Die Wiege des Nahostkonflikts
Großbritannien wollte mit seiner Herrschaft über Palästina vor allem eins: den See- und Landweg nach Indien sichern. Der Kurs, den das Königreich dabei fuhr, hinterließ Spuren – bis heute im Nahostkonflikt sichtbar. (KNA). Am 24. Juli 1922 bestätigte der Völkerbund das britische Mandat über Palästina. Es endete am 14. Mai 1948. Bis dahin trug Großbritannien […]
10.08.2022 Andrea Krogmann 3 Min. Lesezeit
Foto: Library of Congress, gemeinfrei
Großbritannien wollte mit seiner Herrschaft über Palästina vor allem eins: den See- und Landweg nach Indien sichern. Der Kurs, den das Königreich dabei fuhr, hinterließ Spuren – bis heute im Nahostkonflikt sichtbar.
(KNA). Am 24. Juli 1922 bestätigte der Völkerbund das britische Mandat über Palästina. Es endete am 14. Mai 1948. Bis dahin trug Großbritannien wesentlich dazu bei, für den Schutz seiner eigenen Interessen die Wurzeln des Nahostkonflikts zu nähren. „Zwischen London und Neu-Delhi liegt das Heilige Land“, beschrieb der Historiker Michael Wolffsohn 2008 dieses britische Interesse an der Region. Ihre strategische Bedeutung für die Sicherung des See- und Landwegs zwischen dem Mutterland und Indien war den Preis einer widersprüchlich erscheinenden Politik wert.
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