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„Die Erde wieder großartig machen“

Mehr als 5.000 Waldbrände lodern auf Borneo und Sumatra. Hunderttausende Hektar Kohlenstoffspeicher gehen in Rauch auf. Als Brandstifter gilt die Palmölbranche. Der giftige Smog trieb jetzt viele zun Protest auf die Straße. Von Michael Lenz

Kuala Lumpur (KNA). Aqilah Fairuz ist immer dabei, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. „Ich bin eine Aktivistin“, sagt die 18-Jährige stolz. Ihre simple Botschaft bei dem Klimaprotest am Samstag in Kuala Lumpur hat Fairuz auf ein Stück weiße Pappe geschrieben: „We can make the Earth great again“ – „Wir können die Erde wieder großartig machen“.

Die Studentin mit dem Berufsziel Englischlehrerin trägt als gläubige Muslimin ein schwarzes Kopftuch, das farblich mit der Gesichtsmaske harmoniert. Solche Masken sind in diesen Tagen in Kuala Lumpur ein häufig anzutreffendes Accessoire zum Schutz vor dem giftigen Haze. So wird der von den Waldbränden in Indonesien stammende Smog genannt, der seit Wochen gräulich-gelb und stinkend die Hauptstadt Malaysias und weite Teile des Landes einhüllt.

In Malaysia und Indonesien herrscht die trockene Jahreszeit – für Palmölfirmen und Plantagenbesitzer alle Jahre wieder die perfekte Gelegenheit, Urwälder für die Schaffung neuer Flächen für Plantagen abzufackeln. Aktuell lodern nach Angaben indonesischer Behörden in Kalimantan (dem indonesischen Teil Borneos) und auf Sumatra 5.086 Brandherde. Malaysia ist weltweit nach Indonesien der zweitgrößte Palmölproduzent, und viele der großen malaysischen Palmölfirmen sind in Indonesien aktiv.

Der Haze ist nicht nur das große Thema bei dem Klimastreik der jungen Leute in Kuala Lumpur, er ist in diesem Jahr die Motivation vieler, aktiv zu werden. Wie zum Beispiel der Schuhfabrikant und Musikproduzent Sidweswaran Paramaswaran. Nach den Medienberichten über den Haze, Bildern von durch die Brände umgekommene Orang Utans und der eigenen Erfahrung des krankmachenden Smog sagte sich der 31-Jährige „Genug ist genug“ und startete zwei Tage vor dem weltweiten Klimastreik am Freitag eine Petition auf Change.org.

Darin werden die Regierungen von Malaysia und Indonesien aufgefordert, ein für alle Mal Schluss mit den Bränden zu machen und die Plantagenbesitzer zur Verantwortung zu ziehen. In nur drei Tagen wurde die Petition schon von 10.000 Menschen unterzeichnet. „Wenn wir 100.000 Unterschriften haben, will ich sie den zuständigen Ministern in Malaysia und Indonesien übergeben“, sagt Paramaswaran.

Fast entschuldigend sagt die Studentin Ili Nadiah Dzulfakar: „Unsere Klimademonstration ist nicht so groß wie die in Berlin.“ Sie ist Mitgründerin der Klima Action Malaysia (KAMY), einer der Organisatorinnen der Demo an diesem Samstag mit Ziel Merdeka (Unabhängigkeit) Platz. „Bei der Beantragung der Demo hat die Polizei versucht uns einzuschüchtern“, erzählt die Studentin der Umweltwissenschaft.

„Bei unseren Workshops über Umwelt und Klima sind immer Beamte der Special Branch (Geheimdienst der Polizei) anwesend.“ Es gehe ja um den Raubbau an den Wäldern Malaysias durch die Palmölindustrie und damit um Malaysias wichtigstes Exportgut. „Da ist Kritik unerwünscht“, sagt Dzulfakar. Malaysias katholische Landwirtschaftsministerium Teresa Kok wirft der EU einen „Handelskrieg“ gegen Malaysia vor, nachdem das EU-Parlament im August 2018 beschlossen hatte, bis 2030 die Verwendung von Palmöl für Bio-Kraftstoffe schrittweise zu beenden.

Unterdessen erreichen Grenzwerte für Feinstaub und Ruß in Malaysia höchst ungesunde Höhen. Tausende Schulen wurden in den vergangenen Tagen geschlossen, Atemwegserkrankungen sind um 16 und Bindehautentzündungen um 25 Prozent gestiegen. Cloud seeding – die „Impfung von Wolken“ für künstliche Niederschläge – hat zwar in den vergangenen Tagen in Kuala Lumpur zu einigen Regenfällen geführt, aber ohne großen Erfolg. Wenige Stunden nach den Regengüssen riecht und schmeckt die Luft wieder verbrannt, beginnen die Augen wieder zu tränen.

