2023 als Jahr der Polykrisen?

Zu Beginn des Jahres 2022 gab es Befürchtungen, was in mindestens zehn Regionen passieren könnte. Ganz oben auf der Liste standen Sorgen über Spannungen in der Ukraine, Afghanistan und Äthiopien. Von Susan Harris Rimmer (The Conversation). Was sich 2022 ereignete, waren einige der schockierendsten humanitären Szenen der modernen Geschichte – vor dem Hintergrund der anhaltenden […]

13.02.2023 .Redaktion 4 Min. Lesezeit
Großbrand Flüchtlingslager Rohingya

Hunderttausende Rohingya sind hoffnungslos in den Lagern im Grenzgebiet von Bangladesch gedrängt. (Foto: Pablo Tescar/MSF)

Zu Beginn des Jahres 2022 gab es Befürchtungen, was in mindestens zehn Regionen passieren könnte. Ganz oben auf der Liste standen Sorgen über Spannungen in der Ukraine, Afghanistan und Äthiopien. Von Susan Harris Rimmer

(The Conversation). Was sich 2022 ereignete, waren einige der schockierendsten humanitären Szenen der modernen Geschichte – vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und extremer Wetterereignisse, die durch den Klimawandel verschärft wurden. Dies hat Experten dazu veranlasst, von einer Ära der „Polykrisen“ zu sprechen, in der Länder mit kaskadenartigen und miteinander verbundenen Krisen konfrontiert sind.

Die Weltbank schätzt, dass 23 Staaten (die insgesamt 850 Einwohner haben) derzeit vor hoch- oder mittelintensiven Konflikten stehen. Die Zahl der betroffenen Länder hat sich im letzten Jahrzehnt verdoppelt. Eine Folge dessen sind massive Flüchtlingsströme. Im Mai 2022 war ein weltweiter Rekord von 100 Millionen erreicht, die ihre bisherigen Wohngebiete verlassen mussten. Angesichts der bitteren Hinterlassenschaft des vergangenen Jahres stellt sich unter anderem die Frage: Welche Krisen sind 2023 vorrangig von Bedeutung?

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