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Kommentar zum Stadtbild: Der Raum ist eine wichtige Größe

Stadtbild

Eine dumme Debatte um das Stadtbild verdeckt die Chancen und Verantwortung von Muslimen, positiv auf den urbanen Raum einzuwirken. (iz). Es gibt Debatten, die zu Beginn schon in die Irre […]

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Imam Idriz: Islam kann Beiträge leisten

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Der Imam Benjamin Idriz spricht in einer evangelischen Kirche. Er wirbt für Zusammenstehen von Religionsvertretern gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Und für eine gemeinsame Erklärung zum Nahostkonflikt.

München (KNA). Der Penzberger Imam Benjamin Idriz hat die Politik in Deutschland aufgefordert, „konstruktive muslimische Kräfte“ stärker zu unterstützen. Der Islam habe mit seinen spirituellen Wurzeln und sozialen Werten das Potenzial, „das Gemeinwohl in Deutschland zu bereichern und die Demokratie zu stärken“, sagte Idriz am 24. November in der evangelischen Erlöserkirche in München.

Es liege an der Politik, diese Chance zu erkennen. Muslimische Bürgerinnen und Bürger seien zudem auch ein Wählerpotenzial.

Der Imam rief die Gesellschaft dazu auf, Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit gemeinsam zu bekämpfen. Dies seien alles „verbrecherische Haltungen“, die nicht toleriert werden dürften. Idriz warb in diesem Zusammenhang für eine gemeinsame Erklärung führender deutscher Religionsvertreter zum Nahostkonflikt.

Sie sollten einmütig für die Freilassung aller Geiseln, den Stopp des Krieges, die sofortige Bereitstellung humanitärer Hilfe und eine Zweistaatenlösung plädieren. Frieden, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit seien „die Grundwerte unserer Religionen“.

idriz

Foto: B. Idriz

Der Imam kündigte dazu in Kürze einen Brief an den katholischen Münchner Kardinal Reinhard Marx, den bayerischen evangelischen Landesbischof Christian Kopp, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sowie den Präsidenten der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt, an.

„Eine vereinte Stimme aller Religionen gegen jede Form von Hass ist in der heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung.“ Und: “Genau diese Stimme ist es, die die Mehrheit der Menschen in unserem Land hören möchte.“ Der islamische Geistliche fügte hinzu, Gewalt, Terror, Krieg oder Vergeltung dürften nicht im Stillen gutgeheißen werden.

Wenn Religionsvertreter Leid und Unrecht nicht offen verurteilten, „verlieren ihre Worte über Frieden und Menschenrechte an Gewicht.“ – Idriz äußerte sich bei einer sogenannten Kanzelrede auf Einladung der Evangelischen Akademie Tutzing.

Kommentar: Der Koordinationsrat verharrt noch immer im Provinziellen. Änderungen sind nötig. Von Khalil Breuer

(iz). Die Muslime stehen wie nur zuvor unter Druck. Negative Berichterstattung, Abgrenzungsprobleme zu Extremisten und öffentlich zelebrierte Assoziationsketten, die über vier Millionen Muslime in den Raum von Verbrechen und Gewalt stellen. Die Liste ist lang. Die Liste der Aktionen, die auf diese erschütternde Lage reagieren, ist es leider nicht. Gerade hier wäre aber eine koordinierte, kreative und überparteiliche Plattform nötig.

Geht man auf die Webseite der größten Interessenvertretung des Islam in Deutschland, den Koordinationsrat der Muslime in Deutschland, könnte die Ernüchterung nicht größer sein. Dominiert wird die Seite durch viele Pressemitteilungen und lange Reden. Es fehlt an Symposien, Wettbewerben, Kulturveranstaltungen, generell an Ideen und an Bildern von Muslimen in Aktion; kurzum, an einer überzeugenden Strategie, das Bild über den Islam in Deutschland positiv zu verändern.

