Andalusische Spuren – zwischen Archäologie und Ernährung

Granada in der südspanischen Region Andalusien war der letzte Überrest des islamischen Iberiens, bekannt als Al-Andalus – ein Gebiet, das sich einst über den größten Teil Spaniens und Portugals erstreckte. Im Jahr 1492 fiel die Stadt im Zuge der katholischen Eroberung. Von A. Pluskowski, G.G.C. Ruiz & M.G. García

27.06.2025 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
kultur andalus

Foto: mrks_v, Adobe Stock

(The Conversation). In der Folge durften die einheimischen Andalusier, die Muslime waren, ihre Religion weiterhin praktizieren. Nach einem Jahrzehnt zunehmend feindseliger religiöser Überwachung durch das neue Regime wurden die Ausübung islamischer Traditionen und Rituale verboten.

Jüngste archäologische Ausgrabungen in Granada haben Hinweise darauf gefunden, dass ihre Essgewohnheiten nach der Eroberung jahrzehntelang heimlich fortgeführt wurden.

Der Begriff „Morisco“ („kleiner Maure“), wurde verwendet, um einheimische Muslime zu bezeichnen, die 1502 nach einem Dekret der Krone von Kastilien zum Katholizismus konvertieren mussten. Ähnliche Befehle erließ man in den folgenden Jahrzehnten in den Gebieten Navarra und Aragon.

Das führte zu bewaffneten Aufständen. Infolgedessen wurden zwischen 1609 und 1614 die Morisken aus den verschiedenen Königreichen Spaniens deportiert. Muslime waren bereits Ende des 15. Jhd. aus Portugal vertrieben worden. Damit endete eine mehr als 800 Jahre währende islamische Kultur auf der Iberischen Halbinsel.

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