Thema Muezzin: Endlose Debatten, unzählige Meinungen

Islamfeinde dominieren Muezzin-Debatte. Wen lassen Medien zu Wort kommen, wenn mal wieder über Islam und Muslime debattiert wird?

18.04.2023 Fabian Goldmann 4 Min. Lesezeit

(iz). „Ruf des Schreckens… Vorauseilender Gehorsam… Machtdemonstration des Politischen Islam…“ Das sind einige der Überschriften, mit denen Medien im vergangenen Jahr über den Kölner Muezzinruf berichteten.

Islamfeindliche Motive von Unterwerfung und Unterwanderung, die man eher von rechtsextremen Blogs erwartet, prangten damals von einigen der größten Zeitungen des Landes. Aber sind das nur ein paar reißerische Ausnahmen von der ansonsten seriösen medialen Regel? Oder wird unsere Islamdebatte mittlerweile tatsächlich von islamfeindlichen Akteuren und verschwörungsideologischen Motiven dominiert?

Foto: Vereint im Islam 2021

1 Muezzinruf, 13 Monate Debatte, 325 Meinungen 

Für das Medienmagazin Übermedien habe ich die Berichterstattung aus über einem Jahr Muezzin-Debatte ausgewertet: Angefangen am 8. Oktober 2021, als Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker bekannt gab, den Ruf des Muezzins auf Antrag und unter Auflagen genehmigen zu wollen. Über den 4. Oktober 2022, als die DITIB-Zentralmoschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld bekannt gab, den Muezzinruf beantragen zu wollen.

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