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Samen der Hoffnung – muslimehelfen verteilt Festagskleidung im Ramadan

muslimehelfen Muslime Helfen Ramadan

Community: Die Hilfsorganisation muslimehelfen e.V. engagiert sich in diesem Fastenmonat auch auf Sri Lanka und in Indonesien.

(mh/IZ). Wir befinden uns im heiligen Monat Ramadan, alhamdulillah. Abgezählte Tage in denen wir uns intensiver mit unserer Religion beschäftigen, die Nähe zu Allah (swt) und unseren geliebten Prophet Muhammad (saw) suchen, aber auch eine Zeit des Verzichtens und der Reinigung. Von Khadija Ould Sidi Mohamed

An diesen besonderen Tagen suchen viele gezielt die Nähe zur islamischen Gemeinschaft und verbringen die Nächte im Gebet. Nach Ende des gesegneten Monats Ramadan folgt eines der beiden wichtigsten Feste im islamischen Kalender: Idul-Fitr.

In den meist familiären Vorbereitungen werden Süßigkeiten und Kuchen gebacken, festliche Dekorationen gebastelt oder eingekauft sowie auch die Kleidung für den Festtag besorgt. Besonders für Kinder sind diese Vorbereitungen und die Vorfreude auf Idul-Fitr etwas Besonderes und mit viel Vorfreude verbunden.

Um auch Bedürftigen, die unter schwierigen Umständen leben, diese Freude und Wertschätzung zu geben, wurde im vergangenen Ramadan wieder Kleidung als Festgeschenk an Bedürftige verteilt.

Durch Eure Spenden konnten gleich zwei Projekte umgesetzt werden, in denen insgesamt 2.977 Bedürftige ein Festgeschenk erhalten haben. Neue Kleidung für Idul- Fitr, bringt nicht nur Freude, sondern vermittelt auch ein Gefühl von Würde, Hoffnung und Zugehörigkeit.

Es zeigt den Bedürftigen, dass sie gesehen, geschätzt und die gleichen Chancen auf Feierlichkeiten verdient haben. Des Weiteren können diese Kleider auch nach dem Fest im Alltag getragen werden. Für viele der Begünstigten ist es eine Seltenheit, wenn nicht sogar das erste Mal, dass sie neue Kleidung erhalten. Andernfalls sind sie auf gespendete Altkleider angewiesen.

Im indischen Ozean liegen die beiden Projektländer Indonesien und Sri Lanka. Trotz einer Entfernung von über 4.500 km verbindet sie das Leuchten der Gesichter der Begünstigten beim Erhalt der Festgeschenke.

Begünstigt wurden in Sri Lanka besonders bedürftige Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderungen. Verteilt wurden die Festgeschenke in den Distrikten Trincomalee und Kandy.

Die hier Lebenden sind zu 90% Muslime. Der Großteil davon lebt unter der Armutsgrenze. Jeweils 510 Jungen erhielten eine Hose mit Hemd und 500 Mädchen ein Kleid und eine Hose. 320 Frauen wurden eine Sari und eine Bluse und 321 Männern ein Sarong und ein Hemd überreicht. Ein Sarong ist eine Stoffbahn, die als Wickelrock um die Hüfte gebunden wird. Er wird landestypisch von Männern im asiatischen Raum getragen.

Die Verteilung der Kleidung hat in den Tagen vor dem Fest in Moscheen und auch Schulen stattgefunden, damit die Begünstigten diese Kleidung direkt am Festtag tragen können.

Foto(s): muslimehelfen e.V.

Die Begünstigten konnten die Freude direkt zweimal spüren: zum einen bei der Verteilung und zum anderen am Festtag selbst, als sie mit ihren neuen und sauberen Kleidern am Fest teilnehmen konnten. Auch hat dies einen psychologischen Aspekt, welcher das Selbstwertgefühl der Begünstigten entsprechend positiv beeinflussen kann.