Für Eugene Chang ist der Klimastreik die erste Demo in seinem jungen Leben. „Greta Thunberg ist meine Inspiration. Meine Eltern waren anfangs skeptisch. Aber inzwischen haben sie akzeptiert, dass ich meine eigene Meinung habe“, sagt der 15-Jährige. Sein konkretes Anliegen: „Schulen müssen endlich den Schutz der Umwelt zum Thema machen. Das ist doch deren Verantwortung.“

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TOM 2019 unter dem Motto „Menschen machen Heimat/en“

Auf dem Vorhof einer Moschee reicht ein Mann mit Schiebermütze einer lächelnden Frau eine Zeitung; weitere Personen stehen daneben, rechts ein Schild mit Rauchverbot auf Türkisch, Deutsch und Englisch.

Köln (ZMD). Das Motto des diesjährigen Tages der Offenen Moschee (TOM) lautet „Menschen machen Heimat/en“ und erhält eine besondere Bedeutung in gesellschaftspolitisch aufgeheizten Zeiten. Das Einstehen für seine Heimat, für […]

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Achtzehn Jahre nach „Nine Eleven“

(iz). Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde der Antiislamismus im globalen Westen Staatsdoktrin. Der Terroranschlag der Al Qaida auf das World Trade Center in New York City, der Hauptstadt der westlichen Welt, wurde für die US-Regierung unter George W. Bush zum Vorwand, erst in Afghanistan, dann in den Irak einzumarschieren. Bis heute ist die Region ein Hort der Instabilität.

Diese Lesart ist heute herrschende Meinung, und zwar links wie recht. Die Linken beklagen das böse, böse Amerika – und spielend dabei, oft ohne sich dessen bewusst zu sein, die Flöte Putins oder Chinas. Die Rechten beklagen den bösen, bösen Islam, schimpfen dabei aber häufig im gleichen Atemzug auch auf die USA, es sei denn, des handelt sich bei ihnen um amerikanische Nationalisten.

Dabei sind beide im Irrtum. In Wahrheit liegen die Dinge viel einfacher: das große Narrativ meiner Generation, dass 1990 der Ost-West-Konflikt zu Ende gegangen sei, ist ein Märchen. 1990 ging der Kalte Krieg zu Ende, aber nicht der Ost-West-Konflikt. Der Ost-West-Konflikt ging über 1990 hinaus, genauso wie er älter ist als 1945 und bereits Mitte des achtzehnten Jahrhunderts mit dem Gegensatz zwischen dem British Empire und dem Russischen Kaiserreich begonnen hatte.

Der Konflikt zwischen den USA und der Sowjetunion war 1989 an einen toten Punkt gelangt. Man stand sich in Berlin, der Hauptstadt der Welt, waffenstarrend gegenüber, und im Ostteil der Stadt gingen die Menschen auf die Straße. Gorbatschow hatte nur zwei Optionen: entweder er gab der Roten Armee in Ostdeutschland den Einsatzbefehl: das hätte sehr wahrscheinlich zu einem Atomkrieg und damit einer Menschheitskatastrophe geführt; oder er zog seine Truppen zurück und entblößte damit die DDR-Staatsführung, die ohne den Rückhalt Moskaus gegenüber dem Westen aufgeschmissen war. Gorbatschow entschied sich für Letzteres, und dafür sind wir ihm noch heute dankbar.

So wie in Berlin vollzogen sich im ganzen Ostblock innerhalb eines Jahres postkommunistische Systemtransformationen. Der Krieg zwischen USA und Sowjetunion entlang des Eisernen Vorhangs durch Europa konnte logisch nicht mehr fortgesetzt werden, ohne in einen Dritten Weltkrieg zu münden, der diese Menschen-Welt wahrscheinlich ausgelöscht hätte.

Aber der Krieg war darum nicht vorbei. Er wurde schlicht verlagert, und zwar in jene Peripherie Europas, die seit je das Herzzentrum der Weltpolitik war: in den Nahen und Mittleren Osten. Dort konnte er mit anderen Methoden, eben „asymmetrisch“ fortgeführt werden. Die USA wussten, dass das nunmehrige Russland versuchen würde, dort Fuß zu fassen, wie es dies bereits seit Katharina der Großen versucht hatte. Also mussten sie ihre Präsenz dort verstärken. Da Amerika aber schlecht die Wahrheit sagen konnte: nämlich dass der Konflikt mit Russland natürlich in die nächste Runde ging und man den alten Feind nun eben im Nahen Osten stellen müsste, erfand man als Vorwand den Islam als Bedrohung.

Der politische Islam als weltpolitische Bedrohung war von Anfang an ein Popanz, nichts weiter. Er wurde quasi offiziell erfunden durch Samuel Huntington, dessen intellektuell wenig anspruchsvolles Buch Clash of Civilizations 1993 die neue Nahostpolitik der USA sanktionierte. Eigentliches Ziel der US-amerikanischen Politik aber war nie der Islam, waren nie die Muslime zwischen Mittelmeer und Indien, sondern Russland, das 1990 in Südasien damit weitermachte, womit es 1989 in Berlin aufgehört hatte.

