Die zweiten Digitalen Religionsgespräche widmeten sich dem Naturschutz
Bei den zweiten Digitalen Religionsgesprächen haben Vertreter:innen von sieben verschiedenen Religionsgemeinschaften ihren offenen Dialog fortgesetzt. Dabei bekräftigten sie die Absicht, sich künftig gemeinsam stärker für den Schutz der Umwelt einsetzen zu wollen. „Religionen haben ein eigenes Gewicht, das sie einbringen können“, betonte der Geschäftsführer des Abrahamischen Forums, Jürgen Micksch, am Dienstagabend in der Videokonferenz. Der […]
12.11.2021 .Redaktion 5 Min. Lesezeit
Foto: Freepik.com
Bei den zweiten Digitalen Religionsgesprächen haben Vertreter:innen von sieben verschiedenen Religionsgemeinschaften ihren offenen Dialog fortgesetzt. Dabei bekräftigten sie die Absicht, sich künftig gemeinsam stärker für den Schutz der Umwelt einsetzen zu wollen. „Religionen haben ein eigenes Gewicht, das sie einbringen können“, betonte der Geschäftsführer des Abrahamischen Forums, Jürgen Micksch, am Dienstagabend in der Videokonferenz. Der Vertreter der Eziden, Irfan Ortac, sieht dabei vor allem die Religionsvertreter:innen in der Verantwortung. Sie müssten den Schutz der Umwelt viel stärker in ihre Gemeinden hineintragen. „Aus unserer Perspektive hat Gott diese Welt erschaffen“, sagte Ortac. „Sie ist unser Paradies.“
Aus theologischer Sicht seien Bäume, Wasser und Luft genauso schützenswert wie das Leben der Menschen. „Meiner Meinung nach sollten sich alle Religionen auf den Schutz der Umwelt konzentrieren“, meinte der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Eziden in Deutschland. Schließlich sei die Mehrheit der Bevölkerung in religiösen Gemeinschaften eingebunden. Auch Rafet Öztürk von der Türkisch-Islamischen Union (DITIB) hob hervor, dass die Gemeinden aktiver werden sollten. „Es ist Zeit, dass wir aufstehen“, betonte Öztürk. Gemeinsam gelte es darüber nachzudenken, wie eine praktische Umsetzung aussehen könnte. „Die Lage ist ernst, wir müssen Etwas tun.“ Auch er sieht es als Aufgabe der Religionsvertreter:innen an, Impulse in die Gemeinden hineinzutragen.
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