Im weltweit größtem Inselstaat Indonesien haben 1.326 Kinder in der zweiten Hälfte des Ramadans die Festgeschenke erhalten. Die Mehrheit der Begünstigten sind Waisen, die anderen Kinder kommen aus extrem einkommensschwachen Familien. Sie leben mit einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen von weniger als 2 USD pro Tag.

Die Eltern haben meist nur eine geringe oder gar keine Ausbildung. So bleibt Ihnen nur die Arbeit als Tagelöhner oder beispielsweise als Straßenverkäufer.  Die Mehrheit dieser Kinder leben in ländlichen oder abgelegenen Regionen, etwa 30 % der begünstigten Kinder leben in städtischen Gebieten.

Die Verteilung der Festgeschenke hat in den Provinzen Aceh, Jogyakarta, Nord Sumatra und West-Nusa-Tenggara stattgefunden. Für einen optimalen Verteilungsprozess wurden die Kinder je nach Wohngebiet gruppiert. Die Übergabe der Festgeschenke fand in ausgewählten örtlichen Geschäften statt, wo sie ihre vorbestellten Kleidungsstücke abholen konnten.

Dies hatte den Vorteil, dass die Kinder eine gewisse Auswahl an Kleidungsstücken hatten und auch passende Größen ausgewählt werden konnten. Neben den Begünstigten wurden so auch die lokalen Geschäfte der Wohngebiete unterstützt und die Zusammenarbeit mit den Gemeinden gefördert. Dank der guten Vorarbeiten konnte ein reibungsloser, respektvoller und gut organisierter Verteilungsprozess stattfinden.

Foto(s): muslimehelfen e.V.

Durch die Übernahme der Kosten für Festkleidung können Familien ihre begrenzten Mittel für Essen und andere wichtige Dinge zum Fest nutzen. Auf diese Weise hebt das Projekt nicht nur die Stimmung der Kinder, sondern unterstützt auch das allgemeine Wohlbefinden der Familien.

Dies zeigen auch die Worte der 10-jährigen Cantika beim Erhalt ihres Festgeschenkes im indonesischen Aceh:

„Alhamdulillah, ich bin so glücklich, diese Kleidung zu erhalten. Meine Eltern haben mir keine neuen Kleider gekauft, weil sie zu teuer für uns sind. Sie können sich nur einmal im Jahr ein neues Kleidungsstück leisten. Ich bin so glücklich, weil diese Kleidung so schön ist. Danke an die Spender, nur Allah weiß, wie dankbar ich bin. Möge Allah sie schützen. Amin.“

Letztendlich geht diese Verteilung über materielle Unterstützung hinaus – sie bietet Hoffnung, stärkt das Vertrauen und hilft, die Samen von Freude, Dankbarkeit und Ehrgeiz in ihre Herzen zu pflanzen. Zeig auch Du mit Deiner Spende, dass sie gesehen und geschätzt werden und ein fröhliches Idul-Fitr verdient haben.

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40 Jahre muslimehelfen. Ein Aktiver berichtet

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muslimehelfen: Gemeinsam Gutes bewirken. Das ist nicht nur ein schöner Gedanke, sondern seit nunmehr 40 Jahren gelebte Realität. 

Hinter jeder guten Tat, jedem Hilfsprojekt und Spende stehen Menschen, die sich mit Herz und Verstand für Bedürftige einsetzen. Doch wer genau steckt dahinter und wie sind wir aufgebaut? Von Soufian El Khayara

Zunächst ist muslimehelfen ein eingetragener, gemeinnütziger Verein – ähnlich wie viele Moscheevereine. Das bedeutet: Ein unentgeltlich arbeitender Vorstand, der von den Mitgliedern regelmäßig gewählt wird, trifft die strategischen Entscheidungen, trägt die rechtliche Verantwortung und sorgt dafür, dass alle Spenden satzungsgemäß ausschließlich für gemeinwohlorientierte Zwecke verwendet werden. Unterstützt wird der Vorstandsvorsitzende dabei durch einen ehrenamtlichen Kassenwart.

