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Die Dreifache Dimension des Lebens

leben

Alles, was uns im Leben widerfährt, jede noch so kleine Begebenheit oder Situation, ist ein vielschichtiges Geschehen, das sich auf drei Ebenen entfaltet: der weltlichen, der jenseitigen und der Ebene der göttlichen Attribute.

(iz). Diese drei Aspekte sind wie Fäden, die ein komplexes Gewebe des Lebens weben und uns dabei helfen, die tieferen Bedeutungen hinter unseren Erfahrungen zu verstehen.

Der weltliche Aspekt des Lebens

Dies ist die Ebene, die wir am unmittelbarsten wahrnehmen. Hier gelten die Gesetze der Natur und der Gesellschaft. Ursache und Wirkung sind klar definiert und folgen den bekannten physikalischen Gesetzen.

Der jenseitige Aspekt

Hinter jedem Ereignis verbirgt sich eine tiefere Weisheit, eine Lektion, die uns das Leben lehren möchte. Diese Ebene ist oft schwerer zu erkennen, da sie sich unserem rationalen Verstand entzieht. Aus den Überlieferungen des Propheten Muhammed (s) können wir ableiten, dass es z.B. verschiedene Gründe gibt, warum wir bestimmte Situationen erleiden:

1. Sündenvergebung: Gott tilgt mit einem Unheil, einer Krankheit oder einer Krise unsere Sünden.

2. Strafe: In manchen Fällen kann ein Unglück als Strafe für vergangene Taten gedeutet werden.

3. Reifungsprozess: Die Situation dient als Prüfstein, um unseren Charakter zu stärken und uns zu einem reiferen Menschen zu machen.

4. Schutz: Die Situation schützt und bewahrt uns vor einem noch größeren Leid.

Der Aspekt der göttlichen Attribute

Jedes Ereignis ist eine Manifestation oder Reflexion eines oder mehrerer göttlicher Attribute. Alles, was in unserem Leben geschieht, ist letztendlich auf die Eigenschaften Gottes zurückzuführen. Jedes Ereignis, sei es Freude oder Leid, Erfolg oder Misserfolg, ist Ausdruck eines bestimmten göttlichen Attributs.

Wenn wir beispielsweise eine unerwartete Güte erfahren, könnte dies als Manifestation der göttlichen Barmherzigkeit gedeutet werden. Erleiden wir hingegen Unrecht, könnte dies als Ausdruck der göttlichen Gerechtigkeit gesehen werden, die uns dazu auffordert, über unser eigenes Verhalten nachzudenken. Auf diese Weise können wir in jedem Ereignis, selbst in den schwierigsten, einen tieferen Sinn und eine Verbindung zum Göttlichen erkennen. Es ist eine Einladung, über den Tellerrand des Alltäglichen hinauszuschauen und die Welt als Ausdruck göttlicher Ordnung zu verstehen.

Ein Autounfall als Beispiel: Stellen wir uns vor, eine Person verursacht einen Autounfall, weil sie zu schnell gefahren ist. Auf der weltlichen Ebene ist die Ursache klar: Überschreitet man die erlaubte Geschwindigkeit, erhöht sich das Risiko eines Unfalls.

Auf der jenseitigen Ebene könnte der Unfall als eine Möglichkeit dienen, die Person auf die Gefahren des Rasens aufmerksam zu machen und sie dazu zu bewegen, ihr Leben zu ändern. Möglicherweise war der Unfall eine Möglichkeit, vergangene Sünden zu tilgen oder eine Strafe für vergangene Taten. Sie könnte auch eine Chance sein, ein reiferer Mensch zu werden. Es könnte aber auch ein Eingriff sein, um vor noch größerem Unglück zu bewahren. Je nach Kontext könnte es eins oder mehrere dieser Aspekte beinhalten.

Auf der Ebene der göttlichen Attribute könnte dieser Vorfall als Manifestation der göttlichen Gerechtigkeit gedeutet werden, da die Person die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen hat. Gleichzeitig könnte aber auch die göttliche Barmherzigkeit zum Ausdruck kommen, wenn die Person den Unfall überlebt und die Chance erhält, ihr Leben neu zu ordnen.

Fazit

Das Leben ist ein komplexes Gewebe aus Ursache und Wirkung, göttlicher Führung und persönlicher Verantwortung. Indem wir die Ereignisse unseres Lebens unter diesen drei Aspekten betrachten, können wir ein tieferes Verständnis für uns selbst und die Welt gewinnen. Wir erkennen, dass selbst die scheinbar zufälligen Ereignisse unseres Lebens einen Sinn haben und Teil eines größeren Plans sind.

