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Wie sollen wir bauen?

(iz). Einen wichtigen Aspekt der gestalterischen Rolle von Europas Muslimen stellen zweifelsohne die Aktivitäten der Moscheegemeinden und deren Beziehungen zu ihrem Umfeld dar. Betrachten wir die Bedeutung der Moschee, dann […]

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Muslime verurteilen Schändung in Bremen

Tauhid Glaubensbekenntnis Schahada Shahada

Bremen/Berlin (IZ/KNA). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat die Schändung und Zerstörung von Koranausgaben in einer Bremer Moschee am Samstag, den 8. Juni, scharf verurteilt. Ihr Vorsitzender Aiman Mazyek sprach am 11. Juni in Berlin von einer „neuen Dimension der Perversion“. Sie ziele „klar darauf ab, die Spirale von Hass und Gewalt gegen Muslime und ihrer Moscheen sowie allgemein gegen ihre Religion weiter anzutreiben“. Die Tat füge dem gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt sowie der Demokratie schweren Schaden zu.

Am 8. Juni hatten bislang unbekannte Täter in einer Moschee in der Bremer Bahnhofsvorstadt etwa 50 Exemplare des Korans zerrissen und teilweise in die Toiletten geworfen. Laut Bremer Polizei geschah die Tat während der regulären Öffnungszeiten des Gebetshauses. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen und prüfe, ob ein politisch oder religiös motivierter Hintergrund vorliegt. Vergangene Woche war zudem ein muslimischer Jugendlicher in einer Straßenbahn in Bremen durch einen Messerangriff verletzt worden.

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) erklärte am 11. Juni, man werde „Menschenfeindlichkeit in all ihren Erscheinungsformen bekämpfen“. In Bremen und Bremerhaven sei kein Platz für Muslimhass. Den Messerangriff auf den Jugendlichen nannte er ein „abscheuliches Verbrechen“.

Es sei offenkundig, dass der oder die Täter jederzeit damit rechnen mussten, bei ihrer Tat am helllichten Tag gestört zu werden, erklärte die Schura Bremen e.V. in einer zeitnahen Pressemitteilung. „Es ist keine reine Spekulation, dass der oder die Täter bewaffnet sein mussten. Wir wollen uns nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn wie üblich zu dieser Nachmittagszeit ein Gemeindebesucher die Moschee aufgesucht hätte.“

Als Muslime sei man „schockiert und zugleich verärgert über diesen Anschlag“. Nichts scheine solchen Menschen heilig zu sein. Vor dem Hintergrund, dass erst vor wenigen Tagen zwei Jugendliche in einer Bremer Straßenbahn aufgrund ihres muslimischen Glaubens zuerst beleidigt und anschließend einer mit einem Messer schwer am Hals verletzt worden seien, „lassen unsere Sorgen immer größer werden“.

„Wir erwarten von den Sicherheitsbehörden maximale Transparenz über die Untersuchungsergebnisse und ein entschiedenes sowie hartes Vorgehen gegen die Täter. Wir wünschen uns das offensive Aufsuchen der muslimischen Gemeinden und eine bessere Sicherung der Moscheen. Wir appellieren an alle Muslime sich nicht von solchen Idioten und Brandstiftern provozieren zu lassen. Als Bremer Muslime müssen wir in dieser schwierigen Zeit noch enger zusammenstehen. Wir werden als Schura Bremen die weitere Entwicklung ganz genau beobachten und begleiten“, heißt es in dem Text.

Mazyek: Verbrechen als Staatschutzstraftaten einstufen
Die Taten müssten als Staatsschutzstraftaten eingestuft werden, so der ZMD-Vorsitzende. Angriffe auf Muslime in Deutschland seien „ein Angriff auf uns alle“. Mazyek forderte die Ernennung eines Beauftragten gegen Muslimfeindlichkeit sowie Polizeischutz für Moscheen.

Mazyek kritisierte, dass deutliche Verurteilungen der Zerstörungen in Politik und Gesellschaft fehlten. Stattdessen werde mit bagatellisierenden Begriffen wie „Sachbeschädigung“ der Eindruck von fehlender Empathie befördert. Der Zentralrat erwarte nicht zuletzt aufgrund weiterer muslimfeindlicher Übergriffe und Straftaten in letzter Zeit eine intensive Untersuchung des Falls.

