Die Epstein-Klasse oder das Privileg der Straffreiheit

Die Welt nach Epstein: Global gerieten korrupte Eliten ins Licht der Öffentlichkeit – nur wenige müssen Konsequenzen fürchten.

22.03.2026 Sulaiman Wilms 6 Min. Lesezeit
epstein

Foto: Steve Travelguide/Shutterstock

(iz). Korruption, massive Ungleichheit und unterschiedliche moralische bzw. rechtliche Maßstäbe je nach Macht oder Einfluss sind nicht neu in der Menschheitsgeschichte. In der spätrömischen Republik konnten die Oligarchen Caesar, Pompeius und Crassus Finanzmacht ungehindert nutzen, um eigene Interessen rücksichtslos durchzusetzen. Mit den bekannten Folgen: An diesem Machtkampf ging die Ordnung zugrunde, und das Reich wurde seitdem von Imperatoren regiert.

Geht es um Korruption und Einflussnahmen, von denen die Kapitalbesitzer und Superreichen profitieren, denken wir an die „großen“ Skandale – wie beim Thema Epstein –, sollten sie ans Licht treten. Dabei wird übersehen, dass diese Milliardäre (oder Oligarchen) am Ende einer amoralischen „Wertschöpfungskette“ stehen, die ihren Anfang u.a. in der alltäglichen Korruption in ärmeren Ländern nimmt.

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