
Humanitäre Einsätze werden gefährlicher. Islamic Relief Deutschland fordert besseren Schutz besonders für lokale Helfer. (iz). Verschwinden Krisen aus den Nachrichten, endet die Not vor Ort nicht. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen arbeiten […]
Nachrichten & Lebensart

Humanitäre Einsätze werden gefährlicher. Islamic Relief Deutschland fordert besseren Schutz besonders für lokale Helfer. (iz). Verschwinden Krisen aus den Nachrichten, endet die Not vor Ort nicht. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen arbeiten […]
IZ+
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.
(iz). In Großbritannien verdichten sich die Hinweise auf eine anhaltende und weit verbreitete Bedrohungslage für Moscheegemeinschaften. Nach Angaben des British Muslim Trust wurden in den zwölf Monaten bis Juli mehr als 70 Angriffe auf Moscheen registriert.
Die dokumentierten Vorfälle reichen von Brandstiftung und Sachbeschädigung über Drohungen und Einschüchterung bis hin zu Gewalt und Online-Hetze. Im Schnitt wurde demnach alle fünf Tage ein Gebäude attackiert.
Besonders häufig betroffen waren London, der Großraum Manchester und die West Midlands, also Regionen mit großen muslimischen Gemeinden und einer besonders hohen Sichtbarkeit islamischer Einrichtungen im öffentlichen Raum.
Foto: East London Mosque
Die Zahlen stehen nicht für ein einzelnes Eskalationsereignis, sondern für einen länger laufenden Trend. Schon für den Zeitraum Juli bis Oktober 2025 hatte der British Muslim Trust 27 Angriffe auf 25 Moscheen in 23 Städten und Gemeinden erfasst. Der Befund zeigt, dass sich die Vorfälle über das Land verteilen und nicht auf wenige Brennpunkte beschränkt bleiben.
In mehreren Fällen wurden religiöse bzw. politische Symbole gezielt eingesetzt, um Moscheen zu markieren und ihre Nutzer einzuschüchtern. Dazu gehörten Kreuze, Flaggen und Parolen, teils kombiniert mit Graffiti, zerstörten Fenstern oder anderen Formen der Verwüstung.
Die Attacken richten sich damit nicht nur gegen Gebäude, sondern zusätzlich Sichtbarkeit und Zugehörigkeit muslimischen Lebens in der britischen Öffentlichkeit.
Auch andere Erfassungsstellen zeichnen ein ähnliches Bild. Tell MAMA, eine Meldestelle für anti-muslimische Vorfälle, meldete für Juni bis September 2025 mehrere Angriffe auf Moscheen und islamische Einrichtungen.
Zusammen mit den Daten des British Muslim Trust ergibt sich ein Muster, das auf eine breiter werdende Islamfeindlichkeit schließen lässt.
Foto: imago images, ZUMA Press Wire
Die Debatte darüber wird in Großbritannien inzwischen nicht nur als Sicherheitsfrage geführt, sondern auch als gesellschaftliche und politische Frage: Welche Wirkung haben öffentliche Diskussionen über Migration, Krieg im Nahen Osten, Populismus und nationale Identität auf das Klima im Land?
Die Vorfälle an Moscheen liefern darauf keine einfache Antwort, aber sie zeigen, wie schnell abstrakte Feindbilder in konkrete Gefahr für Gemeinden übergehen können.
Die Regierung verweist auf einen Ausbau des Schutzes. Für das Haushaltsjahr 2026/27 stellte London bis zu 40 Mio. Pfund für ein Sicherheitsprogramm bereit; insgesamt sind 73,4 Mio. für den Schutz religiöser Einrichtungen vorgesehen.
Gefördert werden unter anderem Wachpersonal, Kameras, Zäune, Alarmanlagen und Beleuchtung. Die Mittel sind nicht neu, aber sie markieren die Anerkennung eines Problems, das sich längst nicht mehr wegverwalten lässt. Gerade nach einer Serie von Angriffen wird der Ruf nach sichtbarer Prävention lauter.
