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Positive Bilanz gezogen. Dieses Jahr nahmen 25.000 an „Speisen für Waisen“ teil

speisen für waisen

(IRD/IZ). „Gemeinsam essen, gemeinsam helfen“ – unter diesem Motto ging die größte bundesweite Spendenaktion der Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland erfolgreich zu Ende. Fast 230.000 € konnten für bedürftige Waisenkinder weltweit […]

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Islamic Relief Deutschland: Winterhilfe rettet Leben

Köln (IRD). Mit dem Wintereinbruch in Deutschland startet die Hilfsorganisation Islamic Relief Deutschland ihren jährlichen Winterhilfeaufruf. Die wärmende Hilfe in Form von Kleidung, Decken und Heizgeräten wird in diesem Jahr mehr Menschen erreichen denn je. Hunderttausende Menschen in 17 Ländern – darunter Afghanistan, Nepal, Syrien, Pakistan und Jemen – stehen im Fokus der diesjährigen Winterhilfe.

Die kalte Jahreszeit bedeutet besonders für Menschen in Not große Herausforderungen und den täglichen Kampf ums Überleben. Ob aufgrund bewaffneter Konflikte, Armut, der unmittelbaren Folgen des Klimawandels oder von Naturkatastrophen: Menschen weltweit leben in Unterkünften, die keinen Schutz vor Kälte und Nässe bieten. So auch die 43-jährige Um Ibrahim, die mit ihren fünf Kindern in einem Lager für Binnenvertriebene in Syrien lebt. 

„Der Winter bedeutet für uns wegen des sintflutartigen Regens und des Schnees eine jährliche Katastrophe. Das Regenwasser sickert in unser Zelt“, sagt Um Ibrahim. Sie erzählt: „Einmal überflutete das Wasser unser Zelt und wir mussten in das Zelt unseres Nachbarn ziehen, bis es trocken war. Unser Zelt war etwa zwei Jahre lang zerrissen. Ich musste es täglich nähen und versuchen, es immer wieder zu reparieren, da wir uns kein neues leisten können.“

Für die Mutter von fünf Kindern ist es eine ständige Sorge, ihre Kinder warm zu halten. „Meine Kinder und ich frieren sehr. Ich bin alleinerziehend in der Familie, deshalb können wir nicht immer die Heizung aufdrehen. Weil wir uns kein Brennholz leisten können, gehen wir auf den nah gelegenen Berg, um ein paar Äste zu suchen, die wir zum Heizen verwenden können. Wir haben sehr gelitten. Wir haben Plastikmüll zum Heizen verbrannt und der schädliche Rauch ist in unsere Körper eingedrungen“.

Als humanitäre Hilfsorganisation stellt Islamic Relief Um Ibrahim Heizmaterial zur Verfügung, mit dem sie im Winter täglich heizen kann. „Meine Kinder können sich jetzt in dieser rauen Jahreszeit warm und wohl fühlen. Wir sind sehr glücklich über das Heizmaterial“, berichtet sie erleichtert. Millionen Menschen wie Um Ibrahim leben in Afghanistan, Bangladesch, Pakistan, Syrien und Jemen sowie in vielen weiteren Ländern ohne ein sicheres Dach über dem Kopf – ob in informellen Siedlungen, Lagern für Geflüchtete oder im Freien.

Winterhilfe schützt Leben: Circa 800 Millionen Menschen weltweit leben in extremer Armut

Wie Um Ibrahim leben Millionen weitere Menschen in Armut. Angesichts steigender Energie- und Lebensmittelpreise und den globalen Folgen der COVID-19 Pandemie, werden weiterhin immer mehr Menschen in die Armut gedrängt. Laut Schätzungen der Weltbank von April könnte bis Ende 2022 die Anzahl der Menschen, die in extremer Armut leben, auf 860 Millionen Menschen ansteigen. 

Nach Angaben des Welthunger-Index (WHI) waren mindestens 828 Millionen Menschen im Jahr 2021 von Hunger betroffen und unterernährt. Laut WHI 2022 gibt es in den letzten Jahren weltweit kaum Fortschritte bei der Bewältigung von Hunger. Dem globalen NGO-Netzwerk ICVA zufolge werden bis Ende 2022 voraussichtlich mindestens 222 Millionen Menschen in 53 Ländern von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sein und dringend Hilfe benötigen. 

Für die betroffenen Menschen bedeuten die sinkenden Temperaturen und das raue Wetter einen immer härteren Kampf um Nahrung, Wärme und Sicherheit – einen Kampf ums Überleben. Deswegen ist die gezielte Winterhilfe von Hilfsorganisationen wie Islamic Relief wirksam.

