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Westjordanland: Wie Palästinenser durch Siedlergewalt ihre Dörfer verlieren

Westjordanland siedlergewalt

Westjordanland: Berichte von UN‑Stellen und Hilfsorganisationen zeichnen ein Bild systematischer Vertreibung – angetrieben durch Siedlergewalt, Bewegungsbeschränkungen und Abrisse.

(iz). Seit 2023 haben israelische Siedlerangriffe Tausende Palästinenser aus ihren Gemeinden in Gebiet C des Westjordanlands vertrieben. Internationale Organisationen dokumentieren, wie Gewalt, Sexualdelikte, Abrisse und Straßensperren ein Umfeld schaffen, in dem Verbleiben zur lebensgefährlichen Option wird und Rückkehr zur Ausnahme wird.

Mitten in den Hügeln von Gebiet C, der größtenteils ländlichen Zone des Westjordanlands, die vollständig unter israelischer Kontrolle steht, leben viele palästinensische Familien heute in Zelten und provisorischen Unterkünften, fern von ihren Feldern und Brunnen.

Was zunächst als Flucht vor Angriffen begann, entwickelt sich für sie zu einer Vertreibung ohne absehbares Ende. Eine neue Untersuchung des West Bank Protection Consortium (WBPC), das vom Norwegian Refugee Council koordiniert wird, zeigt, dass Siedlergewalt die zentrale Triebkraft ist und das Leben nach der Flucht für die meisten Haushalte härter und unsicherer ist als zuvor.

Ende 2025 hat das Konsortium zweihundertdreiunddreißig Haushalte befragt, die aus Gemeinden in Gebiet C vertrieben wurden. Dieses Gebiet umfasst rund zwei Drittel des Westjordanlands. 88 Prozent der Familien gaben an, dass sich ihre Lebensbedingungen nach der Vertreibung verschlechtert haben.

palästinensisch gebiet

Foto: dom zara/shutterstock

Viele von ihnen wohnen in Not- oder Übergangsunterkünften, die weder baulich sicher noch rechtlich abgesichert sind. Drei Viertel der Haushalte können ihren Grundbedarf an Nahrung, Wasser und anderen lebensnotwendigen Dingen nicht mehr aus eigener Kraft decken, da ihnen der Zugang zu Land, Weiden und Vieh genommen wurde.

Dabei erweist sich Vertreibung nicht als einmalige Katastrophe, sondern als Abfolge von Schüben. Fast die Hälfte der befragten Familien fürchtet, innerhalb der nächsten sechs Monate erneut umziehen zu müssen.

Sie verweisen dabei sowohl auf informelle Drohungen durch Siedler und Behörden als auch auf formale Räumungs- und Abrissanordnungen, die jederzeit vollstreckt werden können.

Seit Anfang 2023 haben Siedlerangriffe und Zugangsbeschränkungen laut UN-Angaben Tausende Menschen im Westjordanland zur Flucht gezwungen. Allein im Jahr 2026 sind bereits mehr Menschen vertrieben worden als im gesamten Vorjahr.

Die dokumentierte Gewalt folgt dabei erkennbaren Mustern. Hilfsorganisationen und UN-Stellen berichten derzeit im Durchschnitt von sechs Attacken pro Tag, die zu Verletzten oder Sachschäden führen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 1.835 solcher Vorfälle registriert – die höchste Zahl seit Beginn der systematischen Erfassung und ein Anstieg um mehr als ein Viertel im Vergleich zu 2024. 

Die Angriffe treffen über zweihundert palästinensische Gemeinden und reichen von Steinwürfen und Überfällen auf Hirten bis zu Brandanschlägen auf Häuser und Moscheen.

Foto: Saeschie Wagner, Shutterstock

Parallel dazu verschärft ein dichtes Netz aus Straßensperren und Checkpoints den Druck auf die betroffenen Gemeinden. Ende 2025 waren im Westjordanland fast tausend dauerhafte oder zeitweise Bewegungshindernisse registriert – deutlich mehr als im Durchschnitt der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Für viele Familien bedeutet dies, dass der Weg zu Schulen, Kliniken oder Märkten kaum noch passierbar ist, während Siedler leichteren Zugang zu denselben Gebieten erhalten. Der Alltag wird dadurch in seiner Grundlogik umgekehrt: Was einst ein kurzer Weg zum Acker war, wird zu einer riskanten Unternehmung.