Foto: A. Kaziliunas | Shutterstock | Lizenz: Shutterstock
Verbände und Moscheegemeinden halten dennoch dagegen, dass der Schutz im Alltag oft nicht ankommt. Kritisiert wird vor allem, dass Förderanträge aufwendig seien und manche Gemeinden erst nach einer Attacke überhaupt Zugang zu staatlicher Hilfe erhielten.
Für kleine Moscheen, die oft ehrenamtlich organisiert sind, bedeutet das eine doppelte Belastung: Sie müssen nicht nur mit Angriffen leben, sondern auch mit einer Schutzlogik, die auf den Ernstfall statt auf Vorbeugung ausgerichtet ist. In der Folge wächst in vielen Gemeinden das Gefühl, allein gelassen zu werden.
Der Fall zeigt damit mehr als eine Serie von Übergriffen. Er macht sichtbar, wie sich antimuslimische Ressentiments in einem hoch entwickelten europäischen Staat in räumlich und symbolisch aufgeladene Angriffe übersetzen. Moscheen sind in diesem Zusammenhang nicht nur Gebetsstätten, sondern auch Marker sozialer Zugehörigkeit.
Wer sie angreift, zielt deshalb auf mehr als Eigentum. Er attackiert Präsenz, Normalität und das Recht muslimischer Bürger, den öffentlichen Raum ohne Angst zu nutzen.
Dass die Behörden inzwischen mit höheren Mitteln reagieren, ändert daran zunächst wenig: Entscheidend bleibt, ob aus Ankündigungen tatsächlich verlässlicher Schutz wird.
Den Preis von Gewalt sehen nur wenige: Warum der Iran‑Krieg unser Ernährungssystem erschüttert – und häuslicher Missbrauch ökonomische Folgen hat. (iz). Der Blick auf den Irankrieg richtet sich auf Raketen […]
IZ+
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.
BERLIN (IZ). CLAIM verweist in einem aktuellen Überblick auf mehrere tausend dokumentierte antimuslimische Vorfälle innerhalb eines Jahres. Erfasst werden nicht nur Angriffe auf Moscheen und muslimische Einrichtungen, sondern auch Beschimpfungen im Alltag, Benachteiligung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt sowie Hass und Verschwörungserzählungen im Netz. Die Dunkelziffer gilt als deutlich höher, weil viele Betroffene Vorfälle aus Angst, Scham oder mangelndem Vertrauen in Behörden gar nicht melden. Die Organisation kritisiert, dass das Thema häufig nur selektiv thematisiert wird – etwa nach spektakulären Anschlägen, während strukturelle Diskriminierung und die Erfahrungen im Schatten des Alltags unsichtbar bleiben. Für muslimische Organisationen ist die Datensammlung zugleich ein wichtiges Instrument, um zu zeigen: Es geht nicht um Einzelfälle, sondern um ein Muster.

Foto: DABLJU/Adobe Stock
BERLIN (IZ). Die politisch motivierte Kriminalität hat im Jahr 2025 ein Rekordniveau erreicht: ca. 86.000 Delikte wurden erfasst – so viele wie nie zuvor seit Einführung der Statistik. Die Spannbreite reicht von Propagandadelikten und Bedrohungen bis zu Körperverletzungen und schweren Angriffen, die aus rechten, linken oder religiös-extremistischen Motiven begangen werden. Behörden warnen, dass insbesondere rechtsextreme Netzwerke Gewalt strategisch einsetzen, um die Gesellschaft zu polarisieren.
BERLIN (IZ). In Berlin ist ein 44-jähriger Mann zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er in einer E-Mail Muslimen den Tod wünschte und die Senatorin Franziska Giffey massiv beleidigte. Die Nachricht war kein Einzelfall, sondern steht exemplarisch für einen digitalen Alltag, in dem Politikerinnen und Muslime regelmäßig Zielscheibe von Hass werden. Das Gericht wertete die E-Mail als Volksverhetzung und öffentliche Aufforderung zu Straftaten; die verhängte Geldstrafe von 2.250 Euro soll deutlich machen, dass solche „Entgleisungen“ nicht unter Meinungsfreiheit fallen.
