Kurzserie: Fragen an die Ökonomie (1)

(iz). Wenn wir allgemein über ­Radikalisierung sprechen, müssen wir differenzieren. Richtig ist, dass in den meisten Fällen die Moscheegemeinden der großen Verbände in Deutschland in der Regel keine Rolle in Radikalisierungsprozessen spielen“, erklärt der Islamwissenschaftler ­Michael Kiefer im Interview mit IslamiQ. Trotz dieser Erkenntnisse stehen nach islamisch verbrämten Anschlägen weiterhin die Moscheen als Hauptschuldige und […]

10.03.2021 Muhammad Sameer Murtaza 11 Min. Lesezeit

Foto: Rakhi, Care International

(iz). Wenn wir allgemein über ­Radikalisierung sprechen, müssen wir differenzieren. Richtig ist, dass in den meisten Fällen die Moscheegemeinden der großen Verbände in Deutschland in der Regel keine Rolle in Radikalisierungsprozessen spielen“, erklärt der Islamwissenschaftler ­Michael Kiefer im Interview mit IslamiQ. Trotz dieser Erkenntnisse stehen nach islamisch verbrämten Anschlägen weiterhin die Moscheen als Hauptschuldige und Sündenböcke da. Das gesichtslose Abstraktum Moschee wird als Täter hinter den Tätern diffamiert, aber eigentlich meint man den Islam. Moscheegemeinden wirft man gerne vor, sich nicht ­ausreichend vom Terror zu distanzieren und zu wenig gegen Radikalisierung von Jugendlichen in den eigenen Gemeinden zu unternehmen. Moscheevertreter würden regelmäßig bei Veranstaltungen zur Radikalisierungsprävention fehlen und sich vor dem Fingerzeig auf sie wegducken.

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