Nach der tödlichen Messerattacke von Würzburg wird weiter über Konsequenzen rund um Zuwanderung, Abschiebung und Integration diskutiert. Dabei gibt es Warnungen vor einer Bedrohung durch islamistischen Terror und Rufe nach einer offeneren Debatte über die Kriminalität von Zuwanderern. Von Gottfried Bohl Bonn (KNA). „Das Thema darf weder politisch instrumentalisiert noch tabuisiert werden“, sagte der innenpolitische […]
Nach der tödlichen Messerattacke von Würzburg wird weiter über Konsequenzen rund um Zuwanderung, Abschiebung und Integration diskutiert. Dabei gibt es Warnungen vor einer Bedrohung durch islamistischen Terror und Rufe nach einer offeneren Debatte über die Kriminalität von Zuwanderern. Von Gottfried Bohl
Bonn (KNA). „Das Thema darf weder politisch instrumentalisiert noch tabuisiert werden“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Statistiken zeigten, „dass Zuwanderer insgesamt überdurchschnittlich oft kriminell sind, ihr Anteil an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen allerdings sinkt“.
Dabei falle auf, dass etwa syrische Zuwanderer unterdurchschnittlich oft kriminell seien, Zuwanderer aus den nordafrikanischen Maghreb-Staaten oder Georgien dagegen überdurchschnittlich oft. Diese hätten selten ein Aufenthaltsrecht: „Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, einerseits anerkannte Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu integrieren und andererseits Personen ohne Aufenthaltsrecht in ihre Herkunftsländer zurückzuführen.“
Die SPD-Innenexpertin Ute Vogt sagte: „Religiöser Extremismus, insbesondere in der Form des Islamismus, war nie verschwunden.“ Mit Blick auf die Tat von Würzburg müsse man „wohl feststellen, dass auch psychische Probleme eine Rolle spielen können. Die psychologische Betreuung von Geflüchteten muss daher auf den Prüfstand gestellt werden.“
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