Foto: U. J. Alexander/Adobe Stock
BERLIN (IZ). Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus hat für 2025 einen neuen Höchststand von 2.076 antiziganistischen Vorfällen registriert – ein Plus von rund 24 %. Besonders häufig erleben Sinti und Roma Diskriminierung im Kontakt mit staatlichen Stellen: 428 Fälle betreffen Behörden, in 29 % der dokumentierten Vorfälle seien Polizisten involviert. Neben Stereotypisierungen und Herabwürdigungen, die mit 1.193 Fällen den größten Block bilden, verzeichnet MIA 55 körperliche Angriffe und acht Fälle extremer Gewalt.
FRANKFURT (IZ). Am 12. und 13. Juni fand der Fachkongress der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft (AIWG) statt, zu dem Forschende, Studierende, Pädagogen und Vertreter muslimischer Organisationen zusammenkamen. In Panels und Workshops ging es um die Rolle islamischer Theologie an deutschen Universitäten, Fragen religiöser Autorität, muslimische Wohlfahrtsarbeit sowie um neue Formate von Bildung für Kinder und Jugendliche. Diskutiert wurde auch, wie sich muslimische Lebensrealitäten in Lehrplänen, Medien und Politik besser abbilden lassen.

Foto: Jean-Luc, Adobe
GÖTTINGEN (IZ). Die Gesellschaft für bedrohte Völker warf der Bundesregierung vor, bei China-Reisen Menschenrechte systematisch auszuklammern. Anlass war der Besuch von Wirtschaftsministerin Reiche in Peking, bei dem weder die Verfolgung der Uiguren in Xinjiang noch Zwangsarbeit und Unterdrückung von Minderheiten thematisiert worden seien. Damit setze sie die Linie von Kanzler Merz fort, der bereits im Februar ohne öffentliche Menschenrechtsforderungen nach China gereist war.
KASSEL (IZ). Die Stadt reagiert auf die wachsende Nachfrage nach muslimischen Bestattungen und richtet auf dem Hauptfriedhof zusätzliche Grabfelder ein. Die erweiterten Flächen sind nach Mekka ausgerichtet, erfüllen die für muslimische Beerdigungen relevanten religiösen Vorgaben und sollen über Jahre hinweg zusätzliche Kapazität schaffen. Für die lokale Community ist das mehr als ein verwaltungstechnischer Akt. Viele Familien standen bislang vor der Entscheidung, ihre Verstorbenen ins Herkunftsland zu überführen, obwohl die Kinder und Enkel längst in Deutschland verwurzelt sind.
KREFELD (IZ). In Krefeld sorgt ein Video für große Verunsicherung unter Muslimen: Ein 23-jähriges CDU-Mitglied soll darin sagen, man solle sie „lieber umbringen lassen – so vergasen oder so“ und dabei ausdrücklich auf die Ermordung der Juden Bezug nehmen. Muslimische Vertreter in NRW warnen, solche Entgleisungen blieben nicht ohne Wirkung auf das Sicherheitsgefühl in Gemeinden und Moscheen. Viele fragten sich, wie tief enthemmter Hass inzwischen in der sogenannten politischen Mitte verankert ist und ob Staat und Parteien Muslime wirklich wirksam schützen.
Foto: Andreas Prott, Adobe Stock
KÖLN (KNA). Der Anteil von potenziellen AfD-Wählern ist unter Katholiken und Angehörigen evangelischer Landeskirchen geringer als der Gesamtbevölkerung. Das geht aus einer Yougov-Umfrage im Auftrag der KNA hervor. Die katholische Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatten die AfD mehrfach als für Christen nicht wählbar bezeichnet. Demnach würden 29 % aller Wähler die AfD wählen, wenn Bundestagswahl wäre. Bei den Mitgliedern der katholischen Kirche und der evangelischen Landeskirchen wären es jeweils 24 %. Menschen, die keiner Religion angehören, gaben zu 32 % an, sie wählen zu wollen.
NÜRNBERG (KNA/IZ). In der Bundesrepublik wächst die Zahl der Muslime. Laut einer neuen Hochrechnung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) lebten 2025 6,6 bis 7 Mio. in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt damit zwischen 8,0 und 8,5 %. Gegenüber der letzten (für das Jahr 2019) entspricht dies einem Anstieg um 1,6 bis 1,8 Prozentpunkte. Damals gab das Bamf die Zahl der Muslime mit 5,3-5,6 Mio. an. Ein wichtiger Grund für den Zuwachs sei Zuwanderung , erklärte Anja Stichs, Wissenschaftlerin am Bamf-Forschungszentrum.

