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Flüchtlingshilfe: Nur zehn Prozent der Mittel vorhanden

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Flüchtlingshilfe: Die NGO CARE Deutschland schlägt Alarm wegen der Lage und fehlender Finanzierung. (iz). Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni warnte die Hilfsorganisation CARE Deutschland vor einer massiven Unterfinanzierung der […]

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Gaza-Blockade führt zum humanitären Kollaps

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Gaza: Humanitäre Hilfe seit über zwei Monaten blockiert, Vorräte nahezu aufgebraucht – CARE warnt vor Zusammenbruch der Versorgung.

Bonn (CARE Deutschland). Seit mehr als zwei Monaten sind alle Grenzübergänge nach Gaza geschlossen, was die Einfuhr von lebenswichtiger humanitärer Hilfe und Handelsgütern blockiert. Die Lebensmittelvorräte gehen zur Neige, was zu einem Preisanstieg von mindestens 400 Prozent und damit zur Verschärfung der humanitären Krise und des Hungers in Gaza führt.

„Alle Menschen in Gaza, auch unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind denselben Bedingungen und derselben Ungewissheit darüber ausgesetzt, ob es morgen noch etwas zu essen gibt“, sagte Jolien Veldwijk, Länderdirektorin von CARE Palästina (Westjordanland und Gaza).

„Ausnahmslos alle Menschen in Gaza sind inzwischen gezwungen, die letzten Nahrungsmittelvorräte zu rationieren. Viele überleben mit einem Stück Brot und einer Portion Bohnen am Tag. Schwangere Frauen und Kinder kommen unterernährt in unsere Klinik. Wir sehen eine dramatische Zunahme von Mangelernährung.“

Die vom Welternährungsprogramm (WFP) unterstützten Bäckereien mussten bereits vor Wochen schließen, CAREs Nahrungsmittelvorräte sind vollständig aufgebraucht. Auch Mehl, das Grundnahrungsmittel schlechthin, ist kaum noch verfügbar. Viele Menschen greifen notgedrungen auf verdorbene Reste zurück.

CARE hat große Mengen an Hilfsgütern – darunter medizinisches Material, Hygieneartikel, Zelte und Nahrungsmittel – in Ägypten, Jordanien und dem Westjordanland gelagert. Diese können Gaza jedoch nicht erreichen. Das CARE-Gesundheitszentrum in Deir Al-Balah, das täglich Hunderte Patient:innen versorgt, verfügt nur noch über Vorräte für wenige Wochen.

„Unsere Teams tun alles, um die medizinische Grundversorgung aufrechtzuerhalten und Trinkwasser an vertriebene Familien zu liefern“, sagte Veldwijk. „Aber ohne Nachschub werden wir bald noch stärker rationieren müssen. Wir schließen unsere Klinik nicht, aber unsere Möglichkeiten werden drastisch eingeschränkt.“

CARE fordert ein sofortiges Ende der Blockade, die Freilassung aller Geiseln, ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe und einen dauerhaften Waffenstillstand.

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CARE zu Gaza: Angriffe verschärfen humanitäre Krise dramatisch  

gaza care

„Schreie der Menschen“: CARE Deutschland e.V. zu Angriffen auf Gaza, bei denen über 400 Zivilisten getötet wurden.

Bonn (Care Deutschland). „Unsere Mitarbeiter:innen in Gaza berichten, dass sie mitten in der Nacht von den Luftangriffen und den durchdringenden Schreien der Menschen geweckt wurden. Sie berichten von Krankenhäusern, die mit Verletzten überfüllt sind, von fehlenden medizinischen Hilfsgütern, von vielen Menschen, die aus ihren Häusern fliehen, von weinenden Kindern und von einem allgemeinen Zustand der Verwirrung, Angst und Hilflosigkeit“, sagt Jolien Veldwijk, CARE-Länderdirektorin Palästina (West Bank and Gaza).

Angriffe auf Gaza: „mehr als herzzerreißend“

„Dass dies während des Ramadan geschieht, gerade als die Menschen das Gefühl bekamen, der Albtraum, den sie 15 Monate lang durchlebt hatten, nimmt ein Ende, ist mehr als herzzerreißend. Ein erneuter Zyklus der Gewalt wird die gesamte Region weiter destabilisieren und die Aussichten auf einen langfristigen und dauerhaften Frieden untergraben.“

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Foto: Shutterstock

Die Luftangriffe trafen ein Gesundheitszentrum, das von der CARE-Partnerorganisation Juzoor in Jabalia betrieben wird. Dieses Zentrum versorgt täglich über 1.000 Patienten. Durch die Zerstörung wird Juzoor erheblich beeinträchtigt, grundlegende medizinische Versorgung zu leisten. Lebenswichtige Hilfsgüter wie medizinische Ausrüstung, Zelte, Kochgas, Treibstoff für Krankenhäuser, Wassertankstellen und Lastwagen zur Müllabfuhr gelangen aufgrund des Einfuhrstopps bereits seit dem 2. März nicht mehr in den Gazastreifen.