Angesichts dieser Befunde sprechen internationale Hilfswerke von einer langsamen Zwangsvertreibung. Damit ist ein schrittweiser, aber auf Dauer angelegter Prozess gemeint, bei dem ein Verbleiben in den Herkunftsgemeinden unter den gegebenen Bedingungen faktisch unzumutbar wird.

Zwar erhalten viele Haushalte nach der Vertreibung punktuelle Hilfe in Form von Zelten, Lebensmitteln oder Rechtsberatung, zugleich berichten sie jedoch, dass diese Unterstützung ihren vollen Bedarf selten deckt und die langfristigen Verluste von Land, Einkommen und sozialen Strukturen kaum auffängt.

Die Hilfswerke appellieren an die Drittstaaten, die dokumentierten Muster von Vertreibung, Bewegungsbeschränkungen und Abrissen nicht lediglich als Nebenfolge des Konflikts zu betrachten, sondern als politisch gestaltete Rahmenbedingungen, die das künftige Gesicht großer Teile des Westjordanlands bestimmen werden.

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Völkerrecht: Internationale Kritik wegen Annexion gegenüber Israel

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Das Völkerrecht stellt klare Regeln für in Konflikten besetzte Gebiete auf. Diese werden von Israel nach dem Urteil der UN wie der EU immer klarer verletzt. Auch die Bundesregierung äußert sich besorgt.

Bonn (KNA/IZ). Israels Beschluss, seine Befugnisse in Gebieten unter palästinensischer Verwaltung auszudehnen, stößt auf Verurteilung bei den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Bundesregierung. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sprach am Mittwoch von Annexion und einem eklatanten Verstoß gegen das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung.

Hintergrund ist ein am vergangenen Sonntag verabschiedetes Maßnahmenpaket des israelischen Sicherheitskabinetts, das israelischen Privatpersonen und Institutionen ermöglicht, in den besetzten Gebieten Land zu erwerben. 

Foto: www.flickr.com, The White House

Auch sollen symbolträchtige, von Juden, Christen und Muslimen gleichermaßen verehrte religiöse Stätten unter israelische Verwaltung gestellt werden.

Die europäische Außenbeauftragte Kaja Kallas und die EU-Kommissarinnen Hadja Lahbib und Dubravka Suica nannten die Entscheidung kontraproduktiv und unvereinbar mit internationalem Recht.

Der Schritt von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu drohe Bemühungen um Stabilisierung und Frieden in der Region zu unterminieren. Die EU erkenne keine Souveränität Israels über die 1967 besetzten Gebiete an.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes kritisierte die Beschlüsse als Schritt hin zu einer Annexion mit weitreichenden Folgen für die palästinensische Bevölkerung. Zuvor hatte auch Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) erklärt, die Maßnahmen versperrten den Weg zu einer friedlichen und dauerhaften Lösung des Nahostkonflikts. „Sie vertreiben die palästinensische Bevölkerung aus dem Westjordanland durch weitere völkerrechtswidrige Landnahme.“

Foto: Photothek, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 4.0

UN-Vertreter Türk sagte, die Entscheidung werde „die Kontrolle Israels und die Eingliederung des besetzten Westjordanlands in Israel weiter festigen und die rechtswidrige Annexion konsolidieren“. Er verwies in dem Zusammenhang auf wachsende Angriffe israelischer Siedler und Besatzungskräfte im Westjordanland.

Türk sprach von einer rasanten Entwicklung, die darauf ziele, die Demografie in den besetzten Gebieten dauerhaft zu verändern. „Die Siedlungen müssen geräumt werden. Die Besatzung muss beendet werden. Jetzt.“

Er rügte zudem die von Israel bekundete Absicht, die mit zentralen biblischen Figuren verbundenen Patriarchengräber in Hebron und das Rachel-Grab in Bethlehem unter seine Verwaltung zu nehmen. Dies verletze nicht nur die Landrechte der Palästinenser, sondern auch ihre kulturellen Rechte.

