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Indien am Scheideweg der antimuslimischen Gewalt

Indien

Es gibt genug Hinweise, wonach in Indien unter der Dominanz von Premier Modi und seiner BJP Gewalt gegen Minderheiten Staatsräson wurde.

(The Muslim News). Mehrere aktuelle Ereignisse in Indien, die an sich erschreckend sind, zeigen zusammen in der Gesamtsumme, dass sich das Land seit dem Amtsantritt von Premier Narendra Modi im Jahr 2014 auf eine alltägliche Akzeptanz von antimuslimischem Hass zubewegt.

Das sind keine zufälligen Tragödien, sondern Warnsignale aus einer Gesellschaft, in der Hassreden zur Routine geworden sind, Gewalt durch den Mob erwartet wird und Verantwortlichkeit immer mehr verschwindet. NGOs wie Human Rights Watch haben das alarmierende Ausmaß der Verfolgung aufgedeckt.

Ein junger Muslim, der in der Diwali-Nacht in Delhi zu Tode geprügelt wurde. Ein Kind, das sich entschuldigen musste, nachdem ein Mob wegen einer Bemerkung über Essen in sein Haus eingedrungen war. Ein ehemaliger Abgeordneter der Regierungspartei, der offen Regierungsjobs für hinduistische Männer verspricht, die „muslimische Mädchen mitbringen“.

Diese Vorfälle ereignen sich in verschiedenen Bundesstaaten, betreffen eine Vielzahl von Akteuren und haben unterschiedliche Auslöser. Dennoch verbindet sie ein unbestreitbarer roter Faden:

Sie werden allein deshalb angegriffen, weil sie Muslime sind, während diejenigen, die diese Übergriffe schüren bzw. begehen, sich oft durch politischen Schutz, die Apathie der Polizei oder einen öffentlichen Diskurs, der von unerbittlicher Entmenschlichung geprägt ist, abgeschirmt fühlen.

Foto: Ananya Bhardwaj, ThePrint

In Indien haben kleinere Provokationen wiederholt tödliche Folgen gehabt, sollten Muslime beteiligt sein, wodurch das tägliche Leben zu einem Minenfeld aus Misstrauen und Gefahr geworden ist. Der Mob wird immer dreister, sobald Hass mit Schweigen belohnt wird. Wenn diejenigen, die für Gerechtigkeit sorgen sollen, wegschauen, wird Terror zur Routine und Angst zu einem ständigen Begleiter.

Der frenetische Jubel der Menge unterstreicht, wie beunruhigend normalisiert solche abscheuliche Rhetorik geworden ist. Das sind keine Randphänomene, sondern bspw. gewählte Amtsträger, die öffentliche Autorität ausüben und eine Sprache des Hasses sprechen, die unzählige andere ungestraft wiederholen.

Die Werte der indischen Verfassung und mehrere Artikel versprechen allen Bürgern gleichen Schutz. Die Realität steht jedoch zunehmend im Widerspruch zu diesen Zusagen. Die Rhetorik der hinduistischen Nationalisten, die einst nur eine Randerscheinung war, hat sich in die Mainstreampolitik eingeschlichen, wird durch soziale Netzwerke verstärkt und findet bei Kundgebungen und an Straßenecken lauten Widerhall.

Indien Modi Hindu-Nationalismus

Foto: Talakdar David, Shutterstock

Islamfeindliche Angriffe auf Muslime folgen mittlerweile einem düsteren, vorhersehbaren Muster. Eine kleine Auseinandersetzung oder ein harmloser Beitrag in den sozialen Medien kann eine Konfrontation auslösen, die schnell eskaliert, wenn sich oft mit organisierten extremistischen Gruppen verbundene Mobs mit alarmierender Geschwindigkeit mobilisieren.