„Enormes Leid für eine ohnehin schon sehr geschwächte Bevölkerung“

„Die Rückkehr zu Bombenangriffen, Tod und Zerstörung in Verbindung mit der Entscheidung, alle Grenzübergänge in den und aus dem Gazastreifen zu schließen, auch für medizinische Evakuierungen, führt zu enormem Leid für eine ohnehin schon sehr geschwächte Bevölkerung“, so Veldvijk.

„Die Menschen in Gaza leiden noch immer unter der Gewalt, der Vertreibung, der Zerstörung und den Entbehrungen, die der Konflikt seit 15 Monaten mit sich bringt. Alle Parteien müssen sich an das humanitäre Völkerrecht halten, das bedeutet eine Freilassung aller israelischen Geiseln, mehr Hilfe in und durch den Gazastreifen fließen zu lassen und sicherzustellen, dass humanitäre Helfer:innen den Menschen in Not sicher helfen können, wo auch immer sie sich befinden.“

Erneut auf der Flucht

In den frühen Morgenstunden des 18. März mussten die Bewohner:innen der meisten nördlichen Gebiete des Gazastreifens erneut an anderen Orten Zuflucht suchen. Die Luftangriffe zielten auch auf Gebiete in Khan Younis, die Teil einer ausgewiesenen „humanitären Zone“ waren. Gleichzeitig beobachten die Teams von CARE eine Eskalation der Spannungen, zunehmende Restriktionen, Vertreibungen und Gewalt gegen die im Westjordanland lebenden Palästinenser:innen.

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Foto: Anas-Mohammed, Shutterstock

„Wir können es nur immer wieder sagen: Ein dauerhafter Waffenstillstand ist der einzige Weg, das Leiden zu beenden und die besten Voraussetzungen für Frieden zu schaffen“, fügt Veldvijk hinzu. „Wir fordern erneut die Freilassung aller Geiseln und die Einhaltung der völkerrechtlichen Verpflichtungen durch alle Parteien.“

CARE Deutschland verurteilt den brutalen Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 sowie jegliche Gewalt gegen die Zivilbevölkerung durch die Konfliktparteien zutiefst. CARE fordert die Freilassung aller Geiseln, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts durch alle Konfliktparteien, einen dauerhaften Waffenstillstand, den ungehinderten Zugang von humanitärer Hilfe nach und innerhalb von Gaza sowie die Evakuierung von Kranken und Verletzten. 

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Gaza: CARE fordert Schutz der Zivilbevölkerung in Rafah und  Waffenstillstand

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Offensive auf Rafah hätte katastrophale Folgen für die Zivilbevölkerung / CARE fordert sofortigen Waffenstillstand, uneingeschränkten Zugang für humanitäre Hilfe und Freilassung aller Geiseln

Bonn (Care). Angesichts der sich ausweitenden Militäroffensive auf Rafah im südlichen Gazastreifen, wo derzeit 1,5 Millionen Menschen unter katastrophalen Bedingungen leben, fordert die Hilfsorganisation CARE einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand.

In Rafah und in Gaza: Die Zivilbevölkerung muss geschützt werden

Die Zivilbevölkerung in Rafah und im gesamten Gazastreifen muss geschützt werden. Auch das Recht der Menschen, über die Grenzen hinweg Schutz zu suchen, muss gewahrt werden, ebenso wie ihr Recht auf sichere Rückkehr.

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Foto: United Nations Photos | UNRWA

„Die Menschen in Gaza sind erschöpft, hungern und haben keinen sicheren Ort, wo sie hingehen können. Dass eine Offensive trotz monatelanger verzweifelter Bitten um einen Waffenstillstand droht, ist grausam und herzzerreißend“, sagt Hiba Tibi, CARE-Länderdirektorin für die Westbank und Gaza.

Unzählige leiden unter extremen Hunger

Zehntausende Menschen, die in Rafah Zuflucht gefunden haben und bereits unter extremem Hunger, begrenzter Wasserversorgung und monatelanger, wiederholter Vertreibung leiden, haben nun eine immer geringere Überlebenschance.

