Indien: Die Geißel der Islamfeindlichkeit

Indien: Die aktuelle hindunationalistische Politik der antimuslimischen BJP reicht in die Vergangenheit zurück.

13.07.2023 .Redaktion 8 Min. Lesezeit
indien

Foto: arindambanerjee, Shutterstock

(Traversing Tradition). In einer Zeit beispielloser antimuslimischer Lynchmorde und Gewalt gegen Minderheiten in Indien erstrecken sich muslimfeindliche Vorurteile bis in die politischen Figuren des heutigen Staates. Der Ministerpräsident von Uttar Pradesh, Yogi Adityanath, erklärte 2015, er würde in jeder indischen Moschee hinduistische Götzen aufstellen. Von Bharath H.

In einem undatierten Video von 2014 meinte er: „Wenn (die Muslime) ein Hindu-Mädchen entführen, werden wir 100 muslimische Mädchen verschleppen. Wenn sie einen Hindu töten, werden wir 100 Muslime töten.“

Der erste Teil seiner Hassrede bezieht sich auf einen angeblichen „Liebes-Dschihad“. Das in Indien weitverbreitete Konzepte imaginiert, dass männliche Muslime im Geheimen planen, absichtlich Hindufrauen zu verführen. Das Ziel sei ihre Konvertierung zum Islam. Solche Verschwörungstheorien haben keinerlei statistische Grundlage, aber sind bei Rechten und Rechtsextremen beliebt.

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