Foto: ISM Palestine, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Auch die EU-Vertreterinnen übten Kritik an dem Anspruch Israels auf die traditionsreichen Orte und warnten vor Folgen für den „sensiblen Status quo religiöser Stätten“.

Auch arabische und islamische Staaten warfen Israel vor, den Siedlungsbau vorantreiben und „eine neue rechtliche und administrative Realität“ schaffen zu wollen.

Ziel sei eine beschleunigte „illegale Annexion“ des Westjordanlands und die Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung, erklärten die Außenminister von Saudi-Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Indonesien, Pakistan, Ägypten und der Türkei.

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Palästinensische Gebiete: Siedlungsbau noch mehr erleichtert werden

palästinensisch gebiet

Palästinensische Gebiete: Das Sicherheitskabinett von Regierungschef Netanjahu beschließt Maßnahmen, die in Gebiete unter palästinensischer Zivilverwaltung eingreifen – gegen bestehende Abkommen und das Völkerrecht.

Jerusalem/Ramallah (KNA). Mit einer Reihe von Maßnahmen will Israel die jüdische Besiedlung der besetzten palästinensischen Gebiete weiter vorantreiben.

Nach einem Beschluss des Sicherheitskabinetts am Sonntagabend, von dem israelische Medien berichten, soll unter anderem der Kauf von palästinensischem Land durch Israelis erleichtert werden. Vertreter der Palästinenser und Jordanien forderten die Staatengemeinschaft zu Schritten gegen Israel auf.

Der rechtsradikale israelische Finanzminister Bezalel Smotrich (Jüdische Stärke) und Verteidigungsminister Israel Katz (Likud) erklärten, man wolle „jahrzehntealte Hindernisse beseitigen, diskriminierende jordanische Gesetze aufheben und eine beschleunigte Entwicklung der Siedlungen vor Ort ermöglichen“.

Foto: Pavel Bernshtam, Adobe Stock

Konkret entschied das Kabinett unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Grundbucheinträge im besetzten Westjordanland öffentlich zu machen sowie ein aus jordanischer Zeit stammendes Verbot des Immobilienkaufs für Nichtmuslime aufzuheben.

In Palästinensergebieten, die eigentlich unter palästinensischer Zivilverwaltung stehen – sogenannte A- und B-Gebiete –, sollen Verstöße gegen Umweltvorschriften und Wasserrecht sowie die Beschädigung archäologischer Stätten schärfer geahndet werden. Naturschutz und Archäologie dienen immer wieder als Grund, Palästinensern die Landnutzung zu entziehen.

Ausgeweitet werden soll auch die israelische Kontrolle über die als Grabstätte der biblischen Erzväter Abraham, Isaak und Jakob und ihrer Frauen verehrte Höhle Machpela in Hebron. Während bauliche Veränderungen bisher die Zustimmung der palästinensischen Stadtverwaltung und der israelischen Zivilverwaltung erforderten, soll künftig das israelische Verteidigungsministerium zuständig sein.

Palästinensische Vertreter und Jordanien forderten ein Eingreifen der Vereinten Nationen, der USA und der internationalen Gemeinschaft. Das Präsidialbüro in Ramallah bezeichnete die israelischen Beschlüsse laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa als „illegal und gefährlich“.

Sie verstießen gegen Abkommen zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und Israel, gegen das Völkerrecht, UN-Resolutionen und die Osloer Abkommen. Der palästinensische Vizepräsident Hussein al-Scheich warf Israel Annektierungsbestrebungen vor.

Jerusalem

Foto: Maxpixel.net Lizenz: CC0 1.0

Das jordanische Außenministerium verwies nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Petra auf das „unveräußerliche Recht des palästinensischen Volkes, einen unabhängigen, souveränen Staat innerhalb der Grenzen vor dem 4. Juni 1967 mit dem besetzten Jerusalem als Hauptstadt zu errichten“. Israel besitze keine Hoheitsrechte über das besetzte palästinensische Gebiet.

