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CARE zu Gaza: Angriffe verschärfen humanitäre Krise dramatisch  

gaza care

„Schreie der Menschen“: CARE Deutschland e.V. zu Angriffen auf Gaza, bei denen über 400 Zivilisten getötet wurden.

Bonn (Care Deutschland). „Unsere Mitarbeiter:innen in Gaza berichten, dass sie mitten in der Nacht von den Luftangriffen und den durchdringenden Schreien der Menschen geweckt wurden. Sie berichten von Krankenhäusern, die mit Verletzten überfüllt sind, von fehlenden medizinischen Hilfsgütern, von vielen Menschen, die aus ihren Häusern fliehen, von weinenden Kindern und von einem allgemeinen Zustand der Verwirrung, Angst und Hilflosigkeit“, sagt Jolien Veldwijk, CARE-Länderdirektorin Palästina (West Bank and Gaza).

Angriffe auf Gaza: „mehr als herzzerreißend“

„Dass dies während des Ramadan geschieht, gerade als die Menschen das Gefühl bekamen, der Albtraum, den sie 15 Monate lang durchlebt hatten, nimmt ein Ende, ist mehr als herzzerreißend. Ein erneuter Zyklus der Gewalt wird die gesamte Region weiter destabilisieren und die Aussichten auf einen langfristigen und dauerhaften Frieden untergraben.“

libanon 2024 gewalt

Foto: Shutterstock

Die Luftangriffe trafen ein Gesundheitszentrum, das von der CARE-Partnerorganisation Juzoor in Jabalia betrieben wird. Dieses Zentrum versorgt täglich über 1.000 Patienten. Durch die Zerstörung wird Juzoor erheblich beeinträchtigt, grundlegende medizinische Versorgung zu leisten. Lebenswichtige Hilfsgüter wie medizinische Ausrüstung, Zelte, Kochgas, Treibstoff für Krankenhäuser, Wassertankstellen und Lastwagen zur Müllabfuhr gelangen aufgrund des Einfuhrstopps bereits seit dem 2. März nicht mehr in den Gazastreifen.

„Enormes Leid für eine ohnehin schon sehr geschwächte Bevölkerung“

„Die Rückkehr zu Bombenangriffen, Tod und Zerstörung in Verbindung mit der Entscheidung, alle Grenzübergänge in den und aus dem Gazastreifen zu schließen, auch für medizinische Evakuierungen, führt zu enormem Leid für eine ohnehin schon sehr geschwächte Bevölkerung“, so Veldvijk.

„Die Menschen in Gaza leiden noch immer unter der Gewalt, der Vertreibung, der Zerstörung und den Entbehrungen, die der Konflikt seit 15 Monaten mit sich bringt. Alle Parteien müssen sich an das humanitäre Völkerrecht halten, das bedeutet eine Freilassung aller israelischen Geiseln, mehr Hilfe in und durch den Gazastreifen fließen zu lassen und sicherzustellen, dass humanitäre Helfer:innen den Menschen in Not sicher helfen können, wo auch immer sie sich befinden.“

Erneut auf der Flucht

In den frühen Morgenstunden des 18. März mussten die Bewohner:innen der meisten nördlichen Gebiete des Gazastreifens erneut an anderen Orten Zuflucht suchen. Die Luftangriffe zielten auch auf Gebiete in Khan Younis, die Teil einer ausgewiesenen „humanitären Zone“ waren. Gleichzeitig beobachten die Teams von CARE eine Eskalation der Spannungen, zunehmende Restriktionen, Vertreibungen und Gewalt gegen die im Westjordanland lebenden Palästinenser:innen.

gaza trump

Foto: Anas-Mohammed, Shutterstock

„Wir können es nur immer wieder sagen: Ein dauerhafter Waffenstillstand ist der einzige Weg, das Leiden zu beenden und die besten Voraussetzungen für Frieden zu schaffen“, fügt Veldvijk hinzu. „Wir fordern erneut die Freilassung aller Geiseln und die Einhaltung der völkerrechtlichen Verpflichtungen durch alle Parteien.“

CARE Deutschland verurteilt den brutalen Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 sowie jegliche Gewalt gegen die Zivilbevölkerung durch die Konfliktparteien zutiefst. CARE fordert die Freilassung aller Geiseln, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts durch alle Konfliktparteien, einen dauerhaften Waffenstillstand, den ungehinderten Zugang von humanitärer Hilfe nach und innerhalb von Gaza sowie die Evakuierung von Kranken und Verletzten. 