IGMG: Offizielle Zahlen spielen Ausmaß herunter
„Die Erfassung islamfeindlich motivierter Straftaten sei mangelhaft, erklärte IGMG-Generalsekretär Altas. Die Statistik spiele das Ausmaß der Islamfeindlichkeit in Deutschland herunter. Delikte in diesem Bereich würden unzureichend verfolgt. Die Innenminister seien aufgefordert, Abhilfe zu schaffen“, erklärte Bekir Altas. Anlass der Erklärung ist die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion (Drs.: 19/10570) sowie die in Kiel und Rendsburg stattfindende Innenministerkonferenz (IMK).

Islamfeindlich motivierte Straftaten würden seit 2017 gesondert erfasst. Diese überfällige Erweiterung der Statistik solle das Ausmaß der Islamfeindlichkeit sichtbar machen, spiele das Problem mangels ordentlicher Erfassung allerdings herunter. Unzulässig enge Definitionen sowie unterschiedliche Erfassungsmethoden in den Ländern dürften nicht dazu führen, dass die Zahl der Angriffe auf Moscheen künstlich kleingehalten würden. Leider verliere sich die Bundesregierung bei der Begriffsbestimmung „in haarspalterischer Manier im Klein-Klein und sorgt bei den betroffenen Gemeinden für Verwirrung und Verwunderung“.

Ein weiteres dringendes Problem sei die geringe Aufklärungsquote von islamfeindlich motivierten Straftaten. Bei den im ersten Quartal 2019 erfassten Delikten würde in zwei von drei Straftaten keine Tatverdächtigen ermittelt, keine einzige Person werde festgenommen, kein einziges Mal habe der Generalbundesanwalt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei den wenigen ermittelten Tatverdächtigen sei zudem unklar, ob sie überhaupt angeklagt würden.

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Ein Land der ­Superlative

(iz). Als Ibn Battuta, der große Weltreisende des 14 Jahrhunderts, jenes Inselarchipel erreichte, über welches sich heute das Staatsgebiet Indonesiens erstreckt, war seine Verwunderung groß. Zwar hatte der in Tanger […]

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Die tödlichste Migrationsroute der Welt

BERLIN/DEN HAAG (GFP.com). Menschenrechtsanwälte werfen der EU und ihren Mitgliedstaaten „crimes against humanity“ („Verbrechen gegen die Menschheit“) vor und haben beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) Anzeige wegen des Flüchtlingssterbens im Mittelmeer […]

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Sind wir wirklich vorbereitet?

(iz). Wenn sich der Ramadan ankündigt, bietet sich für uns Muslime in Deutschland die Gelegenheit des Rückblicks auf die zwölf vergangenen Monate des islamischen Kalenders seit dem letzten Fastenmonat. Es […]

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Der stereotype Blick von außen

Wenn wir historische, westliche Darstellungen muslimischer Frauen betrachten, finden wir die üblichen orientalistischen Metaphern. Die Frauen des Ostens werden als voller Geheimnisse und Exotik beschrieben. Mit Ausnahme einiger, weniger Frauen […]

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Das Problem mit der Identitätspolitik

(iz). Was ist Identitätspolitik? Wir müssen sie definieren. Es handelt sich dabei um die Neigung von Menschen, die eine gemeinsame ethnische, religiöse, soziale oder kulturelle Identität haben, exklusive politische Bündnisse […]

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ARD-Reportage über die Renaissance fremdenfeindlicher Positionen

Bremen (KNA). Burka- und Kopftuchträgerinnen würden den Wohlstand in Deutschland nicht vermehren – mit dieser Aussage provozierte Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, vor wenigen Monaten im Parlament. Die Journalistin Gülseren Ölcüm, in Deutschland aufgewachsen, stellt sich in der Reportage „Rabiat: Deutschland den Deutschen“ der Frage, ob sie sich an solche Meinungsäußerungen gewöhnen müsse oder gar selbst irgendwann in ihrer Heimat unerwünscht sei.