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Foto: andlun1, via flickr | Lizenz: CC BY-NC 2.0

„Diese Stadt, in der früher etwa 250.000 Menschen lebten, ist zu einem behelfsmäßigen Zufluchtsort für 1,5 Millionen verzweifelte Menschen geworden. Wenn die Welt nicht zusammenkommt, um diesem sinnlosen Blutvergießen jetzt ein Ende zu setzen, wird uns das Schweigen, das darauffolgt, für immer verfolgen“, warnt Tibi.

Forderungen an Regierungschefs

CARE fordert die Staats- und Regierungschefs der Welt auf, alle ihnen zur Verfügung stehenden diplomatischen Mittel einzusetzen, um diese Katastrophe abzuwenden. Ein sofortiger und dauerhafter Waffenstillstand ist von entscheidender Bedeutung.

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Foto: Official White House Photo by Joyce N. Boghosian, via

CARE Deutschland verurteilt den brutalen Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober sowie jegliche Gewalt gegen die Zivilbevölkerung durch die Konfliktparteien zutiefst. CARE fordert daher die Freilassung aller Geiseln, die Einhaltung des humanitären Völkerrechts durch alle Konfliktparteien, einen Waffenstillstand, den ungehinderten Zugang von humanitärer Hilfe nach und innerhalb von Gaza sowie die Evakuierung von Kranken und Verletzten.

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Somalia weiter von Hunger bedroht

Somalia CARE Hunger

Sechste ausgefallene Regenzeit in Folge wird prognostiziert. Somalia steht weiterhin an der Schwelle zu einer Hungerkatastrophe.

Bonn (CARE). In Somalia steht den Menschen die sechste ausfallende Regenzeit bevor. Trotz zahlreicher Hilfsappelle droht weiterhin eine Hungersnot, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Finanzielle Mittel müssen dringend aufgestockt werden, um Menschenleben zu retten. Zwischen Januar und März 2023 werden voraussichtlich 6,3 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein – das sind 2,2 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor.

„Diese Prognosen sollten uns als Warnung dienen: Ohne zusätzliche Mittel werden die steigenden Bedürfnisse die humanitäre Hilfe, die wir vor Ort leisten können, überholen. Deshalb appellieren wir an die Geber und die internationale Gemeinschaft, sofort zu handeln, um eine Hungersnot zu verhindern“, sagt Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland.

Familien in Somalia leiden

Familien leiden seit Jahren unter den Auswirkungen der Dürre, viele Menschen haben ihre Nutztiere und Anbauflächen für Grundnahrungsmittel verloren – ihnen fehlt ihre Existenzgrundlage. Mehr als eine Million Menschen musste auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Weideland ihr Zuhause verlassen – und das in einem Land, das bereits mit 2,9 Millionen eine der höchsten Zahlen an Binnenvertriebenen weltweit aufweist. Weitere Tausende sind in benachbarte Länder wie Kenia geflohen.

„Wir essen nur noch drei oder viermal die Woche, statt dreimal am Tag“, berichtet die 18-jährige Hodan Mohammed. Sie und ihr Mann haben all ihr Vieh verloren und sind in die nächstgrößere Stadt geflohen. Dort erhielten sie mit ihrem 8 Monate alten Sohn, der wegen Unterernährung notfallversorgt werden musste, Hilfe in einem CARE Gesundheitszentrum.

Hilfsorganisation CARE hilft vor Ort

CARE unterstützt 65 Gesundheitseinrichtungen und 86 mobile medizinische Teams in Somalia. Aus jeder einzelnen Einrichtung melden Gesundheitsexpert:innen aktuell steigende Zahlen von Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern mit besorgniserregendem Untergewicht.

Um eine Hungersnot noch zu verhindern, weitet CARE aktuell Gesundheitsdienste, Lebensmittelhilfen sowie die Bereitstellung von Trinkwasser massiv aus. In den letzten sechs Monaten hat CARE mehr als 600.000 Menschen mit Nothilfe erreicht.

Laut dem integrierten Klassifizierungssystem für Ernährungsunsicherheit (IPC) der Vereinten Nationen bildet eine „Hungersnot“ die höchste von fünf Phasen der Ernährungsunsicherheit. Derzeit gilt in einigen Regionen Somalias bereits Phase 4 – „Humanitärer Notfall“. Phase 5 der Hungersnot tritt erst dann ein, wenn trotz humanitärer Hilfe mindestens einer von fünf Haushalten in einem Gebiet vom Hungertod bedroht ist. Der Zweck des IPC besteht nicht darin, verschiedene Grade des Hungers zu klassifizieren oder die „schlimmste Hungersnot“ zu kategorisieren. Vielmehr sollen die IPC-Schwellenwerte Hungerstadien kennzeichnen, um politischen und humanitären Akteuren eine Entscheidungsfindung in Echtzeit zu ermöglichen.