Diese Übergriffe werden gefilmt und online geteilt, wodurch Gewalt zu einem Spektakel wird, das ganze Gemeinschaften einschüchtern soll. Unterdessen reagiert die Polizei träge, zweideutig oder offen voreingenommen, und das allgemeine politische Klima belohnt, entschuldigt bzw. ignoriert die Täter oft.

Dies ist kein zufälliges Chaos. Es handelt sich um einen sorgfältig gepflegten Kreislauf, der durch Schweigen an der Spitze, Komplizenschaft in der Mitte und aktive Beteiligung an der Basis aufrechterhalten wird.

In diesem riesigen Staat mangelt es nicht an Gesetzen gegen Hassreden, Körperverletzung, Entführung oder Aufruf zur Gewalt. Was fehlt, ist der politische Wille, diese Rechte gleichermaßen durchzusetzen. Der selektive Einsatz des Apparats, der ein verletztes muslimisches Kind anklagt, während Extremisten ihre Drohungen live streamen, untergräbt nicht nur die Rechte von Minderheiten, sondern auch die Legitimität seines Justizsystems.

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Hassrede in Indien verunglimpft vor allem Muslime

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Muslime in Indien leben zunehmend in Angst. Politiker beschimpfen sie als „Eindringlinge“. Aufrufe zur Zerstörung muslimischer Gebetsstätten werden laut.

Washington (KNA). In Indien ist die Zahl der Hassreden gegen religiöse Minderheiten im vergangenen Jahr stark angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der US-amerikanischen Denkfabrik India Hate Lab.

Demnach gab es eine Zunahme um 74,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023, berichtete der asiatische katholische Pressedienst Ucanews.

Foto: Manoej Pateel, Shutterstock

Vor allem Muslime von Hass betroffen

Vor allem von Hassrede betroffen sind demnach Muslime. Sie seien in 98,5 Prozent der dokumentierten Fälle Ziel solcher Äußerungen gewesen. Das steht laut Untersuchung in Zusammenhang mit dem Wahlkampf der hindunationalistischen Partei von Premierminister Narendra Modi, der Bhartatiya Janata Party (BJP). Deren Ziel sei es gewesen, die hinduistische Mehrheit zu mobilisieren.

So verschärfte sich während des Wahlkampfs zur Parlamentswahl 2024, der größten der Welt mit rund 969 Millionen Wahlberechtigten, laut Analyse der Denkfabrik die Rhetorik gegenüber Muslimen. Modi nannte diese bei Auftritten etwa „Eindringlinge“. 

Die zunehmende Feindseligkeit habe bei zahlreichen Muslimen Ängste geschürt. Besonders alarmierend sei die steigende Zahl an Aufrufen zur Zerstörung muslimischer Gebetsstätten. Auch wurde auf dem Gelände einer im Jahr 1992 zerstörten Moschee ein hinduistischer Tempel eröffnet.

Foto: N. Modi, flickr | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Unter den Augen der BJP

Dokumentiert wurden im Jahr 2024 insgesamt 1.165 Hassreden. Über zwei Drittel dieser Vorfälle ereigneten sich in Bundesstaaten, die von der BJP oder ihren Verbündeten regiert werden. Mehr als 450 der Hassreden sollen von BJP-Politikern stammen, darunter 63 von Modi selbst. 

Zur Verbreitung hatten laut Bericht auch Soziale Medien beigetragen. 266 Hassreden führender BJP-Politiker wurden simultan auf offiziellen Social-Media-Kanälen der Partei veröffentlicht. Diese hatte in der Vergangenheit ähnliche Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. 

In Indien leben rund 1,4 Mrd. Menschen. Knapp 80 Prozent sind Hindus. Zum Islam bekennen sich gut 14 Prozent. Die Anzahl der Christen liegt bei 2,3 Prozent.

