Für die geistliche Betreuung braucht es neue Wege
Seit einem Jahrzehnt sind die Themen islamische Seelsorge und muslimischer Wohlfahrtverband zu Recht auf der Agenda der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland und vielen anderen Staaten Europas. (iz). Seit einem Jahrzehnt sind die Themen islamische Seelsorge und muslimischer Wohlfahrtsverband zu Recht auf der Agenda der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland und vielen anderen Staaten Europas. Auch die […]
11.05.2021 Cemil Şahinöz 3 Min. Lesezeit
Foto: Bundeswehr/Sebastian Wilke | Lizenz: Bundeswehr, redaktionelle Nutzung erlaubt (keine Werbung)
Seit einem Jahrzehnt sind die Themen islamische Seelsorge und muslimischer Wohlfahrtverband zu Recht auf der Agenda der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland und vielen anderen Staaten Europas.
(iz). Seit einem Jahrzehnt sind die Themen islamische Seelsorge und muslimischer Wohlfahrtsverband zu Recht auf der Agenda der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland und vielen anderen Staaten Europas. Auch die Politik, zum Beispiel in Form der Deutschen Islam Konferenz oder in den verschiedenen Ministerien der Bundesländer, hat sich dem Thema angenommen. In vielen Bereichen und Seelsorgedisziplinen gibt es inzwischen Ausbildungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete, wobei die Frage der Finanzierung größtenteils nicht geklärt ist. In den Bereichen Krankenhausseelsorge, Gefängnisseelsorge, Telefonseelsorge und Notfallseelsorge hat sich in vielen Regionen etwas getan.
Im Bereich der Militärseelsorge wird seit ca. einem Jahrzehnt diskutiert. Das zentralste Problem hierbei besteht gegenwärtig darin, dass juristisch und politisch auf eine bestimmte Struktur bestanden wird, die es im Islam jedoch nicht gibt. Laut dem Grundgesetz steht jedem Soldaten ein Seelsorger seiner Religionsgemeinschaft zu. Soziologisch betrachtet sind die islamischen Gemeinschaften ganz gewiss Religionsgemeinschaften, die juristische Definition aus dem Grundgesetz jedoch werde scheinbar nicht erfüllt. Entsprechende Anträge werden immer wieder abgelehnt.
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