Gewinner eines endlosen Krieges
(IPS/IZ). Nachdem die 20-jährige Besetzung Afghanistans zu einem unrühmlichen Ende kam, mussten viele schwere Verluste hinnehmen – darunter die Vereinigten Staaten, die afghanischen Streitkräfte und die Zivilbevölkerung des Landes. Möglicherweise gab es einen klaren Profiteur in diesem Milliarden-Dollar-Spektakel, das eines Hollywood-Blockbusters würdig ist: den militärisch-industriellen Komplex, der die amerikanischen und afghanischen Kämpfer im längsten Krieg […]
4.09.2021 Thalif Deen 4 Min. Lesezeit
Foto: Sergeant Andy Reddy RLC/MoD, via Wikimedia Commons | Lizenz: <ahref=https://nationalarchives.gov.uk/doc/open-government-licence/version/1/>Open Government Licence version 1.0</a>
(IPS/IZ). Nachdem die 20-jährige Besetzung Afghanistans zu einem unrühmlichen Ende kam, mussten viele schwere Verluste hinnehmen – darunter die Vereinigten Staaten, die afghanischen Streitkräfte und die Zivilbevölkerung des Landes.
Möglicherweise gab es einen klaren Profiteur in diesem Milliarden-Dollar-Spektakel, das eines Hollywood-Blockbusters würdig ist: den militärisch-industriellen Komplex, der die amerikanischen und afghanischen Kämpfer im längsten Krieg in der Geschichte der USA ernährt hat.
US-Präsident Biden hat in einer Erklärung aus dem Weißen Haus vor Kurzem klargestellt: „Wir haben über eine Billion Dollar ausgegeben. Wir haben eine afghanische Streitmacht von etwa 300.000 Mann ausgebildet und ausgerüstet. Unglaublich gut ausgerüstet. Eine Truppe, die größer ist als die Streitkräfte vieler unserer NATO-Verbündeten.“
Von der schwindelerregenden Summe von 1 Billion Dollar wurden satte 83 Milliarden Dollar für das Militär ausgegeben, und zwar jährlich über 4 Milliarden Dollar, hauptsächlich für Waffenkäufe, die von der US-Rüstungsindustrie stammen, sowie für Wartung, Instandhaltung und Ausbildung. Das Debakel in Afghanistan forderte darüber das Leben von 2.400 US-Soldaten und über 3.800 privaten US-Sicherheitsunternehmen sowie weit mehr als 100.000 afghanischen Zivilisten. Andere Schätzungen wie die des US-Autoren Edstrom, der aktiven Militärdienst in Afghanistan tat, belaufen sich auf bis zu 300.000 getöteten Afghanen.
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