Für die operative Arbeit sorgen derzeit 16 Mitarbeitende, die in drei Hauptbereiche gegliedert sind: Projekte, Spenden (inklusive Spenderservice) sowie Verwaltung. Die Projektabteilung koordiniert Hilfsprojekte und steht im engen Austausch mit unseren Partnern vor Ort. Das Fundraisingteam informiert über die Arbeit und motiviert SpenderInnen, uns weiterhin zu unterstützen. Dazu gehören Grafikerinnen, die sämtliche multimedialen Inhalte gestalten. Die Verwaltung sichert alle buchhalterischen, organisatorischen und personalrechtlichen Abläufe ab.

Besonders stolz sind wir auf den hohen Frauenanteil: 13 von 17 Mitarbeitenden sind weiblich – das entspricht mehr als 75 %. Zwei der drei Abteilungen werden von ihnen geleitet.

Das Team ist so vielfältig wie unsere Spendergemeinschaft: Neben deutschen Muslimen arbeiten Menschen mit Wurzeln in der Türkei, Marokko, Tunesien, Algerien, Pakistan, Italien, Bulgarien und weiteren Ländern.

Manche sind in Deutschland geboren, andere als Erwachsene hierhergekommen. Diese kulturelle Vielfalt hilft uns, die Anliegen und Bedürfnisse der deutschsprachigen Muslime besser zu verstehen – und bringt sprachliche Fähigkeiten mit sich, die in unserer täglichen Arbeit von großem Nutzen sind.

erb

Foto: jcomp, freepik.com

So engagiert das Team ist – ohne internationale Partnerorganisationen wäre die Hilfsarbeit nicht umsetzbar. In den letzten vier Jahrzehnten haben wir unter anderem ein zuverlässiges Netzwerk in Afrika, Asien, Europa und dem Nahen Osten aufgebaut. Die Partner kennen die lokalen Gegebenheiten, wissen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird, und sorgen dafür, dass unsere Projekte wirken.

Im vergangenen Jahr durften wir Spenden von rund 11.400 Unterstützern entgegennehmen, darunter etwa 2.690 regelmäßige Geber. Das ist ein großes Vertrauenszeichen – und ein starker Ansporn, noch besser zu werden. Auch online sind wir mit vielen von euch verbunden: 116.000 auf Facebook, über 3.000 auf Instagram, 1.700 auf X (ehemals Twitter) und rund 950 auf YouTube folgen uns und teilen unsere Vision: Barmherzigkeit, die ankommt.

Ich bin seit mehr als elf Jahren bei muslimehelfen, und die humanitäre Arbeit, die hier geleistet wird, ist für mich zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Die Aufgabenbereiche haben sich im Laufe der Zeit verändert, doch manches ist eine Konstante geblieben.

Ich habe miterlebt, wie aus ersten Planungen und guten Absichten konkrete Pläne entstanden sind, die tausende Kilometer entfernt bedürftige Menschen erreichen und dafür bin ich unendlich dankbar.

Durch die Berichterstattung über unsere Hilfsprojekte habe ich gelernt, dass jede Spende nicht nur eine Zahl auf einem Konto oder in einer Exceltabelle ist, sondern ein Zeichen von Hoffnung, das von Herzen kommt. (mh)

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Die britischen Muslime zählen zu den führenden Spendern in Europa

„Die lokalen Wohltätigkeitsorganisationen müssen eine gute Balance zwischen Ausgaben in Übersee und im Innenland finden.“ (iz). Der Beitrag muslimischer Europäer zur Menschenliebe und Nächstenliebe, zu Hause oder im Ausland, ist […]

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Islamische Entwicklungshilfe zwischen Erfolg und Kritik. Ein Bericht aus Florida

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