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Wochen gegen Rassismus – mehr als 4.000 Veranstaltungen geplant

Rassismus wochen gegen rassismus

Die Veranstalter der UN-Wochen gegen Rassismus berichten schon vor Beginn der Aktion von einem großen Engagement. Der diesjährige Auftakt findet in Erfurt statt.

Darmstadt (KNA). Vor dem offiziellen Start erwarten die Organisatoren der UN-Wochen gegen Rassismus eine breite Beteiligung. „Durch die bundesweiten Demonstrationen gegen den Rechtsrutsch sind in diesem Jahr besonders viele Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis 24. März 2024 zu erwarten. Noch nie gab es so viele Materialbestellungen“, sagte Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus, am Montag in Darmstadt. Die Stiftung koordiniert die Aktionen in Deutschland.

Foto: allianzgegenhass.de

Wochen gegen Rassismus – mehr 4.000 Event geplant

In Erfurt ist für Montag die Auftaktveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landesregierung geplant. Diesjährige Botschafterin der Internationalen Wochen ist Justizministerin Doreen Denstädt (Grüne).

Insgesamt sind in ganz Deutschland mehr als 4.000 Veranstaltungen mit über 250.000 Menschen geplant. Mehr als 1.900 religiöse Feiern und Gebete rufen zur Überwindung von Rassismus, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus auf.

Vertretungen von neun Religionsgemeinschaften wollten am 15. März eine Erklärung veröffentlichen, wonach rechtsextreme Parteien für religiös geprägte Menschen nicht wählbar seien, so die Stiftung gegen Rassismus.

Am 17. März soll in der Marktkirche von Hannover ein Gottesdienst mit christlichen, jüdischen und muslimischen Ansprachen stattfinden. Für den gleichen Tag sind in der Frankfurter Katharinenkirche eine Predigt von Kirchenpräsident Volker Jung und Ansprachen von Daniel Neumann, Präsidiumsmitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland, und Abdassamad El Yazidi, Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland, vorgesehen.

Foto: Islamic Relief Deutschland, Speisen für Waisen

Events fallen mit Ramadan zusammen

Da gleichzeitig Ramadan ist, laden auch Moschee-Gemeinden zu gemeinsamen Iftar-Feiern anlässlich der Wochen gegen Rassismus ein, so die Stiftung.

Zudem seien zum Aktionstag #BewegtGegenRassismus am 16. März Veranstaltungen geplant, zu denen der Deutsche Fußball-Bund, die DFL-Stiftung, die Deutsche Sportjugend im DOSB, Pink gegen Rassismus und die Stiftung gegen Rassismus gemeinsam aufrufen.

In Zusammenarbeit mit der Sportjugend finde zum Start der UN-Wochen auch der Vereinswettbewerb „(M)ein Verein gegen Rassismus“ statt, hieß es.

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Religionen mischen sich ein – großes Engagement gegen Rassismus

Rassismus Wochen

Von einem „beispielhaften Engagement“ spricht Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus, von der die UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland koordiniert werden.

Darmstadt (IWGR). Neun Religionsgemeinschaften engagieren sich bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus und betonen: Rassismus und Gewalt sind mit religiösen Werten nicht vereinbar.

Religionen gegen Rassismus

Angehörige der alevitischen, bahai, buddhistischen, christlichen, ezidischen, hinduistischen, jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften und der Sikh-Religion haben sich zusammengeschlossen und beteiligen sich mit über 2.000 Feiern und Zeremonien bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Rassismus

Foto: Jörg Nowak, Shutterstock

Von einem „beispielhaften Engagement“ spricht Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus, von der die UN-Wochen gegen Rassismus in Deutschland koordiniert werden.  „Religionen müssen Vorreiter sein. Alle Religionen sind gefordert, sich für Menschlichkeit zu engagieren“, so Ihsan Dilber, Vorsitzender des Landesverbandes der Alevitischen Gemeinden in Hessen.

Auch Tsunma Konchok Jinpa Chodron, Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union, unterstützt die interreligiösen Einladungen und verweist auf die neuen Erfahrungen, die dabei gemacht werden können: „Die Gastfreundschaft nimmt in allen Religionen und Traditionen einen hohen Stellenwert ein. Wir laden ein und öffnen damit eine Tür zu unserer Welt – und erfahren dabei etwas mehr über die uns fremde Welt“.

Foto: Freepik.com

Zentrale Abschlussfeiern in Ausgburg

Zentrale religiöse Feiern fanden in diesem Jahr in Augsburg statt und beginnen am 23. März 2023 mit einer alevitischen Zeremonie mit Ansprachen einer Buddhistin und des katholischen Dekans.

Am 24. März erfolgte ein muslimisches Freitagsgebet mit einer Ansprache der Vorsitzenden des Zentralrates der Eziden in Deutschland. Am Abend haben sich muslimische Gruppen zusammengeschlossen, um im Kolpingsaal die Öffentlichkeit zu einer Iftar-Feier angesichts des Fastenmonats Ramadan einzuladen.

Die Bahai-Gemeinde von Augsburg lud am 25. März zu einer öffentlichen Andacht ein und am 26. März findet im Augsburger Dom eine Messe mit Bischof Dr. Bertram Meier mit jüdischen und muslimischen Ansprachen statt.

„Über 1.800 Moscheegemeinden sind in Deutschland dazu bereit, jüdische Persönlichkeiten zu Ansprachen während der UN-Wochen gegen Rassismus einzuladen. Die Erfahrungen dazu sind ausgesprochen positiv. Während vor einigen Jahren noch zehn jüdische Persönlichkeiten bei Freitagsgebeten zu Moscheegemeinden sprachen, erfolgt das in diesem Jahr leider in keiner einzigen Gemeinde. Die für die koordinierenden Aufgaben erforderliche halbe Stelle konnte in diesem Jahr nicht finanziert werden“ so Jürgen Micksch abschließend.