Mehr noch: Seit 2007 ist es dem Rat nicht einmal gelungen, in Berlin anzukommen. In der mediengeprägten deutschen Öffentlichkeit ist das ein schwerer Fehler. Seine redegewandten und talentierten Vertreter, so zum Beispiel Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime (ZDM), sitzen noch immer in der Provinz. Das ist keine Frage des Geldes, sondern leider wohl eher Absicht.

Um den geplanten Stillstand besser zu verstehen, muss man sich die verkrustete Struktur des KRM vergegenwärtigen. Angetreten mit der Idee einer „Einheit“ der Muslime zementiert der Zusammenschluss in Wirklichkeit die Gräben. Auffallend ist auch, dass der Koordinationsrat seine Gelehrten eher kurz hält und gerade jetzt wichtige religiöse Aussagen und fundierte Abgrenzungen meidet.

Die großen Moscheeverbände stärken den KRM weder inhaltlich noch finanziell, fürchten sie doch, dass ein starker Rat die Macht der angeschlossenen Verbände begrenzen könnte. Es ist das alte Dilemma des politischen Islam: Es geht immer nur um die Stärkung der eigenen Macht. Nötig wäre aber jetzt ein Forum, das die kreativen Kräfte der Muslime schnell bündelt, effizient zusammenführt und auch für den Erfolg anderer arbeitet.

Was tun? Natürlich werden Kritiker des Stillstands schnell selbst angegriffen und zur Solidarität verdonnert. Aber, konstruktiv gesehen, es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder drängen die junge Muslime in den Verbänden – die mit den ethnischen Grenzziehungen sowieso nichts mehr anfangen können – zur Veränderung oder aber man vergisst die Idee einer angeblichen Stärke, die sich nur noch durch ausgewiesene Mitgliederzahlen definiert. Wäre weniger gar mehr?

Es ist an der Zeit, dass Alternativen der Zusammenarbeit formuliert werden, die die Muslime in Deutschland besser positionieren. Trennung nach Herkunftsländern ist Luxus. Würden die Muslime effektiver zusammenarbeiten und ihre guten Ansätze koordinieren, ist ein Imagewandel nur eine Frage der Zeit und mehr als möglich. Wir haben ja bereits gute Ansätze: muslimische Medien, ökonomische Projekte und Frauenarbeit. Nichts davon lässt sich auf einen Verband beschränken. Wir brauchen Zahnräder, die hier ein anderes Gemeinschaftsgefühl anstreben.

Die Debatte, ob der Islam Teil Deutschland ist, kann nur mit neuen Angeboten von muslimischer Seite beigelegt werden. Wer Stiftungen etabliert und nicht nur Kontrolle nach Innen anstrebt, kümmert sich eindrücklich um das Gemeinwohl. Zeigen wir doch endlich gemeinsam, dass wir Deutschland schätzen. Die deutsche Philosophie und Literatur – mit der Stadt Weimar als Symbol – bietet sich hier als Brückenschlag an. Leider zeigt der Koordinationsrat – mit seinem Spagat zwischen Herkunft und Zukunft – auch hier viel zu wenig Interesse.

Die Zeit drängt. Wir brauchen eine neue Graswurzelbewegung und eine Koordination, die sich nicht bürokratisch einigelt, sondern sich Neuem interessiert öffnet. Gerne auch mit dem KRM, notfalls aber auch ohne. Kurzum: Wann beginnt das Ende der Sommerpause?

Der ständige Blick auf vermeintliche Probleme verdeckt die positiven Beiträge von Muslimen in der Gesellschaft. Von Wolf D. Ahmed Aries, Hannover

(iz). Die Debatten im Vorfeld der jüngsten Islamkonferenz und viele Beiträge zum Islam oder den Muslimen in Deutschland verdecken die Wirklichkeit einer sich ständig vollziehenden Integration, die Muslime bereits seit […]

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