Die Gewalttätigkeit hat sich zum Normalzustand der Menschheit ausgebreitet. Supranationale Institutionen und die Politik versagen weithin. (IPS). Dennoch bleiben globale Institutionen durch Vetos und Rivalitäten gelähmt und geben nur hohle […]
IZ+
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

Über die Rohingya und den buddhistischen Nationalismus in Myanmar. (Traversing Tradition). „Buddhistische Extremistenzelle schwört, den Westen mit Ruhe zu überziehen“, lautet eine kürzlich wiederaufgegriffene Schlagzeile des Satiremagazins „The Onion“ aus […]
IZ+
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.
Gewalttätige Extremisten setzen Worte als Waffen ein. Eine neue Studie enthüllt sechs Taktiken, die sie anwenden. (The Conversation). Worte sind mächtige Werkzeuge. Gewalttätige Extremisten wissen das nur zu gut und […]
IZ+
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

(The Muslim News). Mehrere aktuelle Ereignisse in Indien, die an sich erschreckend sind, zeigen zusammen in der Gesamtsumme, dass sich das Land seit dem Amtsantritt von Premier Narendra Modi im Jahr 2014 auf eine alltägliche Akzeptanz von antimuslimischem Hass zubewegt.
Das sind keine zufälligen Tragödien, sondern Warnsignale aus einer Gesellschaft, in der Hassreden zur Routine geworden sind, Gewalt durch den Mob erwartet wird und Verantwortlichkeit immer mehr verschwindet. NGOs wie Human Rights Watch haben das alarmierende Ausmaß der Verfolgung aufgedeckt.
Ein junger Muslim, der in der Diwali-Nacht in Delhi zu Tode geprügelt wurde. Ein Kind, das sich entschuldigen musste, nachdem ein Mob wegen einer Bemerkung über Essen in sein Haus eingedrungen war. Ein ehemaliger Abgeordneter der Regierungspartei, der offen Regierungsjobs für hinduistische Männer verspricht, die „muslimische Mädchen mitbringen“.
Diese Vorfälle ereignen sich in verschiedenen Bundesstaaten, betreffen eine Vielzahl von Akteuren und haben unterschiedliche Auslöser. Dennoch verbindet sie ein unbestreitbarer roter Faden:
Sie werden allein deshalb angegriffen, weil sie Muslime sind, während diejenigen, die diese Übergriffe schüren bzw. begehen, sich oft durch politischen Schutz, die Apathie der Polizei oder einen öffentlichen Diskurs, der von unerbittlicher Entmenschlichung geprägt ist, abgeschirmt fühlen.
Foto: Ananya Bhardwaj, ThePrint
In Indien haben kleinere Provokationen wiederholt tödliche Folgen gehabt, sollten Muslime beteiligt sein, wodurch das tägliche Leben zu einem Minenfeld aus Misstrauen und Gefahr geworden ist. Der Mob wird immer dreister, sobald Hass mit Schweigen belohnt wird. Wenn diejenigen, die für Gerechtigkeit sorgen sollen, wegschauen, wird Terror zur Routine und Angst zu einem ständigen Begleiter.
Der frenetische Jubel der Menge unterstreicht, wie beunruhigend normalisiert solche abscheuliche Rhetorik geworden ist. Das sind keine Randphänomene, sondern bspw. gewählte Amtsträger, die öffentliche Autorität ausüben und eine Sprache des Hasses sprechen, die unzählige andere ungestraft wiederholen.
Die Werte der indischen Verfassung und mehrere Artikel versprechen allen Bürgern gleichen Schutz. Die Realität steht jedoch zunehmend im Widerspruch zu diesen Zusagen. Die Rhetorik der hinduistischen Nationalisten, die einst nur eine Randerscheinung war, hat sich in die Mainstreampolitik eingeschlichen, wird durch soziale Netzwerke verstärkt und findet bei Kundgebungen und an Straßenecken lauten Widerhall.