Die Hamas rief zu einer „Rebellion im gesamten Westjordanland und in Jerusalem“ und zur „Eskalation“ des Konflikts „mit allen verfügbaren Mitteln“ auf. Arabische und islamische Staaten sollten ihre Beziehungen zu Israel abbrechen.

Kritik äußerte auch die israelische Friedensorganisation „Peace Now“. Sie warf dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor, „die Palästinensische Autonomiebehörde zu stürzen, die von Israel unterzeichneten Abkommen aufzuheben und uns eine faktische Annexion aufzuzwingen“.

Foto: Saeschie Wagner, Shutterstock

Erfreut zeigten sich unterdessen israelische Siedlerorganisationen. Die rechte israelische Gruppe „Regavim“ begrüßte die Entscheidung des Sicherheitskabinetts in einer Stellungnahme von Sonntagabend als „wegweisend“. Das Friedensabkommen von Oslo sei „auf dem Weg in den Mülleimer der Geschichte“.

Die jetzigen Beschlüsse beseitigten „die verzerrte und diskriminierende Realität, die seit Jahren die Landpolitik in Judäa und Samaria bestimmt“, so die Organisation. Judäa und Samaria sind die biblischen Namen für das Westjordanland und werden von der israelischen Rechten benutzt, um Ansprüche auf das Palästinensergebiet zu untermauern.

Nach den Oslo-Abkommen stehen die A-Gebiete des besetzten Westjordanlands unter vollständiger palästinensischer Kontrolle; in den B-Gebieten ist Israel für die Sicherheitskontrolle zuständig, während die zivile Verwaltung den Palästinensern zukommt. C-Gebiete stehen unter vollständiger israelischer Kontrolle.

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Trump-Administration sieht „Wendepunkt“ in Nahost. Israelische Armee greift im Westjordanland an

trump westjordanland

Während die neue US-Regierung von einem „Wendepunkt“ im Nahen Osten spricht, eskaliert die israelische Armee ihre Angriffe im Westjordanland.

(dpa, KUNA iz). Die neue US-Regierung sieht die Waffenruhe im Gaza-Krieg als große Chance, um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Tel Aviv und den arabischen Staaten im Nahen Osten voranzutreiben.

Sollte dies gelingen, wäre das ein enormer Fortschritt für Israel und die gesamte Region, sagte Steve Witkoff, der Nahost-Gesandte des neuen US-Präsidenten Donald Trump, dem Sender Fox News.

Regionale Beziehungen auf dem Weg zur Normalisierung?

Schon während Trumps erster Amtszeit begann Israels Isolation im Nahen Osten zu bröckeln. Trump hatte 2020 die sogenannten Abraham-Abkommen zur Normalisierung der Beziehung zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten auf den Weg gebracht – damals ein historischer Durchbruch.

Foto: en.kremlin.ru

Durch die seit Sonntag geltende Waffenruhe in Gaza- und den Machtwechsel in den USA gebe es jetzt wieder eine besondere Dynamik, sagte Witkoff. Katar und Ägypten hätten sich schon erfolgreich als Vermittler bei den Verhandlungen mit der Hamas eingebracht, nun könnten andere Länder folgen. „Ich glaube, dass man jeden in dieser Region an Bord holen könnte“, sagte Witkoff. „Das ist ein Wendepunkt.“

Saudi-Arabien hat politisch und wirtschaftlich erhebliches Gewicht in der Region. In einem Telefonat anlässlich seiner Vereidigung habe Kronprinz Mohammed bin Salman am Mittwochabend mit Trump besprochen, wie beide Länder gemeinsam „Frieden, Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten“ voranbringen könnten, berichtete die saudische Agentur SPA. Der US-Präsident habe ebenfalls Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.

Bröcklige Ruhe in Gaza – Angriffe im Westjordanland werden hingegen intensiviert

Am Dienstag ordnete die israelische Regierung eine groß angelegte Angriffe in der Westbank an, bei der seither rund ein Dutzend Palästinenser getötet wurden. Vor allem in Dschenin kam es zu bewaffneter Gewalt.