Die Tragik der westlich-arabischen Beziehungen seit 1990 und insbesondere seit dem 11. September 2001 ist, dass sie auf einem großen Missverständnis beruhen. Es gibt keinen Kampf zwischen westlicher und orientalischer Zivilisation. Die westliche Zivilisation ist aus dem Orient hervorgegangen, und der Orient wurde während des Kalten Krieges durch den Westen vor dem staatlich verordneten Atheismus des Ostblocks beschützt.

Die USA wollten – und mussten – nach 1990 einen Fuß in die orientalische Tür bekommen, um ein Vordringen Russlands und Chinas dort zu verhindern, stellten sich dabei aber propagandistisch dermaßen ungeschickt an, dass heute, achtzehn Jahre nach dem 11. September, alle Welt die Mär vom bösen Amerika und dem bösen Islam glaubt. Die lachenden Dritten in diesem Spiel sind Putin – und China, die eigentliche Weltmacht im Osten, deren früherer Seniorpartner Russland nur mehr ein Schatten seiner selbst ist.

China hat die Nachwehen des Kalten Krieges geschickt ausgenutzt und ein Netz von politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten aufgebaut, wogegen die amerikanische Containment-Strategie im Nahen und Mittleren Osten gescheitert sein dürfte. Die als Sakrileg wahrgenommene Aussage unseres früheren Bundespräsidenten Horst Köhler von den Handelswegen, die wir in Afghanistan beschützten – sie führte bekanntlich zu seinem Rücktritt im Frühjahr 2010 –, bezog sich nicht auf irgendwelche afghanischen Warlords oder den ach so bedrohlichen politischen Islam, sondern exakt auf die Supermacht China, die, im Verein mit Russland, hinter dem Hindukusch lauert.

Heute ist es dieses China, das die Uiguren drangsaliert und sich, gemeinsam mit dem Zaren Putin, über den Iran langsam Richtung Mittelmeer vorarbeitet, während wir immer noch darüber diskutieren, ob die syrischen Flüchtlinge eine Bedrohung für unsere Innenstädte seien, und zugleich mit kindischer Emphase über den „Weltpolizisten Amerika“ schimpfen.

Der Westen, dessen Liberalismus aus dem orientalischen Monotheismus hervorging, und der arabisch-islamische Orient, dessen Glaubensbrüder in Bosnien und dem Kosovo in den Neunzigerjahren durch die NATO vor der Vernichtung beschützt wurden, sollten die Huntington-Legende endlich ad acta legen und ihre unsinnige Feindschaft begraben.

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Das Gegenteil vom heutigen Frauenbild

(iz). Nuriddeen Knight ist eine New Yorker Psychologin und Autorin, die zudem Islam bei traditionellen Gelehrten aus Jordanien studiert . Sie bietet Lebensberatung für Muslime an und bereitet derzeit Workshops […]

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Ein Volk in Therapie

„Bleibt nur der alltägliche Kampf der Worte, der heute in sozialen Medien stattfindet. Hier wird in diversen Echokammern selten mit den Anderen diskutiert. Eher trifft man sich nur mit Gleichgesinnten, […]

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Allah hat alles in Paaren erschaffen

(Yaqeen Institute). Geschlecht ist real. Es lehrt uns, wer wir als Einzelne, als Gemeinschaft und als Hervorbringer von Kulturen sind. Die Moderne hat einen Großteil unseres Verständnisses von diesem bestimmenden Aspekt des Selbst jedoch entwurzelt. Die neuen Gendertheorien, wie sie von bekannten Intellektuellen wie Judith Butler formuliert wurden, ersetzen diese traditionellen Vorstellungen nicht, sondern ignorieren sie.

Sie vereinfachen Wissenschaft und übersehen philosophische Herangehensweisen an das Thema. Ich möchte zeigen, dass traditionelles Denken über Geschlecht – insbesondere muslimische – weit über eine Behandlung des Körpers, seiner Funktionen sowie Rolle, Kleidung und Haltung hinausgeht. Ziel ist eine Abbildung der komischen Ganzheit.

Professor Sachiko Murata sagt in ihrem wegweisenden Werk „The Tao of Islam: A Sourcebook of Gender Rela­tionships in Islamic Thought“, dass ­Geschlecht eine charakteristische Eigenschaft der muslimischen Kosmologie und des sufischen Denkens war. In dieser Kosmologie werden Ursprünge, Geschichte und Zukunft der Welt hauptsächlich unter spirituellen Gesichtspunkten erklärt.

Professor Abdal Hakim Murad schreibt in seinem Essay „Islam, Irigaray and the Retrieval of Gender“, dass Islam ein bestätigendes Narrativ in Sachen Gender anbietet. Er bezieht es als Bestandteil dessen ein, was einen Menschen spirituell ganzheitlich macht und pulsierend mit dem Universum verbindet.