Foto: Talakdar David, Shutterstock
Islamfeindliche Angriffe auf Muslime folgen mittlerweile einem düsteren, vorhersehbaren Muster. Eine kleine Auseinandersetzung oder ein harmloser Beitrag in den sozialen Medien kann eine Konfrontation auslösen, die schnell eskaliert, wenn sich oft mit organisierten extremistischen Gruppen verbundene Mobs mit alarmierender Geschwindigkeit mobilisieren.
Diese Übergriffe werden gefilmt und online geteilt, wodurch Gewalt zu einem Spektakel wird, das ganze Gemeinschaften einschüchtern soll. Unterdessen reagiert die Polizei träge, zweideutig oder offen voreingenommen, und das allgemeine politische Klima belohnt, entschuldigt bzw. ignoriert die Täter oft.
Dies ist kein zufälliges Chaos. Es handelt sich um einen sorgfältig gepflegten Kreislauf, der durch Schweigen an der Spitze, Komplizenschaft in der Mitte und aktive Beteiligung an der Basis aufrechterhalten wird.
In diesem riesigen Staat mangelt es nicht an Gesetzen gegen Hassreden, Körperverletzung, Entführung oder Aufruf zur Gewalt. Was fehlt, ist der politische Wille, diese Rechte gleichermaßen durchzusetzen. Der selektive Einsatz des Apparats, der ein verletztes muslimisches Kind anklagt, während Extremisten ihre Drohungen live streamen, untergräbt nicht nur die Rechte von Minderheiten, sondern auch die Legitimität seines Justizsystems.
Sudan-Expertin von Amnesty International Martina Liedke im Gespräch über Hintergründe und Rechtsbrüche im Sudankrieg. (iz). Seit April 2023 tobt der blutige Sudankrieg zwischen den Streitkräften und den RSF-Milizen. Nachdem beide […]
IZ+
Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.
Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.
Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.
* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

(iz). Ein aktuelles Feature des Nachrichtensenders Sky News dokumentiert die dramatischen Ereignisse rund um die sudanesische Stadt El Faschir, die am 26. Oktober nach monatelanger Belagerung durch die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) fiel.
Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen sind über 60.000 Menschen verschwunden, während etwa 200.000 Bewohner offenbar als Geiseln von RSF-Kämpfern in der Stadt festgehalten werden.
Die Reportage rekonstruiert mittels Videoanalysen und Zeugenaussagen das Schicksal vieler Geflüchteter, die bei ihrem Fluchtversuch systematisch aufgegriffen, getrennt und teils hingerichtet wurden.
Besonders verstörend ist die Berichterstattung über Massaker in provisorischen Gefangenenlagern: Einige Überlebende berichten davon, dass RSF-Militante willkürlich Menschen auswählten und vor den Augen ihrer Familien exekutierten, während die Hinterbliebenen die Toten anschließend selbst beerdigen mussten.
Berichte von Aktivisten und Überlebenden, die teils durch Plattformen wie Avaaz und lokale Widerstandskomitees nach außen gelangen, schildern Massenexekutionen, Vergewaltigungen und Plünderungen.
Frauen und Kinder flohen oft zu Fuß in das 80 Kilometer entfernte Tawila, wo Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen die Ankommenden versorgen – viele schwer traumatisiert, mehrfach misshandelt und vom Hungertod bedroht.

Foto: vantortech/X
Satellitenaufnahmen bestätigen, dass in der Umgebung von Geurnei und in der Nähe von Schulgebäuden neue Gräber entstanden sind. Hochrangige Offiziere der sudanesischen Armee sicherten sich vor der Einnahme den eigenen Rückzug – mehr als 100 Fahrzeuge brachten Militärs und Politiker außer Gefahr, während eventuell zurückgebliebene Soldaten und Zivilisten ihrem Schicksal überlassen wurden.
Der kommandierende General der SAF, Abdel Fattah Al Burhan, rechtfertigt den Abzug mit der Absicht, noch größere Zerstörung durch die anhaltenden Angriffe zu verhindern. Dennoch berichten Soldaten und Flüchtlinge von Chaos und fehlender Koordination während der Räumung, was zu weiteren Opfern und zur völligen Übermacht der RSF in der Stadt führte.