Die saudische Regierung reagierte empört, verurteilte den Gewalteinsatz der israelischen Armee und forderte die internationale Gemeinschaft auf, das völkerrechtswidrige Vorgehen der „Besatzungsmacht“ zu stoppen. Ein UN-Sprecher warnte davor, das Leben unschuldiger Menschen aufs Spiel zu setzen und zivile Infrastruktur zu zerstören.

Berichten zufolge gab es Razzien in mehreren Städten des 1967 von Israel besetzten Gebiet, auch Drohnenangriffe wurden gemeldet.

Foto: ISM Palestine, via Wikimedia Commons | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Gewalt durch Siedler

Als nach dem Inkrafttreten der Feuerpause in Gaza Dutzende palästinensische Häftlinge im Austausch gegen drei Hamas-Geiseln aus israelischen Gefängnissen freikamen und viele von ihnen ins Westjordanland zurückkehrten, kam es dort wiederholt zu Angriffen radikaler israelischer Siedler auf palästinensische Dörfer. Israelischen Medienberichten zufolge setzten die vermummten Siedler in den Dörfern Gebäude und Fahrzeuge in Brand.

Israel hatte während des Sechs-Tage-Krieges 1967 unter anderem das Westjordanland, den Gazastreifen und Ost-Jerusalem erobert. Hier leben inmitten von drei Millionen Palästinensern inzwischen etwa eine halbe Mio. israelischer Siedler. Einschließlich Ost-Jerusalems sind es sogar 700.000 Siedler.

Der UN-Sicherheitsrat hatte 2016 die Siedlungen als eine Verletzung des internationalen Rechts bezeichnet und Israel aufgefordert, sämtliche Siedlungsaktivitäten in den Palästinensergebieten zu stoppen.

Foto: UN Geneva, via flickr | Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

UN-Generalsekretär Guterres warnt vor Annexion

Generalsekretär Antonio Guterres schlug am Mittwoch Alarm wegen des Plans der israelischen Besatzung, in den besetzten palästinensischen Gebieten eine neue Realität zu schaffen, und verwies auf die „Absichten, das Westjordanland zu annektieren“, was er als „eklatante Verletzung“ des Völkerrechts bezeichnete.

Eine Möglichkeit ist die Annexion des Westjordanlands und eine Art Schwebezustand in Gaza mit unklarer Regierungsführung, was eine völlige Verletzung des Völkerrechts darstellen würde“, sagte er auf dem jährlichen Weltwirtschaftsforum (WEF) im Schweizer Alpenort Davos.

Er fuhr fort, dass „einseitige Handlungen der Besatzungsmacht“ die internationalen Bemühungen um Frieden untergraben und gegen die Grundprinzipien des Völkerrechts verstoßen. Er betonte die dringende Notwendigkeit einer umfassenden politischen Lösung auf der Grundlage einer Zweistaatenlösung für den Nahostkonflikt.

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Siedlergewalt im Schatten des Krieges: Immer mehr Beduinengemeinden fliehen

krieg gaza Palästina israelisch saudi

Während sich im Gazastreifen Hamas und Israel bekämpfen, machen im Westjordanland radikale jüdische Siedler Jagd auf Beduinen. Taibeh/Maarajat/Duma (KNA). „Ich weiß sehr wohl, dass zwischen dir und mir erbarmungslose Kriege […]

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Tote und Verletzte im Westjordanland

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Die Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten bleibt weiter angespannt. Die jüngsten Gewaltausbrüche im Westjordanland sind Wasser auf den Mühlen der Hardliner. Jerusalem/Ramallah (KNA). Die Gewalt im israelisch-palästinensischen Konflikt nimmt […]

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Ein Dorf kämpft gegen den Grenzzaun Von Indra Kley

Bil’in/Tel Aviv (dpa) – Abdullah Abu Rahme schaut hinauf in den blauen Himmel. «Heute ist ein schöner Frühlingstag, eigentlich würde ich mit meinen Töchtern ein Picknick draußen im Olivenhain machen», […]

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