Wo Medien scheitern. Beim Thema „Ausländerkriminalität“ wird verzerrt

Deutsche Leitmedien berichten weit häufiger über Gewalttaten von Ausländern, als es ihrem Anteil in der Polizeilichen Kriminalstatistik entspricht.

05.11.2025 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
Islamberichterstattung medien schulen Pressefreiheit presse

Foto: Bjoern Wylezich, Shutterstock

(Mediendienst Integration). Das zeigt eine neue Datenauswertung zum Thema Migration und Kriminalität in den Medien. Von Donata Hasselmann & Fabio Ghelli

Ausländer sind im Fernsehen und in Printmedien überrepräsentiert, wenn es um Delinquenz geht. Das zeigten Langzeitanalysen des Journalismusprofessors Thomas Hestermann aus den letzten Jahren.

In einer Expertise für den Mediendienst Integration hat er aktuelle Daten aus 2025 ausgewertet. Sie zeigen: Die Überrepräsentation von ausländischen Tatverdächtigen in deutschen Leitmedien ist stärker als je zuvor.

Ein Viertel der TV-Berichte über Gewaltdelikte benennt die Herkunft der Verdächtigen. Von diesen handeln 94,6 % von ausländischen Tatverdächtigen. Das ist der höchste bislang gemessene Wert im Verlauf der Langzeitanalyse seit 2007.

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