So sehr die westliche Kultur über Geschlecht und Rechte debattiert, hat sie keine kohärente Botschaft zu diesem Thema. In der Tat ist Gender eines der am stärksten fragmentierten Konzepte, auf das wir in aktuellen Debatten über Ideen stoßen, die unsere Gesellschaft prägen. Ebenso können Philosophen, Soziologen, Religionswissenschaftler und andere Wissen beitragen. Sie können aber nur maßgeblich in ihrer eigenen Disziplin darüber sprechen. Es fällt Menschen zutiefst schwer, auf ihrer Wissensbasis zu bleiben. Einige gehen deutlich über ihre Fachkenntnisse hinaus, um Hypothesen aufzustellen, die ihre Analyse unterstützen. Sie treten in andere Bereiche nicht mit der nötigen Demut ein, die sie offen dafür machen würde, was draußen existiert.

Moderne Kritik betont die Unwichtig­keit von Geschlecht, während sie selbst von dem Konzept verzehrt wird. Sie ist voll eingenommen von ihrer Autorität, das Thema umzugestalten und vollkommen desinteressiert an dem, was durch ihre Neuformulierung verlorengehen könnte. Judith Butler geht in „Performative Acts and Gender Constitution: An Essay in Phenomenology and Feminist Theory“ davon aus, dass Geschlechteridentität ein soziales Konstrukt sei. Es würde ein falscher Zusammenhang zum biologischen Geschlecht hergestellt. Dieser werde generationsübergreifend durch die Übernahme von Bekleidungsgewohnheiten und Verhaltensweisen weitergegeben. Sie dienten dem patriarchalen Ziel der Fortpflanzung.

Laut Butler hat Geschlecht keine Wirklichkeit, kein Wesen. Und das biologische sei „verschieden vom Vorgang, durch den der Körper kulturelle Bedeutungen trägt“. Das biologische Geschlecht ist eine Tatsache, den sie nicht bestreiten kann. Aber sie assoziiert es mit der Anatomie des Unübersehbaren – praktisch unter Ausschluss des Geschlechts in den Zellen unserer Körper. Würde sie den physiologischen Aspekt leugnen, könnte ihre Arbeit als absurd zurückgewiesen werden. Sie bestätigt ihn nur so, um als glaubhaft wahrgenommen zu werden. Aber sie scheitert in der ­Bestätigung seines vollen wissenschaftlichen Gewichts, sodass Widersprüche ihres Denkens nicht zu Tage treten.

Die Phrase „Männer und Frauen“ neigt wie andere dazu, sich in bestimmte Gespräche einzuschleichen. Dazu gehören unter anderem Worte wie Heirat, Rechte, Gleichheit oder Geschichte. Aber selbst dieses Wort wird nun einer Inaugenscheinnahme unterzogen: Es könnte gefährlich exklusiv sein. In ihm sind Schlussfolgerungen eingebettet, die zunehmend in Frage gestellt werden. Zum einem legt sie nahe, dass gemeinsam über Männer und Frauen gesprochen werden kann und sollte. Andererseits impliziert sie, dass sie zwei Kate­gorien darstellen, außerhalb derer es keine anderen wichtigen Akteure gibt. In anderen Worten, Männer und Frauen sind korrespondierende Elemente, die eine Art System ausmachen.

Als Gesellschaft verengte sich unser Fokus auf Biologie und gelebte Erfahrung von Männern und Frauen. Wie Butlers Annahmen zeigen, beschränkt sich der Rahmen unseres Gesprächs auf was immer sich direkt innerhalb dieser Dimensionen bewegt. Vorrangig besteht die Vorstellung, dass wir, um uns vor begrenzenden Ideen von Geschlechtern zu schützen, Diskussionen meiden müssten, die Unterschiede zu sehr betonten. Religion wurde hier als Schuldiger ausgemacht, Geschlechterunterschiede in einem erdrückenden Maße fortzuführen. Dabei versucht religiöse Kosmologie, das dynamische Wesen des Universums zu erklären, indem sie eine große Menge an Symbolen benutzt. Von diesen ist ­Geschlecht ein Schlüsselelement. Sie weist aber die Vorstellung zurück, dass das Symbolisierte mit dem Symbol gleichgesetzt werden könnte.

Wohl waren Denker wie Butler in der Lage, ihre Schlussfolgerungen so weit zu tragen, weil einige unserer Ausdrucksformen von Gender so schwach sind. Je mehr darauf bestanden wird, dass ­Mädchen nur rosa tragen und nur Jungen mit Autos spielen können, desto glaubwürdiger erscheinen ihre Argumente. Aber solche Aussagen sind weit entfernt vom Gegenstand muslimischer Kosmologen.

