Hunger in der Welt: „Wir dürfen andere Krisen nicht aus dem Blick verlieren“

Bonn/Aachen (KNA). Entwicklungsländer hungern, während in Deutschland der Großteil des Getreides nicht zur Ernährung von Menschen genutzt wird. Inwieweit hohe Lebensmittelpreise mit dem russischen Krieg in der Ukraine zusammenhängt und was das für die weltweite Ernährung bedeutet, darüber sprach die Abteilungsleiterin des Hilfswerks Misereor für Afrika und den Nahen Osten, Dorothee Klüppel, am 22. März […]

24.03.2022 .Redaktion 5 Min. Lesezeit
jemen

Foto: Jennifer Bose, CARE

Bonn/Aachen (KNA). Entwicklungsländer hungern, während in Deutschland der Großteil des Getreides nicht zur Ernährung von Menschen genutzt wird. Inwieweit hohe Lebensmittelpreise mit dem russischen Krieg in der Ukraine zusammenhängt und was das für die weltweite Ernährung bedeutet, darüber sprach die Abteilungsleiterin des Hilfswerks Misereor für Afrika und den Nahen Osten, Dorothee Klüppel, am 22. März im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Von Nicola Trenz

Frage: Das UN-Welternährungsprogramm und viele Hilfswerke warnen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg vor Hungerkrisen in Nord- und Ostafrika und dem Nahen Osten. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Dorothee Klüppel: Es gibt dort eine Verkettung mehrerer Krisenfaktoren. Der Ukraine-Krieg und dessen Folgen kommen zu einer bereits extrem angespannten Situation hinzu. Die durch den Krieg sehr stark steigenden Nahrungsmittelpreise treten nun mit verschiedenen anderen Faktoren zusammen.

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