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Bayern führt Wahlpflichtfach „Islamischer Unterricht“ ein

Foto: Albayrake, Institut für Islamische Theologie Osnabrück

München (KNA). An bayerischen Schulen wird es ab dem nächsten Schuljahr „Islamischen Unterricht“ als Wahlpflichtfach geben. Es soll vorwiegend für Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens als Alternative zur Religionslehre neben Ethikunterricht wählbar sein, wie die Bayerische Staatskanzlei am 23. Februar in München mitteilte.

Der Islamunterricht biete in deutscher Sprache Wissen über die islamische Religion sowie eine grundlegende Werteorientierung im Geiste des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung. Eingesetzt würden staatliche Lehrkräfte.

Das neue Fach hat bereits einen erfolgreichen Modellversuch hinter sich, wie es weiter hieß. Es wird demnach zunächst an 350 Standorten angeboten. Bei der Ausgestaltung und Entwicklung des Lehrplans werde man bezüglich der islamkundlichen Inhalte auf die Kompetenz des Wissenschaftlichen Beirats des Departments Islamisch-Religiöse Studien der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (DIRS) zurückgreifen.

Den Islamunterricht im Freistaat gibt es seit dem Schuljahr 2009/2010. Zuletzt beschloss das bayerische Kabinett im März 2019 die Verlängerung dieses Modellversuchs um zwei Jahre. Damals hieß es, daran nähmen rund 16.500 Schüler an 349 Schulen teil. Noch im Sommer 2020 hatte Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) die Pläne des Kultusministeriums zum Ausbau des Islamunterrichts zu einem Wahlpflichtfach begrüßt. Dieser stärke die Integration. Spaenle hatte den Modellversuch einst als Kultusminister ins Leben gerufen.

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