„Eine warme Jacke, eine Decke oder Heizmaterial bieten lebenswichtige Wärme, die jeden Tag ein Leben erleichtert und schützt. Mit unserer Winterhilfe möchten wir vor allem den alltäglichen Kampf mit Kälte und Nässe für Hunderttausende von Menschen erleichtern. Ob in Afghanistan, in Bosnien, Syrien oder im Jemen – Wärme kann Menschenleben retten, Krankheiten verringern und eben auch Hoffnung geben. Und Hoffnung kann Zuversicht schaffen, in der kleinen wie großen Not“, betont Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.

Im letzten Jahr konnte das weltweite Islamic Relief Netzwerk mit ihrer Winterhilfe für mehr als 435.000 Menschen in 17 Ländern Winterkits zur Verfügung stellen. Die Winterkits enthalten lebenswichtige Artikel wie warme Kleidung, Decken, Heizgeräte und Lebensmittel. In diesem Winter sind mehr Menschen in Not als je zuvor. Deswegen wird Islamic Relief in diesem Jahr die Winterhilfe weiter aufstocken.

Auch in diesem Jahr kommen die Spenden Kindern, Frauen und Männern in den folgenden 17 Ländern als Sachspenden zugute: Afghanistan, Albanien, Bangladesch (bengalische Menschen und zwangsvertriebene Menschen aus Myanmar), Bosnien, Jemen, Jordanien, Kosovo, Libanon, Myanmar, Nepal, Nordmazedonien, Pakistan, Palästina (Gaza), Syrien, Tschetschenien, Türkei (geflüchtete und einheimische Menschen) und Tunesien. Teams von Islamic Relief verteilen vor Ort Decken, Winterkleidung, Zelte, Nahrungsmittel und Heizkörper an Menschen, unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten und Bedürfnisse.

Weiter Informationen unter: https://www.islamicrelief.de/winterhilfe/

Laut Islamic Relief Deutschland wurden 2,6 Millionen Menschen in Not erreicht

islamic relief

Köln (IRD). Islamic Relief Deutschland feiert dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum als humanitäre Hilfsorganisation. Im Jahresbericht 2020 stellt der Kölner Verein in einem Rückblick besondere Nothilfe und Entwicklungsprogramme vor und präsentierte den jährlichen Finanzbericht. Die Spenden und Fördermittel erreichten im Pandemiejahr über 23 Millionen Euro, einen neuen Höchstwert seit der Gründung des gemeinnützigen Vereins 1996.

„Der Jahresbericht 2020 bedeutet für uns mehr als ein erfolgreiches Geschäftsjahr als Hilfsorganisation. Es markiert für uns fast 25 Jahre humanitäre Arbeit für und mit Menschen in Not, auf die wir sehr stolz sind. Durch unsere Projekte der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, haben wir allein im letzten Jahr über 2,6 Millionen Menschen erreicht. Ob im Einsatz gegen Hunger, für medizinische Versorgung oder gegen die Auswirkungen der Klimakrise: Wir streben stets nach Ganzheitlichkeit und Transparenz unserer Hilfe. Sei es in Afghanistan, im Jemen oder hier in Deutschland, wir stehen solidarisch an der Seite schutzbedürftiger Menschen“, erklärte Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.

29 Nothilfemaßnahmen für Menschen in Not: Jemen, Südsudan, Syrien

Die Lage schutzbedürftiger Menschen, die von Hunger, Krieg und Naturkatastrophen betroffen sind, wurde durch COVID-19 und den damit verhängten Maßnahmen weltweit verschlimmert. Islamic Relief Deutschland gab 2020 knapp 2,3 Millionen Euro für Nothilfeprojekte aus und reagierte auf Krisen wie Hunger, Dürren und Überschwemmungen in der Welt. Der Fokus lag auf Nothilfe für den Gesundheitssektor, insbesondere für Menschen im Jemen und Syrien, die von Krieg und Vertreibung betroffen sind.

Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 und zur Sensibilisierung für das Virus standen zudem in Äthiopien, Gaza und Südsudan im Fokus. Schutzbedürftige Menschen in Bosnien und im Südsudan oder syrische Geflüchtete in Jordanien erhielten Hygieneartikel. In Albanien und im Gaza-Streifen unterstützte Islamic Relief Familien mit Lebensmitteln. Durch gezielte Winterhilfe konnten Menschen in Afghanistan, Jordanien, Myanmar und im Libanon vor der Kälte des Winters geschützt werden.

