Architektur: Gegen die Apathie!

In der Architektur hat die Fabrik eine Art ökonomische Geisteshaltung eingenommen. Für sie ist das Produkt das einzige Ziel.

27.07.2023 .Redaktion 5 Min. Lesezeit
architektur

Foto: Torsten Pursche, Adobe Stock

(Renovatio Magazine). Die Fabrik als Konzept ist kein enger Bezug auf diese industrielle Institution, auf die postindustrielle Wirtschaft oder auf sie als Nebenprodukt des Kapitalismus als solchen. Von Marwa Al-Sabouni

Ich meine mit ihr eine Art von ökonomischer Geisteshaltung, die strikt profitorientiert, risikoscheu und ausschließend ist. Sie übernimmt die Vorstellung von Produkt als einzigem Maß für Fortschritt und Wohlstand – ungeachtet der politischen Strukturen, welche diese Produktion stützen.

Architektur: Das Fabrik-Modell ist allumfassend

Das daraus entstehende Modell ist nicht ausschließlich auf die Stadt gedacht. Wie sich gezeigt hat, sollte das Fabriksyndrom sowohl Stadt als auch Dorf in einem radikalen Aufwisch verändern und alles (und schließlich jeden) in Produkt oder Kapital verwandeln. Die Fabrik braucht unerschöpfliche Ressourcen, die in längere Ausmaße und höhere Dichte von gebauten Formen übersetzt werden – die vorrangige Bedingung für soziale Trennung.

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