Nur der stumme Teufel schweigt. Über den Hochmut und Islamberichterstattung

(iz). In der islamischen Lehre gibt es lediglich ein Feindbild. Nein, es sind nicht die „Ungläubigen“, wie einige Gegner des […]

17.02.2015 Mohamed Ammer 2 Min. Lesezeit

(iz). In der islamischen Lehre gibt es lediglich ein Feindbild. Nein, es sind nicht die „Ungläubigen“, wie einige Gegner des Islam und Terroristen gerne behaupten, sondern der verfluchte Teufel [arab. Schaitan]. Der Teufel mag für einige ein Fabelwesen aus der Vorzeit sein, doch zum Glauben eines Muslims gehört die Anerkennung seiner Existenz.

Der verfluchte Teufel, der sich weigerte, vor einem Menschen unseres Gleichen niederzuknien, ist aus islamischer Sicht, der einzig offenkundige Feind der Menschheit. Nicht die Juden, nicht die Christen, noch die Atheisten; nein, es ist der flüsternde Teufel, der fähig ist, alle Menschen um seine Finger zu wickeln. Die Lehre, die der Islam, aber nicht nur der Islam, seinen Anhängern damit vermitteln will, ist, dass Hochmut ins Verderben stürzt. Überheblichkeit und Prahlerei beherrschten jedoch das menschlich Dasein und führten es immer ins Verderben, auch heute noch.

Ob es die Nationalsozialisten waren, die mit ihrem arischen Wesen prahlten oder die Kommunisten, die den menschlichen Trieb nach Wohlstand mit ihrem idealen System unterdrücken wollten: Alle waren in ihrem Auftreten hochmütig gegenüber Andersdenkenden. Manche Nichtmuslime treten heute Muslime gegenüber überheblich auf; aber auch Muslime, die sich gegenseitig der Heuchelei bezichtigen und für sich beanspruchen, die alleinige Wahrheit zu besitzen.

Wenn es etwas gäbe, was Gott, Seinem Gesandten und seinen Anhänger verhasst ist, dann ist es Hochmut. Menschen, die im Besitz von etwas sind, von dem sie annehmen, es mache sie wertvoller, intelligenter, stärker oder zivilisierter, sind hochmütig. Ein Mensch, der Demut gegenüber Gott zeigen will, tritt gegenüber den Geschöpfen Gottes nicht hochmütig auf.

Eine überhebliche Berichterstattung über den Islam und den Muslimen glänzt regelrecht mit diesen Hochmut. Sie stellt den Muslim als „zurückgebliebenes“, „barbarisches“ Wesen dar, während sie andere Menschen im Gegenzug als „aufgeklärte“, „moderne“ und „zivilisierte“ Wesen darstellt. Nicht nur Muslime haben diese Wahrnehmung von der Islamberichterstattung, sondern auch diejenigen, die heute mit feindlichen Parolen gegen Muslime protestieren.