Diese Denker, welche die Verständniswege formulierten, auf denen Geschlecht eingesetzt werden kann, um die Kräfte zu verstehen, die unsere Welt formen, interessieren sich für die meisten sozialen „Akte“ nicht. Bekanntermaßen desexualisiert Islam den Körper im öffentlichen Raum. Daher wird die Profitmaximierung des Körpers abgelehnt, insbesondere des weiblichen. Muslimische Kosmologen beschäftigen sich mit einem qur’anischen Prinzip, wonach Allah „alles in Paaren erschuf, damit ihr nachdenkt“ (Adh-Dhariyat, Sure 51, 49). Da wir in diesem Vers zur Reflexion aufgerufen sind, müssen wir über oberflächliche Unterschiede hinausgehen.

Geschichten und Symbole sind die Wächter kultureller Werte und Quellen der Bedeutung. Jeder Psychotherapeut, der der Rede seines Patienten zuhört, wird in der Lage sein, die Geschichte zu erkennen, die sein Klient erzählt. Durch sie begreift der Arzt die Welt, auf die sich der Patient beschränkt hat und kann bestimmen, ob es nicht ein alternatives Narrativ ist. Ob wahrer oder hilfreicher – dieses kann es dem Klienten ermöglichen, in einem anderen, lebensbejahenden Weltverständnis zu leben.

Die Geschichte von der Schaffung Adams und Evas – in den vielfältigen Wegen, auf denen sie im Qur’an erzählt wird – illustriert nur, wie wichtig es für Menschen ist, dass er einen Ursprung hat. Hier dient eine Erzählung dazu, darüber nachzudenken, sodass wir unser Wesen und unseren Zweck definieren können. Ohne die Geschichte von Adam wüssten wir nicht, dass uns die Verantwortung des Sachwalters (arab. khilafa) übertragen wurde. Es wird aber hier nicht klar, warum wir befähigt sind, diese Aufgabe auszuführen. Fehlt uns der Zugang zum „warum“, dann entzieht sich uns das angemessene Verhalten in Übereinstimmung mit dem Rang der Khilafa.

Diese Sachwalterschaft, wie sie im Qur’an beschrieben wird, trägt dem Menschen Pflichten auf. Sie betrifft Verantwortung im Umgang zur Beziehung mit dem Rest der Schöpfung. Wir sind aufgerufen, uns um sie zu sorgen. Unsere Fähigkeiten aber können leicht dazu missbraucht werden, Schaden anzu­richten, wenn unsere Perspektive und Prioritäten verzerrt sind. Tiere, Pflanzen und die mineralische Welt lassen sich nicht in einer moralischen Sprache beschreiben, denn ihr Sein wird durch ihre Natur beschränkt, die begrenzt und ­festgeschrieben ist.

Das führt uns zur zweiten Eigenschaft des Menschen in unserer Beziehung zur Schöpfung. Allah hat uns mit einer reichhaltigen und komplexen Natur von Eigenschaften versehen, die uns von anderen Geschöpfen unterscheidet. Murata schreibt, dass Menschen „das Ganze manifestieren“. Das heißt, wir sind der kleine Kosmos und manifestieren alle Eigenschaften des „großen“ Kosmos in uns selbst. Diese Einschätzung der Kosmologen basiert auf einer Menge an Aussagen in den Quellen. Zu diesen gehört jener Vers: „Wir werden ihnen Unsere Zeichen am Horizont und in ihnen selbst zeigen, bis ihnen klar wird, dass das die Wahrheit ist.“ (Fussilat, Sure 41, 53)

Im Qur’an wird der Begriff Zeichen (arab. aja, auch synonym mit Vers) hunderte Male benutzt. Wir, das Publikum, sind aufgefordert, diese Zeichen zu sehen und hinter ihnen die Wahrheit, auf die sie sich beziehen. Die Vielfalt der Zeichen bringt uns schlussendlich zu einem Verständnis von Einheit (arab. tauhid). Derart wird alles Leben mit Bedeutung versehen.

So wie wir Wissen von unserem Schöpfungszweck durch die qur’anische Behandlung unserer Ursprungsgeschich­te erhalten, so lernen wir auch über ­Geschlecht und seine Bedeutung. Im Ursprungsnarrativ steht Adam sowohl für den urbildlichen Menschen als auch den archetypischen Mann. Das liegt daran, dass Gender (von Menschen) nur verstanden wird, wenn sowohl Frauen als auch Männer gegenwärtig sind. Vor Evas Schöpfung wird Adam passender als Mensch beschrieben. Männlichkeit kann nicht ohne Weiblichkeit begriffen werden. Ein Großteil unserer Wissensbasis ist unmöglich ohne Rückgriff auf Gegenteile.

