Jericho: Streit um Welterbestatus

Jericho: Die Unesco hat das antike Jericho in die Liste des Welterbes aufgenommen. Israelische Stimmen werfen der Organisation vor, die Geschichte Jerichos ethnisch zu säubern.

1.10.2023 Andrea Krogmann 2 Min. Lesezeit
Jericho

Foto: Valderamas, Unsplash

(KNA): Die Erhebung der antiken Stadt Jericho zum Unesco-Welterbe in Palästina hat für Verärgerung auf israelischer Seite gesorgt. Man betrachte „die heute getroffene Entscheidung als ein weiteres Zeichen für den zynischen Gebrauch der Unesco durch die Palästinenser und die Politisierung der Organisation“, hieß es laut israelischen Medienberichten in einer Erklärung des israelischen Außenministeriums.

Jericho – Anerkennung führt zu Streitigkeiten

Die Unesco hatte Tel al-Sultan, das alte Jericho, in die Welterbeliste aufgenommen und Palästina zugeordnet. Die Zahl der palästinensischen Welterbestätten erhöht sich damit auf vier.

Rechte israelische Abgeordnete hatten laut Medienberichten zuletzt versucht, Druck auf die UN-Organisation auszuüben, um die Anerkennung Tel al-Sultans als Welterbe der Palästinenser zu verhindern.

In einem Brief an die Vertreter der Mitgliedsstaaten der Welterbekonvention erklärten sie, die Palästinensische Behörde führe eine Kampagne, um die jüdische Geschichte im Westjordanland zu leugnen, und versperre Israelis den Zugang zu den Stätten. Zudem habe sie Jericho zu einem Zentrum des Terrors gemacht.

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