesondere drei Institutionen, die für das Zusammenleben von Muslimen bedeutsam sind: die Gilden, die Stiftungen und die Märkte. Wir glauben, dass die aktive Nutzung des Internets auf der virtuellen Ebene auch reale Folgen für die Wiederbelebung dieser Praktiken nach sich ziehen werden. 

Auf der Seite muzlim.Social können sich Muslime untereinander oder in Gruppen – gerne auch nach Professionen geordnet – austauschen und organisieren. Unsere Online-Community, die sich jenseits der ethnischen oder organisatorischen Trennlinien gebildet hat, soll nicht nur weiter wachsen, sondern zusätzlich das inhaltliche Gespräch zu bestimmten Themen fördern. Die Idee von Stiftungen als natürliches Resultat gemeinsamer Interessen könnte sich ebenso am Horizont abzeichnen. Das Motto ist einfach: Gemeinsam können Muslime mehr erreichen!

Besonders freuen wir uns über den Online-Marktplatz muzlim.Market. Die Idee des freien Marktplatzes gehört zu den Urformen des islamischen Zusammenlebens. In jeder islamischen Zivilisation, seit der ersten Gemeinde des Propheten, gehören die Moschee und der Marktplatz zusammen. Der Islam antwortet auf die spirituellen und ökonomischen Bedürfnisse der Menschen. Leider sind in der modernen Urbanität diese Phänomene kaum noch sichtbar, da die meisten Moscheen über zu wenig Raum verfügen, um alle Dienstleistungen an einem Ort anzubieten. Hier bietet das Netz neue Möglichkeiten. 

Das islamische Recht gewährleistet, dass ein Marktplatz niemandem gehört und jede(r) Händler(in) gleichberechtigten Zugang zu der Verkaufs- und Handelsfläche hat. In der Konsequenz profitieren alle vom Zugang zum Markt. Monopole werden verhindert und niemand ist vom Marktgeschehen ausgeschlossen – ganz unabhängig von seiner Konfession. Der Marktplatz ist elementarer Bestandteil einer Halal-Ökonomie; eine Art des Wirtschaftens, die heute auch die Qualität und Entstehungsgeschichte der angebotenen Produkte berücksichtigen muss. 

Der Online-Marktplatz steht Firmen, professionellen HändlerInnen und KleinunternehmerInnen offen. Zum Service der Website gehört die technische Hilfe bei der Erstellung und Unterhaltung der eigenen Handelsplattform. Im Ergebnis hoffen wir auf eine bunte Seite, mit zahlreichen Qualitätsprodukten aus muslimischer Hand. Mittelfristig wird damit denkbar, dass Interessierte sich nicht nur virtuell, sondern auf realen Marktplätzen, Messen oder Ausstellungen versammeln.

Die neuen Angebote auf der IZ-Plattform verstehen sich als Beiträge zum muslimischen Leben in Deutschland. Wir glauben, dass die soziale und ökonomische Kompetenz der Muslime und ihre Potentiale in der deutschen Gesellschaft noch nicht ausreichend wahrgenommen werden. Hier müssen wir aktiver werden! 

muzlimSocial und muzlimMarket sind virtuelle Sammelpunkte mit realen Wirkungen. Wir hoffen, dass unsere neuen Seiten euer Interesse findet und von euch mit Leben gefüllt werden. Parallel dazu werden wir weiterhin diese Aktivitäten mit redaktionellen Beiträgen begleiten. 

Weitere Informationen findet Ihr unter folgenden Links:
Dokumentation für Händler – https://muzlim.market/dokumentation/
Informationen – https://muzlim.market/hilfe/

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