Pressemitteilung: Europas Muslime verurteilen unisono den so genannten Islamischen Staat in Syrien und im Irak

Straßburg (EMU). Zweifelsohne besteht eine der drängendsten Herausforderungen der muslimischen Welt heute in den Verbrechen und der Ideologie der Gruppe, die sich Islamischer Staat (IS) nennt. Während die lokale Bevölkerung – die den Taten des selbst erklärten „Khalifats“ ausgesetzt ist – natürlich am meisten leidet, sind Europas Muslime sehr besorgt, aber auch von seinen Taten und Worten beeinträchtigt.

Erstens haben sich junge Männer in mehreren europäischen Ländern motivieren lassen, sich der Terrorgruppe in Syrien und im Irak anzuschließen. In den letzten Wochen häuften sich Berichte aus den Balkanländern, wonach Sicherheitsorgane gegen einige Organisationen vorgegangen sind, die dafür verantwortlich sind, junge Männer in die Levante geschleust zu haben. Zweitens bestehen Befürchtungen, wonach Existenz und Aktivität von IS zur Radikalisierung einiger junger Muslime in unseren eigenen Reihen führen könnten. Und drittens führen die grauenhaften Handlungen der Bewegung zu einem Anwachsen des virulenten Hasses gegen europäische Muslime.

Es ist daher angemessen, hier auf eine Aussage von EMU-Präsident, Abu Bakr Rieger, über den Terrorismus zu verweisen. „Muslime fragen sich selbst, ob der heute Terrorismus den Islam in Verruf bringt. Die Antwort ist nein. Terrorismus mag bestimmte Muslime diskreditieren, aber nicht den Islam, der weder Terrorismus, noch Selbstmordanschläge rechtfertigt.“ Es mag wohl, schrieb Rieger, einen „Terrorismus geben, der von Muslimen gegangen wird“, aber keinen „islamischen Terrorismus“.

Es ist notwendig zu betonen – und sogar zu dokumentieren –, dass angesichts dieser krimineller Banden und ihres Verhaltens eine weltweite, einheitliche Ablehnung der IS besteht, die über jeden Unterschied in den traditionellen Lehren und Denkschulen hinausgeht.

Der in England geborene Imam und Gelehrte, Schaikh Habib Bewley, veröffentlichte jüngst eine umfangreiche Khutba, die sich der Frage des „Islamischen Staates“ (IS) widmete. „Anstatt eine moderne Manifestation des wahren Khalifats und der korrekten Formen einer islamischen Regierung zu sein, handelt es sich dabei in Wirklichkeit um die Manifestation einer der am meisten Uneinigkeit stiftenden und zerstörerischsten Gruppen, die es jemals in der muslimischen Geschichte gegeben hat: den Khawaridsch“, schrieb Bewley über die historischen Wurzeln der Bewegung.

