Indien: Nach der Freiheit kam Gewalt
Durch gewaltlosen Widerstand erlangten die Inder vor 75 Jahren die Freiheit ihres Landes von Großbritannien. Dennoch regiert in Indien heute oft Gewalt, auch gegen religiöse Minderheiten. Von Angelika Preuß (KNA). Nichts auf der Welt ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“, lautet ein Ausspruch von Victor Hugo. Für die Inder war in […]
7.09.2022 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
Foto: Rawpixel, CC0 Public Domain
Durch gewaltlosen Widerstand erlangten die Inder vor 75 Jahren die Freiheit ihres Landes von Großbritannien. Dennoch regiert in Indien heute oft Gewalt, auch gegen religiöse Minderheiten. Von Angelika Preuß
(KNA). Nichts auf der Welt ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“, lautet ein Ausspruch von Victor Hugo. Für die Inder war in den 1940er Jahren die Zeit gekommen, sich unter der Führung von Mohandas Karamchand Gandhi 1947 von der britischen Kolonialherrschaft zu befreien – mit völlig gewaltfreien Mitteln. Den britischen Besatzern begegnete der gläubige Hindu im Geist der Liebe und der Gewaltlosigkeit.
Diese waren wie andere handeltreibende Europäer im 16. Jahrhundert in das Land gekommen. 1600 gründen die Briten die Ostindiengesellschaft, die das Handelsmonopol für den Subkontinent hat. Im 18. Jahrhundert mutiert die Handelsgesellschaft zum verlängerten Arm der britischen Regierung. Englisch wird zur Amtssprache, das Land erlebt eine Blüte in Infrastruktur und Erziehung. Zugleich wächst in der Bevölkerung der Unmut über die imperialistische Haltung. 1858 wird Indien der britischen Krone unterstellt.
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