5,7 Millionen Euro für ganzheitliche Entwicklungsprojekte und Waisenkinder

Das 1:1-Waisenpatenschafts-Programm unterstützte mit 4,3 Millionen Euro im Jahr 2020 insgesamt 9988 Waisenkinder durch Bildung und Nahrung in 28 Ländern. Mit über 1,4 Millionen Euro wurden zudem 21 Entwicklungsprojekte in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Sanitär, Katastrophenvorsorge und psychosoziale Unterstützung sowie Bildung und Einkommenssicherung umgesetzt. In Pakistan ging das Projekt zur Förderung von Straßenkindern in die zweite Phase. Und in Mali und Südafrika setzte sich Islamic Relief Deutschland für den Schutz und die soziale und wirtschaftliche Förderung von Frauen ein.

In Koulikoro in Mali arbeitete Islamic Relief mit 40 Glaubens-und Gemeindeführenden zusammen, um sie für Kinder- und Frauenrechte zu sensibilisieren. Hierbei stand besonders das Wissen um die Gefahren weiblicher Genitalverstümmelung/-beschneidung (FGM/C) im Vordergrund. Mehr als 370 Mädchen konnten dadurch vor der grausamen und gesundheitsgefährdenden Praxis bewahrt werden. Und über 600 Kinder wurden vor Kinderarbeit und Zwangsehe geschützt.

Inlandsaktivitäten 2020: Das „Muslimische SeelsorgeTelefon“ und Aktivitäten

In Deutschland führten die Ehrenamtlichen beim „Muslimische Seelsorge Telefon“ (MuTeS) 2020 knapp 5.880 Beratungsgespräche durch. Zudem nahm Islamic Relief Deutschland auch 2020 wieder an themenbezogenen Konferenzen und wichtigen Aktionen teil: Darunter Demonstrationen für Klimagerechtigkeit, dem Regional Strategy Meeting MENA in Istanbul von Islamic Relief Worldwide und einer Fachtagung zur Katastrophenvorsorge 2020, die vom Deutschen Roten Kreuz organisiert und von Auswärtigen Amt gefördert wurde.

Spendenkampagnen zu Ramadan und Kurban: Fast 1 Million Menschen erreicht

Zum islamischen Fastenmonat Ramadan erreichte die Lebensmittelhilfe von Islamic Relief Deutschland mehr als 175.000 Menschen in 31 Ländern. Mehr als 815.000 Menschen in 29 Ländern wurden durch Spenden zu Kurban mit Fleisch versorgt. Mit den umgesetzten Spenden wurden zu beiden Kampagnen also über 990.000 Menschen, knapp 1 Million, mit Lebensmitteln versorgt. Zudem freuten sich insgesamt mehr als 19.000 Kinder und Jugendliche an den Festtagen über ein Festtagsgeschenk.

„Wir sind dankbar für die erfolgreiche Umsetzung unserer humanitären Hilfe und Entwicklungsprojekte trotz der COVID-19 Pandemie. Wir danken unseren Spenderinnen und Spendern und Gebern für ihr Vertrauen in uns. Auch unseren Helferinnen und Helfern vor Ort möchten wir großen Dank aussprechen. Nur durch sie kommt unsere Hilfe an, nur mit ihnen können wir Menschenleben schützen, trotz aller Herausforderungen. Gemeinsam machen wir weiter“, betonte Nuri Köseli, stellvertretender Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.

Das gesamte Islamic Relief-Netzwerk unterstützte 13 Millionen Menschen in 39 Ländern im Jahr 2020 durch vielfältige Nothilfe- und Entwicklungsprogramme. Als Reaktion auf den Ausbruch der Pandemie und um den Auswirkungen des Virus auf besonders gefährdete Länder zu mildern, beschloss das weltweite Islamic Relief-Netzwerk zudem sofortige Nothilfemaßnahmen in Höhe von 10 Millionen US-Dollar. Im Jemen und Nordsyrien, wo bereits Gesundheits- und Ernährungsprojekte durchgeführt wurden, stärkte Islamic Relief die Kapazität von Gesundheitseinrichtungen. 3,6 Millionen Menschen im Jemen erhielten lebenswichtige Unterstützung und insgesamt 364 lebensverändernde Projekte wurden weltweit gemeinsam umgesetzt.

Mehr Informationen zum Jahresbericht 2020 von Islamic Relief Deutschland unter: https://www.islamicrelief.de/transparenz/jahresbericht/