Der erste Vers der Sura An-Nisa zeigt die Ableitung des Menschen von Einheit, über Dualität zur Vielheit: „Oh ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen sich ausbreiten.“ (An-Nisa, Sure 4, 1) In der Sura Hudschurat wird diese Bewegung von Singularität zur Vielheit bestärkt, wobei wir den zusätzlichen Nutzen erfahren, wie wir zurück zur Singularität gelangen: „Oh ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiss, Allah ist Allwissend und Allkundig.“ (Hudschurat, Sure 49, 13)

Die Dynamik der Schöpfung – ihre Feinheit und Verwobenheit – ist eine Manifestation von Gottes schöpferischer Macht, die wir durch Seine Namen – die der Majestät und der Schönheit – erfahren können. Allah „erschuf alles in Paaren“ (Adh-Dhariyat, Sure 51, 49). So werden wir in unserem Geschlecht bestätigt und mit der ganzen Schöpfung verbunden, aber auch – durch unser ­Geschlecht – mit der dynamischen Paarbildung von Allahs Namen.

Moderne Theorien meinen, dass wahre Freiheit im Ablegen der Ketten des Männlichen und Weiblichen und der Annahme des Androgynen liegt. ­Abdul Hakim Murad dagegen sagt, dass ein menschliches Leben es nicht nötig macht, unser Geschlecht im Tausch ­gegen Androgynie aufzugeben.

Die Vorstellung des Theoretikers, dass wir zur Erlangung der letzten Freiheit, die wir bei Allah sehen, androgyn sein müssten, ist ein Missverständnis. Ihr theologisches Verständnis ist fehlerhaft. Murad zeigt, dass Allah diese Unterschiede als Mittel erschuf, um über Ihn nachzudenken. Sie sind keine Hürden, sondern Werkzeug. Unser Geschlecht ist wie unser Körper Hilfsmittel, dass die Erreichung unseres höchsten Zweckes der Anbetung (arab. ‘ibada) und Khilafa mit ermöglichen soll.

Die Moderne sieht die Wege, in denen wir nicht identisch sind und liest Bedeu­tungslosigkeit in ihnen. Ein häufiger ­Aspekt davon findet sich in der Hartnäckigkeit mancher, Aspekte der Identität von anderen nicht sehen zu wollen. Mit anderen Worten, wenn ich den Anderen nicht betrachten kann, ohne von meinen Vorurteilen und vorgefassten Ansichten abzulassen, dann täusche ich vor, Unter­schiede nicht zu sehen und beanspruche moralische Überlegenheit.

Einige Modernisten meinen, dass ­Traditionen wie der Islam umfassende Theorien aufgestellt haben, weil sich diese weigerten, die Vielfalt anzuer­kennen. Das Gegenteil ist der Fall. Was Islam in der heutigen Zeit wiederbelebt, ist eine erneute Bestätigung von Ver­körperung, ein Wiederaufleben weib­licher Symbolik und eine Aufforderung, die Form zu sehen und darüber hinauszugehen.

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Wie wird man ­eigentlich Muslim?

„Wer könnte etwas Besseres sagen, als der, der zu Allah aufruft, rechtschaffen handelt und spricht: ‘Gewiss doch, ich gehöre zu den (Allah) Ergebenen’?“ (Al-Fussilat, Sure 41, 33)

„Und als dein Herr aus den Lenden der Kinder Adams ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und für Sich Selber als Zeugen nahm (und sprach): ‘Bin Ich nicht euer Herr?’, sagten sie: ‘Jawohl, wir bezeugen es.’ Dies, damit sie nicht am Tage der Auferstehung sagen würden: ‘Wir hatten davon wirklich keine Ahnung!’“ (Al-A’raf, Sure 7, 172)

(iz). Es ist immer wieder ein Grund zur Freude, dass trotz des seit mehr als zwei Jahrzehnten beständig verbreiteten Negativbildes des Islam nach wie vor Menschen den Islam annehmen und Muslime werden. Mal ist es die persönliche Begegnung mit Muslimen, die ein anderes Bild als das bisherige zeigt. Oft hat diese Entscheidung aber andere Gründe. Während in gelasseneren Zeiten der „Konvertit“ trotz aller Exotik selten missliebig betrachtet wurde, haben sich die Verhältnisse heute geändert.

Die Bandbreite der Anlässe und Motivationen für die Annahme des Islam sind so vielfältig wie die Individuen selbst. Bei manchen ist es die erwähnte persönliche Begegnung mit Muslimen, bei anderen sind es Reisen. Andere wiederum machen sich auf die Suche nach einem weiteren Sinn im Leben, während für nicht wenige neue Muslime die Ehe beziehungsweise Liebe ein Tor zu Allahs Din ist.

Wortdickicht zwischen Fitra und Konvertit
Nach muslimischer Auffassung ist Islam die Din der natürlichen Verfasstheit des Menschen (arab. ad-din al-fitra), der Glaube und die Lebensweise, die der menschlichen Natur entspricht. Die Übersetzung des Wortes „Kafir“ für Nichtmuslime mit „Ungläubiger“ ist daher nicht korrekt, vielmehr leitet sich das Wort von „kafara“ ab, was „die Wahrheit bedecken oder verdunkeln“ bedeutet.

