Referendum in Zentralafrika – Fragiler Friede in Gefahr

Zentralafrika: Der Präsident galt als Hoffnungsträger – bis er den russischen Wagner-Söldnern die Tür öffnete und selbst zunehmend autoritär wurde.

13.07.2023 Markus Schönherr 3 Min. Lesezeit
zentralafrika

Foto: <a href=http://en.kremlin.ru/>Kremlin Pool</a>, via Wikimedia Commons | Lizenz: a href=https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en>CC BY 4.0</a>

Bangui/Pretoria (KNA). Weil das Grundgesetz nicht mehr die „Sehnsüchte der Bürger widerspiegelt“, will der Präsident der Zentralafrikanischen Republik über eine neue Verfassung abstimmen lassen. Nebeneffekt: Die demokratische Uhr würde dadurch auf null zurückgestellt

Das könnte Faustin-Archange Touadera eine umstrittene dritte Amtszeit einbringen. Bereits jetzt bedroht die für 30. Juli geplante Abstimmung den fragilen Frieden in dem ehemaligen Bürgerkriegsland.

Zentralafrikanische Republik: Vom Hoffnungsträger zum autoritären Politiker

2013 sorgte das bis dahin wenig beachtete Land im Herzen Afrikas weltweit für Schlagzeilen, als die muslimische Rebellenallianz Seleka den damaligen Diktator Francois Bozize stürzte. Anti-balaka, eine überwiegend christliche Bürgerwehr, holte zum Gegenschlag aus. Der religiöse Krieg, der daraufhin entbrannte, stürzte das Land ins Chaos. Tausende Menschen starben.

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