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Was ist Produktivität für uns?

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Es wird immer eine Lücke geben zwischen Wollen und Können geben. Produktivität hängt von Einstellung ab. (iz). Es wird immer eine Lücke geben zwischen dem, was wir tun wollen und […]

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Ein jedes Ding, an dem unsere Herzen hängen, wird am Ende vergänglich sein

(iz). Allah sagt in seinem Noblen Buch: „Oh, ihr Menschen, fürchtet euren Herrn. Gewiss, das Beben der Stunde ist eine gewaltige Sache. An dem Tag, da ihr es seht, wird […]

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Der Qur’an. Rechtleitung für die Gläubigen

„Lies! Im Namen deines Herrn, der erschuf – erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. Lies! Denn dein Herr ist allgütig. Er, der durch die Schreibfeder gelehrt hat – den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.“ (Al-’Alaq, 1-5)
(iz). Dies waren die ersten Worte, die dem Propheten Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Heil schenken, offenbart wurden, wie sie auch der Anfang der letzten aller ­Offenbarungen Allahs an die Menschheit ­waren.

Nach jeder Herabsendung einer Teiloffenbarung wurden die Worte des Qur’an durch den Propheten auswendig gelernt. Daraufhin prägten sich auch die Gefährten die Offenbarung ein und schrieben sie auf Pergament, Steine und Knochen. Zugleich gaben sie die Offenbarung mündlich an andere weiter. Seit mehr als 1.400 Jahren wird der Qur’an durch Wissende an Lernende weitergegeben, seit der Offenbarung über Generationen hinweg, ohne ein einziges Wort oder einen einzigen Buchstaben zu verändern.

Durch das Anhören seiner Rezitation wiederholen die Schüler die Verse, um sie nicht in ihr Gedächtnis, sondern in ihren Herzen einzuprägen. In einer Zeit, in der die Wissenschaft und die Redekunst der arabischen Sprache ihren Höhepunkt erreicht hatte, in der Reime und Prosa um einen hohen Platz auf der Rangliste wetteiferten, konnte sich niemand jemals vorstellen, dass eine Person als Träger der Botschaft in dieser hochwertigen Sprache auserwählt wird, die weder lesen noch schreiben konnte.

Die Sprachqualität des Qur’an ist unvergleichbar und ein klarer Beweis der Macht Allahs. Es sind Stellen vorhanden, in denen die zweifelnden Menschen herausgefordert werden, eine Sure zu schreiben, welche den durch ­Allah offenbarten Suren ähnelt, doch niemals konnte es Ihm jemand gleichmachen, wie es auch zukünftig niemals jemand können wird.

Der Inhalt des Qur’an kann in drei Kategorien aufgeteilt werden: 1.) Verse, die über die Einheit Gottes berichten (Tauhid), 2.) Verse, welche die Geschichten der zuvor gesandten Propheten erzählen (Qisas) und 3.) Verse, die Gesetze und Normen betreffen (Ankam).

Einer der Namen des Qur’an ist das „Dhikr“, „die mahnende Erinnerung“; nicht nur, weil er an sich bereits eine Mahnung bezüglich des Richtigen und des Falschen ist, also über das, was man tun und was man unterlassen sollte, sondern auch, weil durch seine Rezitation, sein Verständnis und durch die Umsetzung seiner Botschaft in die Praxis ein Weg aufgezeigt wird, in dem der Gläubige Allah in seiner gesamten Macht und Erhabenheit zu gedenken vermag. In einem Vers heißt es: „Doch ermahne [weiterhin]; denn sicherlich nützt Ermahnung den Gläubigen.“ (Ar-Rahman, 55)

Das Gedenken Allahs durch das Rezitieren des edlen Qur’an reinigt die Herzen und verleiht dem Geist Ruhe und Gelassenheit, verschafft dem Denkvermögen Klarheit, gesteigerte Aufmerksamkeit und eine Unmenge an Vorteilen. Nichts kann den Qur’an besser beschreiben als der Qur’an selbst. Mit den folgenden Worten spricht der Erhabene darin zu seinem Gesandten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken: „Dieses Buch, daran ist kein Zweifel, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen. Die da glauben an das Verborgene und das Gebet verrichten und von Unserer Gabe spenden; und die da glauben an das, was auf dich herabgesandt wurde und vor dir herabgesandt wurde, und fest auf das Jenseits vertrauen. Diese folgen der Leitung ihres Herrn, und ihnen wird es wohlergehen.“ (Al-Baqara, 2-5)