Die Ausdrücke „konvertieren“ oder „übertreten“ werden von vielen Muslimen vermieden, denn jemand, der den Islam annimmt, kehrt im Grunde nur zum Din der Fitra, zum Islam, zurück, der schon immer in ihm oder ihr angelegt und vorhanden und lediglich überdeckt oder verdrängt war. Allerdings müssen wir die Existenz dieses begrifflichen Problems zugestehen. Bisher gibt es in den wenigsten westlichen Sprachen befriedigende Alternativen. Im amerikanischen Gebrauch benutzen manche das Wort „revert“, in dem auch die Bedeutung der Rückkehr mitschwingt.

Wenn „Konvertit“ ungeeignet ist, was passt? „Neuer Muslim“ mag für einige zutreffen, andere haben ihren Islam schon vor Jahrzehnten bezeugt. Und der „deutsche Muslim“ ist ebenfalls vermintes Gebiet. In ihm hallen Aspekte von „Kultur“ und „Ethnizität“ wider, die mehr vernebeln, als aufzuklären. Andere Begriffe wie „biodeutsche“ oder „autochthone“ Muslime, die gelegentlich kursieren, sind eher humoristisch.

Die Bezeugung des Islam
Die (eigentlich doppelte) Bezeugung, Schahada, die sich auch mit dem Begriff Glaubensbekenntnis umschreiben ließe (obwohl sie essenziell mehr ist als das), ist die grundlegende Erklärung, die der Mensch ausspricht, um seine Zugehörigkeit zum Islam zu erklären. Diese Schahada lautet: „Aschhadu an la ilaha illa’Lah wa aschhadu anna Muhammadan rasulu’Llah (Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist).“ Damit bringt man zum Ausdruck, dass man dies sowohl im Herzen glaubt als auch mit der Zunge bezeugt.

Das Bekenntnis enthält zwei Teile, die nicht voneinander zu trennen sind, nämlich die Bezeugung der Einheit Allahs und dass es ausschließlich Allah ist, Der anbetungswürdig ist. Der zweite Teil ist die Anerkennung, dass Muhammad, Allahs Segen und Friede sei auf ihm, Sein Gesandter ist. Dies impliziert auch, dem Vorbild des Gesandten zu folgen, wie Allah dies im Qur’an auch befiehlt. Im Qur’an wird der Prophet als Barmherzigkeit für alle Welten bezeichnet und als schönes Vorbild.

Um Muslim zu werden, muss man das doppelte Glaubensbekenntnis vor mindestens zwei Zeugen aussprechen. In der Praxis wird sie zu diesem Anlass oft drei Mal hintereinander ausgesprochen. Dabei zu sein, wenn jemand die Schahada spricht und Muslim wird, ist, selbst wenn man dies schon häufiger miterlebt hat, immer wieder ein besonderes, erhebendes Gefühl. Manchmal wird sie im kleinen Kreis, vielleicht in der Wohnung befreundeter Muslime, gesprochen, gelegentlich in einer Moschee vor einer großen Zahl anwesender Muslime.

In der Rechtsschule von Imam Malik beispielsweise gehört es zu den sehr starken prophetischen Gepflogenheiten, die große rituelle Reinigung (arab. ghusl) vor dem Aussprechen der Schahada zu vollziehen. Zu diesem Ghusl gehören die Reinigung des Intimbereichs, die Gebetswaschung (arab. wudu’) sowie mindestens (je nach Rechtsschule) das Reiben der gesamten Haut mit Wasser.

„Ich werde mir nie vorstellen können, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal das doppelte Glaubensbekenntnis vor anderen – entweder im kleinen Kreis oder vor der Gemeinschaft – zu sprechen. Bei uns bezeugen durchschnittlich 20-30 Menschen pro Jahr ihren Islam. Menschen haben geweint, andere waren sehr emotional. Ich habe Leute gesehen, die mit starker Stimme sprachen, manche waren erschüttert. Hier zeigten sich alle Arten von Emotionen, die wir uns vorstellen können“, berichtete der US-amerikanische Imam Kifah Mustafa von seinen Erfahrungen mit der Schahada vor zwei Jahren auf einer Konferenz amerikanischer Muslime.

Die Anerkennung ­gewaltiger Wahrheiten
„Es gibt eine schöpferische Macht, welche die Quelle aller Existenz ist. Aus ihr entströmt alles, was existiert, und kehrt unausweichlich zu ihr zurück, wenn das Ende ihrer Lebensspanne ­erreicht ist“, schreibt der britische Gelehrte Schaikh Abdalhaqq Bewley in ­einer erhellenden Einführung in die „fünf Säulen“ des Islam.