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Indien: Die Geißel der Islamfeindlichkeit

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Indien: Die aktuelle hindunationalistische Politik der antimuslimischen BJP reicht in die Vergangenheit zurück. (Traversing Tradition). In einer Zeit beispielloser antimuslimischer Lynchmorde und Gewalt gegen Minderheiten in Indien erstrecken sich muslimfeindliche […]

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Das „Gujarat-Modell”: Blühende Landschaften und Muslime hinter Mauern

Narendra Modi ist in Indien ein Politikstar – und wahrscheinlich der nächste Premierminister. Er vermarktet sich als Macher, der die Wirtschaft in seinem Bundesstaat Gujarat zum Blühen bringt. Von der Ausgrenzung der Muslime und Armut dort spricht er nicht.

Neu Delhi (dpa). «Entwicklung» ist eines der Lieblingswörter von Narendra Modi. «Wandel» ein anderes. Und auch «Investitionen». Der 63-Jährige greift gerade nach dem wichtigsten Amt in Indien und möchte das Milliardenland tatkräftig umkrempeln: Straßen und Stromleitungen bauen, Geld aus dem Ausland anlocken, die grassierende Korruption eindämmen, dringend benötigte Jobs schaffen.

Wenn Modis Partei BJP – wie alle Prognosen voraussagen – am Freitag die Mehrheit im indischen Unterhaus bekommt, kann er loslegen. Dann, so lautet die Hochrechnung von Modi, werde der ganze Subkontinent so aufblühen wie der Bundesstaat Gujarat, den er seit zwölf Jahren regiert. Doch umfasst das «Gujarat-Modell» nicht nur Fabriken und Hochhäuser. Es steht auch für zerstörte Umwelt, protestierende Bauern und eine tiefe Spaltung der Gesellschaft.

In Ahmedabad, der größten Stadt Gujarats, lebt die muslimische Minderheit in strikt abgegrenzten Ghettos. Allein im Viertel Juhapura wohnt fast eine halbe Million Menschen, im Norden von den Hindus durch eine kilometerlange, mit Stacheldraht besetzte Mauer getrennt. Direkt an der «Grenze» lebt Imam Khan. Doch sicher fühlt er sich deswegen nicht. «Es gibt keinen Schutz für Muslime in diesem Land», sagt er.

Die Mauer wurde vor mehr als 20 Jahren gebaut. Denn 1992 gab es blutige Kämpfe zwischen Hindus und Muslimen. Mal wieder. Schon bei den großen Massakern 1969 und 1985 wurden in Gujarat jeweils Hunderte Menschen ermordet, und auch davor, zwischendrin und danach flammte die Gewalt immer wieder auf. «In keinem anderen indischen Bundesstaat starben in den vergangenen Jahrzehnten mehr Menschen durch religiöse Unruhen», sagt die Soziologin Raheel Dhattiwala. Dabei wurde Mahatma Gandhi, die Ikone der Gewaltlosigkeit, in Gujarat geboren.

Imam Khan lebt seit 40 Jahren an dem Ort, den die Hindus in Ahmedabad heute abfällig «Klein Pakistan» nennen. Damals, erzählt er, habe die Gegend rund um sein Haus nur aus Feldern und kleinen Dörfern bestanden. Zu Fuß sei er, der Muslim, zu den Hindus hinüber gelaufen. «Ich war sogar ein Treuhänder ihres kleinen Tempels», sagt er. Heute lebten sie in zwei verschiedenen Welten. Das gilt auch für die Infrastruktur: Die Leitungen für Wasser, Abwasser und Gas enden an der Mauer. «Auf dieser Seite haben wir nichts.»

Seine schlimmsten Erinnerungen stammten aus dem Jahr 2002, kurz nachdem Modi die Regierungsgeschäfte in Gujarat übernahm, sagt Khan. Damals wurden hinter der Mauer gerade moderne, mehrstöckige Gebäudekomplexe gebaut, die heute weit über sein Haus emporragen. «Von den Rohbauten aus attackierten sie uns. Mit Säure-Bällen, Benzin-Bomben und Steinen. Wir trauten uns kaum aus dem Haus, nachts konnten wir kein Licht machen. Monatelang ging das so.»