„Das Wort ‘Khawaridsch’ ist ein arabischer Begriff, der ‘diejenigen, die hinausziehen’ bedeutet. Ursprünglich wurde er benutzt, um eine Gruppe zu beschreiben, die den Hauptkörper der Muslime verließ und eine extreme und abweichlerische Position während der Khilafa von Sajjidina ‘Ali ibn Abi Talib annahm. (…) Takfir ist eine ihrer bestimmenden Eigenschaften und ebenso ihre Unnachgiebigkeit. Denn sie waren der Ansicht, dass das Richtige mit niemandem war, außer mit ihnen, nicht einmal mit dem Gesandten Allahs selbst.“

„Keine Gruppe, die ihre Ideologie annimmt“, so eine seiner Schlussfolgerungen, „könnte als Khalifat betrachtet werden. Ihr Verhalten ist dessen eigentliches Gegenteil, eine Zurückweisung der Gemeinschaft und eine Negierung vom Rest der muslimischen Umma. Wir bitten Allah, die muslimische Umma zu vereinen und uns vor allem und jenem zu schützen, das eine Bedrohung für unser Wohlergehen und Gemeinsamkeit darstellt. (…) An ihrem Staat ist nichts islamisches. Ihr barbarisches Verhalten widerspricht allen Vorstellungen und Parametern des Din. Sie sind eine Plage der Muslime“.

In Großbritannien veröffentlichte eine Gruppe muslimischer Gelehrter eine Fatwa gegen den „so genannten ‘Islamischen Staat’ oder das selbst erklärte ‘Khalifat’“. Sie verurteilten ihn als eine „unterdrückerische und tyrannische Gruppe“. Die Verfolgung und Massakrierung von Mitgliedern anderer Religionen „ist abscheulich und widerspricht den islamischen Lehren sowie der islamischen Toleranz, wie sie von den großen Reichen der Mogul oder der Osmanen gezeigt wurde“.

„Auf Grundlage all dessen“, so die gelehrte Meinung, „ist die Bewegung eine ketzerische, extremistische Organisation und es ist religiös untersagt (haram), sie zu unterstützen oder sich ihr anzuschließen. Weiterhin ist es Pflicht für die britischen Muslime, dieser giftigen Ideologie aktiven Widerstand zu leisten. Insbesondere, wenn sie in Großbritannien vertreten wird.“

Die European Muslim Union teilt die Sorge von europäischen Regierungen bezüglich einer Rückkehr der brutalisieren, so genannten Kämpfer in ihre jeweiligen Ursprungslänger und dem potenziellen Schaden, den sie dort anrichten könnten.

Anbei einige Verweise auf die Zurückweisung der IS durch Europas Muslime:

Kroatien/Bosnien:
http://www.jutarnji.hr/kalifat-je-ruglo-i-sramota-citavog-islamskog-svijeta/1216461/

http://igbd.org/?p=7575

Großbritannien:
www.independent.co.uk/news/uk/home-news/isis-terror-threat-leading-british-muslims-issue-fatwa-condemning-terror-group-9702042.html

www.mcb.org.uk/not-in-our-name-british-muslims-condemn-the-barbarity-of-isis/

www.webislam.com/articles/95609-isis_concern_british_muslim_leaders_condemn_extremist_group.html

Frankreich:
www.euro-islam.info/2014/08/29/kamel-kabtane-denounces-bastards-iraq/

Deutschland:
islamische-zeitung.de/?id=18247

zentralrat.de/23989.php

euro-islam.info/2014/08/28/central-council-muslims-condemns-violence-islamic-state-iraq-levant

igmg.org/nachrichten/artikel/2014/08/10/yeneroglu-wir-verurteilen-die-gewalt-und-den-terror-im-irak-aufs-schaerfste.html

muslim-liga.de/dml-aktuell/

islamische-zeitung.de/?id=18301

Kosovo:
setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/en_GB/features/setimes/features/2014/07/30/feature-03

setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/en_GB/features/setimes/features/2014/08/11/feature-03

Video:
www.youtube.com/watch?v=SZKGxLKL52Y

Penzberg: Beobachtung eingestellt – Islamische Gemeinde außer "Verdacht"

(iz). Die Islamische Gemeinde Penzberg hat sich lange gegen die Beobachtung durch den bayerischen Verfassungsschutz und den Entzug der Gemeinnützigkeit durch die Finanzbehörden gewehrt. Nun hat die umtriebige Gemeinde einen […]

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