Das umstrittene Thema „Ausländerkriminalität“ wird von Populisten und Rechtsextremen gezielt instrumentalisiert, um gesellschaftliche Ängste zu schüren und politische Stimmungsmache zu betreiben.
29.09.2025Malik Özkan4 Min. Lesezeit
Foto: Sven Grundmann/Adobe Stock
(iz). Dabei werden einzelne Zahlen der Kriminalstatistik aus dem Kontext gerissen, pauschalisiert und skandalisiert, um ein Feindbild vom „kriminellen Ausländer“ zu konstruieren. Schlagzeilen und Botschaften betonen Überrepräsentationen, vernachlässigen strukturelle Hintergründe wie soziale Lage und Anzeigeverhalten.
Diese Verkürzungen führen zu Vorurteilen und einer Polarisierung der Gesellschaft: Unsachliche Debatten und politische Forderungen wie Abschiebungen oder härtere Strafen gewinnen so an Reichweite.
Gleichzeitig verdrängt die Emotionalisierung differenzierte Analysen und fördert die Ausgrenzung von Minderheiten. Die eigentlichen Ursachen von Delinquenz bleiben dabei unbeachtet und werden durch moralisierende Schuldzuschreibungen überdeckt.
Foto: DABLJU/Adobe Stock
Dieser Begriff bezeichnet alle Handlungen, die gegen Gesetze verstoßen und strafrechtlich verfolgt werden. Um die Entwicklung und Struktur dieser Delikte zu messen, veröffentlicht das Bundeskriminalamt jährlich die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). Sie erfasst alle polizeibekannten und bearbeiteten Straftaten, wodurch das sogenannte „Hellfeld“ abgebildet wird – nicht die nicht angezeigten, das „Dunkelfeld“.
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