Die Dokumentation von Sky News verwertet mehrere Augenzeugenberichte und Bildmaterial, um das ganze Ausmaß der Gewalt und der Strategie der RSF zu zeigen.
Der Bericht liefert eine minutiöse Rekonstruktion von Fluchtwegen, Geiselnahmen und Strafaktionen gegen die Zivilbevölkerung, unterstreicht aber auch die Überforderung und fehlende Abstimmung der regulären sudanesischen Streitkräfte.
Parallel zu den lokalen Machtkämpfen thematisiert Sky News zudem die internationalen Dimensionen des Konflikts – etwa die mutmaßliche militärische Unterstützung der RSF durch die Vereinigten Arabischen Emirate und die Genozid-Vorwürfe der US-Regierung gegen die RSF.

Foto: Henry Wilkins/VOA | Lizenz: gemeinfrei
Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, sudanesische Aktivisten und internationale Institutionen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) haben die Entwicklungen in der Stadt und die daraus resultierende humanitäre Katastrophe scharf verurteilt und dokumentiert.
Laut Berichten von Human Rights Watch und Amnesty International zeigen Augenzeugenberichte und Videomaterial systematische Muster extremer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung – darunter Massenerschießungen, sexualisierte Verbrechen, gezielte Angriffe auf medizinische Einrichtungen, Märkte und Fluchtkorridore sowie ethnisch motivierte Gewalt durch RSF-Kämpfer.
UN-Organisationen, darunter das UN-Menschenrechtsbüro und UNICEF, sprechen von einer massiv verschärften Notlage. Die Vereinten Nationen fordern eine unabhängige Untersuchung aller mutmaßlichen Kriegsverbrechen und betonen Berichte über Massenexekutionen, Vergewaltigungen und Entführungen, deren Gesamtausmaß wegen der Kommunikationsblockade schwer zu erfassen ist.
Das UN-Kinderhilfswerk warnte, dass Zehntausende Kinder in Al Faschir schwerwiegenden Rechtsverletzungen und Hunger ausgesetzt sind; viele seien entführt, verstümmelt oder sogar getötet worden.
Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen berichten, dass Überlebende aus der Region medizinisch behandelt und schwere Traumata registriert wurden. Viele Geflüchtete seien auf der Flucht weiter Gewalt und Ausbeutung durch Bewaffnete ausgesetzt.
Foto: Islamic Relief Deutschland
Das IKRK hob jüngst die erschütternde Parallele zur Massengewalt vor 20 Jahren in Darfur hervor und schildert die Lage als „erschreckend“. Zehntausende Menschen seien aus Al Fashir geflohen, doch noch wesentlich mehr wären in der Stadt gefangen und hätten keinen Zugang zu Wasser, Nahrung oder medizinischer Versorgung.
Angesichts dieser Situation forderten viele Akteure – darunter der Weltrat der Kirchen und zahlreiche Stimmen aus dem Sudan – dringend Zugang für humanitäre Helfer, Evakuierungskorridore und ein sofortiges Ende der Gewalt gegen die schutzlose Bevölkerung.
Ebenfalls alarmierende Schilderungen kommen von sudanesischen Aktivisten und Lokaljournalisten, die von bewussten ethnischen Säuberungen berichten. RSF-Kämpfer würden gezielt Männer von Frauen und Kindern trennen; zahlreiche Zeugen beschreiben regelrechte Hausdurchsuchungen, massive Plünderungen und Strafmaßnahmen gegen bestimmte Volksgruppen.
Aktivisten schildern, dass Versuche, Überlebende zu retten, teils mit Waffengewalt beantwortet wurden. Die Position der sudanesischen Exilregierung ist deutlich: Ministerpräsident Kamil Idris forderte nachdrücklich, sämtliche von der RSF begangenen Gräueltaten international zu verfolgen und die Miliz als Terrororganisation einzustufen.