Es heißt im Qur’an, dass Allah Menschen und Dschinn nur erschaffen hat, damit sie Ihn anbeten. Damit werde klar, dass Anbetung im Allgemeinen ein grundlegender menschlicher Trieb sei. Sie habe nachweislich eine Schlüsselrolle in jeder Gesellschaft während der Menschheitsgeschichte gespielt. Was der erste Teil der Schahada eindeutig sage: Es gibt kein reales Objekt der Anbetung außer Allah. „Im Qur’an macht Allah immer wieder überwältigend deutlich, dass in Wirklichkeit nichts in der Existenz echte Macht hat außer Ihm. Das heißt, dass ein jegliches Geschehen in der Realität nur durch Allah geschieht.“

Der erste Teil der Schahada ist die Feststellung, dass es keinen Gott außer Allah gibt. Daraus leitet sich für Bewley definitiv ab, dass es eine direkte göttliche Einwirkung auf jeden physischen Prozess gibt. „Die Tür zu dieser Einwirkung ­(Allahs) wurde offenkundig durch die Beschreibung des Universums versperrt, die von der klassischen Physik formuliert wurde. Ein Bild, das seitdem von fast jedem auf diesem Planeten als wahr akzeptiert wurde. Die neuen Entdeckungen zur Natur der Materie haben das überlieferte Bild völlig verändert, und die Tür zum Verständnis der Realität des göttlichen Agierens in physischen Prozessen ist wieder weit geöffnet.“ Während also die Erkenntnis, dass es keinen Gott außer Allah gibt, für viele Menschen über lange Jahre unzugänglich ­gewesen sei, sei sie erneut zu einer authentischen Möglichkeit für jeden geworden. „Es gibt keinen stichhaltigen Grund, warum die erste Schahada nicht von jedem intelligenten menschlichen Wesen bestätigt werden sollte.“

Dem Menschen wurde immer Zugang zu Wissen vom Göttlichen durch Männer gegeben, die dank ihres Wesens offen dafür waren. Sie wurden geschaffen, um ihre Mitmenschen darüber zu unterrichten. Einige dieser von Allah inspirierten Menschen erhielten göttliche Offenbarungen, die in Form niedergeschriebener Bücher aufgezeichnet wurden. Wir haben immer Zugang zu dieser Rechtleitung in ihrer vollständigen Form – durch den letzten derjenigen, die von Dem Wahren selbst inspiriert wurden, um die Menschen zu ihr zu führen.

Er war Muhammad, der letzte der ­Gesandten Allahs an die menschliche Schöpfung. Durch ihn wurde der Qur’an offenbart – die letztgültige göttliche Offenbarung als vollkommene Rechtleitung für alle menschlichen Bedürfnisse bis zum Ende aller Zeiten. In seinem Leben demonstrierte er die Bedeu­tung des vollkommen erfüllten Menschseins. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, ­verkörperte jede Facette eines perfekten Charakters. „Und er zeigt uns“, so Schaikh Abdalhaqq Bewley, „wie sich ein Mensch in seinen alltäglichen ­Angelegenheiten und trotz aller möglichen Situationen dem göttlichen Befehl unterwirft“.

Durch Muhammad, den Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, wurde der Qur’an offenbart. Sein ganzes Leben war eine kontinuierliche Verkörperung dessen Lehren. Der Prophet war ein vollkommenes Beispiel für seine Gemeinschaft; sowohl dafür, wie deren Mitglieder sich untereinander und in dieser Welt verhalten sollen, als auch den Umgang mit ihren Herren, dem Schöpfer des Universums. Er zeigte ihnen, wie sie sich zu reinigen sowie wie und wann sie sich vor Allah niederzuwerfen haben. Er lebte ihnen vor, wie und wann man fastet. Und er zeigte, wie und was man geben muss.

„Die Einhelligkeit der Reaktion der ihm am nächsten Stehenden und ihre Beschreibung (…) zeigen einen Mann von solcher Perfektion des Charakters, dass es keinen Zweifel an der Wahrheit der Botschaft und Führung geben kann, die er gebracht hat – der Weg des Islam“, endet der Schaikh.

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Matt Shea unter Gotteskriegern

Der Republikaner Matt Shea rüstet zu einem „biblischen Krieg“ gegen angebliche muslimische Terroristen in den USA. Der Fall zeigt, wie sich rassistisches Gedankengut in der politischen Debatte ausbreitet. Von Thomas […]

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Die Stützen der AfD

DRESDEN/POTSDAM (GFP.com). Die Alternative für Deutschland (AfD) hat bei den Landtagswahlen am gestrigen Sonntag ihre Position als erfolgreichste Rechtsaußenpartei in der Geschichte der Bundesrepublik konsolidiert und profitiert dabei von ihrer […]

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Unsere Verbindung zur Schöpfung

(iz). In seinem zeitlosen Essay „Vom Anblick der Tiere“ beschreibt der baskische Romancier, Maler und Denker Abdulbasir Ojembarrena, was die Schau der Fauna und ihre Existenz mit unserem Innenraum zu […]

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