Seit Herbst 2015 beherrscht die Diskussion zwischen den Befürwortern einer multikulturellen und offenen Gesellschaft und den Bewahrern des Nationenbegriffs den öffentlichen Diskurs. Ölcüm macht sich auf die Suche nach den Ursachen für die Renaissance fremdenfeindlicher Einstellungen. Und sie versucht, sich der Diskussion mit Menschen zu stellen, die in Deutschland unter sich bleiben wollen. Das Erste strahlt den Beitrag der jungen Reportagereihe „Rabiat“ von Radio Bremen am 27. Mai um 22.45 Uhr aus.

Nur unter Polizeischutz wagt sich die junge Journalistin in eine Hochburg der deutschen Neonazis in Dortmund. Der Vermieter duldet seit Jahren den Ausbau eines privaten Wohnhauses zum Treffpunkt der rechten Szene. Die Stadt ist derweil machtlos, die fremdenfeindlichen Parolen von der Hauswand zu entfernen. Ölcüm hat außerdem Beispiele für Demonstrationen aus dem gesamten Land zusammengestellt, in denen Fremdenfeinde ihre Meinung oft lautstark artikulieren. Dagegen hat sich indes breiter Widerstand formiert. Heike Arnold geht mit den „Omas gegen rechts“ auf die Straße und nimmt mit ihren Mitstreiterinnen auch lange Anfahrtswege in Kauf, um ein Gegengewicht zu schaffen.

Rund ein Fünftel der Deutschen hat einen Migrationshintergrund, andererseits hätten fast 20 Prozent der Bevölkerung rechtspopulistische Denkmuster, sagt der Soziologe Wilhelm Heitmeyer. Aber wann ist ein Mensch überhaupt rechts? Auch darauf gibt der Konfliktforscher der Universität Bielefeld eine Antwort. Der Jurist und Publizist Michel Friedman erläutert zudem, was die Infragestellung der Gleichwertigkeit aller Menschen für die Betroffenen und das gesellschaftliche Klima bedeutet.

Vorbehalte kennt auch Gülseren Ölcüm. Sie versucht, wieder Kontakt mit einem Freund aufzunehmen, zu dem der Gesprächsfaden aufgrund rechter Meinungsäußerungen abgerissen ist. Aufgeschlossener für ein Gespräch ist Frauke Petry, die die AfD nach der Bundestagswahl 2017 verließ. Wenn die Journalistin dann aber beklagt, es sei sehr anstrengend, sich mit den Argumenten Petrys auseinanderzusetzen, ist dieses Eingeständnis bedauerlich, gehört es doch zu den Grundlagen ihres Berufes. Andererseits legt sie den Finger in die klaffende Wunde, die das Land spaltet: Ein verbaler Diskurs, ein von Empathie für das Denken des Anderen geprägter Meinungsaustausch, wird zu selten geführt.

Publizistisch wird der Beitrag dem selbstgesetzten Anspruch eines jungen Programms nur in der Hinsicht gerecht, dass er wie die anderen fünf Folgen der Reihe von jüngeren Journalisten gemacht wurde. Er unterscheidet sich formal kaum von inhaltlich ähnlichen Reportagen. Der große Unterschied ist einzig, dass die Journalistin selbst im Zentrum steht und die Sendung mit der eigenen Meinung trägt. Gülseren Ölcüm redet dabei kaum mit Menschen ihrer Generation, sondern lässt bevorzugt ergraute Experten zu Wort kommen, die bei dem Thema oft in den Medien präsent sind. Ob das Erste damit junge Leute abholt? Zweifel scheinen angebracht.

Hinweis: „Rabiat: Deutschland den Deutschen“, Regie: Gülseren Ölcüm. Das Erste, Mo 27.05., 22.45 – 23.30 Uhr.

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Die doppelte Freude

(iz). Der große Prophetengefährte Salman, möge Allah mit ihm zufrieden sein, berichtete folgende Worte des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, vom letzten Tag des Scha’ban, des […]

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Das Glück im Stillen

(iz). Glauben wir dem Hype und der, im Modus der Dauerempörung gehaltenen Erregungszuständen, scheint es um die Muslime und ihre Lage in Deutschland rundum schlecht bestellt. Regelmäßig wechseln sich Meldungen […]

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