Die Unruhen von 2002 tobten nicht nur in Juhapura, sondern an Hunderten Orten in Gujarat. Mehr als 1000 Menschen wurden getötet, die meisten davon Muslime, Mobs raubten ganze Viertel aus, mehr als 100 000 Menschen mussten in Lager fliehen. Soziologin Dhattiwala, die ihre Doktorarbeit zu den Unruhen verfasste, nennt sie «Pogrome». «Weil sie nicht spontan waren, sondern vom Staat gelenkt wurden.» Modis hindu-nationalistische BJP profitierte von dem Hass: Seit 2002 gewann sie alle Wahlen in Gujarat mit absoluter Mehrheit.

Naroda Patiya war eines der am schlimmsten betroffenen Viertel. «Ein Mob von 5000 Menschen sammelte sich am Highway 8, vor der alten Moschee. Sie riefen: „Tötet sie alle, verbrennt sie bei lebendigem Leib“», erinnert sich Master Nazir, der örtliche Lehrer. Dann seien sie, mit Macheten und Benzinkanistern in den Händen, auf das Viertel zugestürmt – angestachelt von Politikern, angeführt von Polizisten.

«Einer schlitzte einer schwangeren Frau den Bauch auf. Er spießte das Baby auf und hielt es triumphierend in die Luft», erzählt Nazir weiter. «Eine 75 Jahre alte Frau wurde von ihrer Terrasse geschmissen, dann ihr Körper auf eine Rikscha geworfen und dort verbrannt. Junge Frauen wurden auf offener Straße vergewaltigt.» 101 Menschen seinen gestorben, darunter ein guter Freund von ihm, der eine Polizeikugel abbekam.

«Eine solche Tragödie kann man nicht einfach vergessen», sagt er. Trotzdem hat Nazir keine Rachegelüste. Die 50 Hindus, die schon vor dem schrecklichen 28. Februar 2002 in Naroda Patiya lebten, wohnen noch immer im Viertel – ganz anders als in zahlreichen Hindu-Gegenden, in denen selbst reiche Muslime keine Wohnung bekommen. Die Hindu-Kinder gingen auf seine Schule, sagt Nazir.

Gegenüber der Schule, neben den Ziegen und Hühnern, die im Schatten der einfachen Häuser leben, steht eine kleine Fabrik. Dort stellen muslimische Arbeiter die heiligen Fäden her, die Priester den Hindus im Tempel ums Handgelenk binden. «Unser Erkennungszeichen als Menschen ist nicht die Religion, es ist das Blut. Und das ist bei uns allen rot», sagt Nazir.

Überall in Ahmedabad erheben Muslime die Forderung, die Regierung solle den Austausch zwischen den Religionen fördern. Und endlich die zugesagten Entschädigungsgelder für die Opfer der Gewalt zahlen. «Aber Modi kümmerte sich nie um uns», sagt Nazir. Im ganzen Umkreis gebe es keine Schule und kein Krankenhaus, und die meisten Straßen sind nicht geteert. «Was hat Modi denn bitte für die normalen Menschen getan, obwohl er immer von seinem „Gujarat-Modell“ spricht?»

Dieses Modell bedeutet meist zweistelliges Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren, während Gesamt-Indien zuletzt auf unter fünf Prozent einbrach. Es steht für schnelle Genehmigungen statt jahrelanger bürokratischer Hürdenläufe. Für klare Regeln statt Korruption. Und vor allem für offene Türen für Investoren.

Eine besonders beliebte Geschichte geht so: Der indische Autohersteller Tata Motors stieß beim Bau seiner Nano-Fabrik in Westbengalen auf enorme Proteste. Die Bauern wehrten sich mit Händen und Füßen, ihr Land für die Fabrik herzugeben. Schließlich machte Tata einen Rückzieher. Nur wenige Stunden später erhielt Ratan Tata, der damalige Chef der Tata-Gruppe, eine SMS von Modi: «Willkommen in Gujarat». Nach wenigen Tagen war der Land-Deal vollzogen. Und Ford, Peugeot und Maruti Suzuki folgten bald.