Insgesamt bestätigt das breite Material der weltweiten Zivilgesellschaft, dass in und um El Faschir systematische, schwerste Menschenrechtsverbrechen verübt wurden und weiterhin werden. Alle angesprochenen Quellen rufen die Weltgemeinschaft zum Handeln und zur Rettung der eingeschlossenen Bevölkerung auf.
| Cookie | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| __cf_bm | 30 minutes | Wird von unserem Betreiber Cloudflare gesetzt, um automatisierte Zugriffe von echten Besuchern zu unterscheiden. Der Cookie enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den sicheren Betrieb der Website erforderlich. |
| __stripe_mid | 1 year | This cookie is set by Stripe payment gateway. This cookie is used to enable payment on the website without storing any patment information on a server. |
| __stripe_sid | 30 minutes | This cookie is set by Stripe payment gateway. This cookie is used to enable payment on the website without storing any patment information on a server. |
| acadp_rand_seed | 1 day | Wird ausschließlich im Anzeigenmarkt gesetzt. Der Cookie enthält nur eine Zufallszahl, die die Reihenfolge einer Anzeigenliste über mehrere Blätterseiten hinweg stabil hält. Sie ist keiner Person und keinem Gerät zugeordnet und wird nicht weiterverarbeitet. |
| cookielawinfo-checkbox-advertisement | 1 year | Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Advertisement" category . |
| cookielawinfo-checkbox-analytics | 1 year | Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Analytics" category . |
| cookielawinfo-checkbox-functional | 1 year | The cookie is set by GDPR cookie consent to record the user consent for the cookies in the category "Functional". |
| cookielawinfo-checkbox-necessary | 1 year | Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Necessary" category . |
| cookielawinfo-checkbox-non-necessary | 1 year | Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to record the user consent for the cookies in the "Non-necessary" category . |
| cookielawinfo-checkbox-others | 1 year | Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to store the user consent for cookies in the category "Others". |
| cookielawinfo-checkbox-performance | 1 year | Set by the GDPR Cookie Consent plugin, this cookie is used to store the user consent for cookies in the category "Performance". |
| CookieLawInfoConsent | 1 year | CookieYes sets this cookie to record the default button state of the corresponding category and the status of CCPA. It works only in coordination with the primary cookie. |
| m | 2 years | Stripe sets this cookie for fraud prevention purposes. It identifies the device used to access the website, allowing the website to be formatted accordingly. |
| PHPSESSID | session | This cookie is native to PHP applications. The cookie is used to store and identify a users' unique session ID for the purpose of managing user session on the website. The cookie is a session cookies and is deleted when all the browser windows are closed. |
| woocommerce_cart_hash | session | Wird von WooCommerce gesetzt, sobald sich etwas im Warenkorb befindet. Der Cookie enthält eine Prüfsumme des Warenkorbinhalts, damit zwischengespeicherte Seiten den richtigen Warenkorbstand anzeigen. Er enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den Betrieb des Warenkorbs erforderlich. |
| woocommerce_items_in_cart | session | Wird von WooCommerce gesetzt, sobald sich etwas im Warenkorb befindet. Der Cookie enthält nur den Wert 1 und teilt der Website mit, dass der Warenkorb nicht leer ist. Er enthält keine Angaben zu Ihrer Person und ist für den Betrieb des Warenkorbs erforderlich. |
| wp_woocommerce_session_* | 2 Tage | Wird von WooCommerce gesetzt und verbindet Ihren Browser mit der zugehörigen Warenkorb- und Bestellsitzung auf dem Server. Der Cookie enthält eine Kennung und eine Prüfsumme, keine Bestell- oder Zahlungsdaten. Er ist für Warenkorb und Kasse erforderlich. Laufzeit 2 Tage, bei angemeldeten Kunden 7 Tage. |
| Cookie | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| CONSENT | 2 years | YouTube sets this cookie via embedded youtube-videos and registers anonymous statistical data. |
| Cookie | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| NID | 6 months | NID cookie, set by Google, is used for advertising purposes; to limit the number of times the user sees an ad, to mute unwanted ads, and to measure the effectiveness of ads. |
| yt-remote-connected-devices | never | YouTube sets this cookie to store the video preferences of the user using embedded YouTube video. |
| yt-remote-device-id | never | YouTube sets this cookie to store the video preferences of the user using embedded YouTube video. |