«Modi ist überzeugt davon, dass alle Menschen davon profitieren, wenn die Wirtschaft brummt», sagt Yamal Vyas, Sprecher der BJP in Gujarat. Um dieses Unternehmertum zu fördern, habe er für eine ununterbrochene Stromversorgung und gute Straßen gesorgt. Auch die Verwaltung funktioniere tadellos, weil Modi so fokussiert arbeite und anleite. «Er sagt niemals „vielleicht“, sondern immer „ja“ oder „nein“.»

Analysten jedoch meinen, dass diese große persönliche Kontrolle auch Probleme mit sich bringe. Niemand traue sich mehr, Projekte zu kritisieren, auch wenn sie totaler Blödsinn seien, meint etwa Rajiv Shah vom Zentrum für soziale Gerechtigkeit. So sollte etwa die «intelligente Stadt» Dholera entstehen, eine Metropole, doppelt so groß wie Mumbai, voller glänzender Hochhäuser, die an Shanghai oder Singapur erinnern. «Doch bis heute ist das nur karges Land, es gibt kaum Investoren», sagt er.

Auch GIFT, die «Gujarat Internationale Finanz-Technologie-Stadt», besteht bislang nur aus zwei Häusern – die auch noch zum Großteil leer stehen. «Welches große Finanzinstitut will denn seine Büros nach Gujarat bringen?», fragt Shah. Der Modi-Vertraute Jay Narayan Vyas hingegen meint, die Planung sei gut gewesen, Investoren hätten kommen wollen, nur habe ihnen die weltweite Finanzkrise dann einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wie so oft in Gujarat gibt es eben viele Antworten auf eine Frage. Schulbildung? 99 Prozent beginnen in der Grundschule, aber besonders viele Kinder scheiden nach nur wenigen Jahren aus. Unterernährung bei Kindern? Liegt bei 41 Prozent, und damit über dem Durchschnitt in Indien, doch gibt es in Gujarat eben auch schwer zu erreichende Stammesvölker, Wüstendörfer und arme Küstenbewohner. Florierende Wirtschaft? Ist Modis Steckenpferd, war aber schon in den Jahrzehnten zuvor ziemlich ausgeprägt.

«Modi gibt Tonnen an Geld aus, um die Entwicklung Gujarats als seinen persönlichen Erfolg zu preisen», sagt der lokale Journalist R.K. Mishra. Modi rede immer von Fortschritt, aber dabei polarisiere er das Land. Unter dem wilden Fabrikwachstum litten die Bauern, denen Land weggenommen würde, sowie die Umwelt, auf die niemand mehr Rücksicht nehme. «Doch Modi ist wie ein Magier, er kann es dennoch allen verkaufen.»

Während des Wahlkampfes sagte Modi in der heiligen Stadt Varanasi: Wenn ihr mich wählt, werde ich den Ganges so saubermachen wie den Fluss Sabarmati in Gujarat. Wer jedoch an dessen Ufer steht, auf einer bombastischen Betonpromenade in Ahmedabad, sieht eine braune, stinkende Brühe. Der Sabarmati, das zeigen Daten der Zentralen Umweltschutzbehörde, gehört zu den dreckigsten Flüssen Indiens.

Hintergründiger Reisebericht: Analyse der muslimischen Position in Indien. Von Yaseen Dockrat

Muslime, und zunehmend auch ­andere Minderheiten wie die wenigen ­Christen auf dem Subkontinent, sind der ­Gewalt ­extremistischer Gruppierungen aus­ge­setzt. Die „größte Demokratie der Welt“ schaut zu und die neuen Milliardäre […]

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