Kotti oder das geheime Herz von Westberlin

Robert Rigney erzählt Geschichten rund um den Kotti und von Geistern der Vergangenheit.

05.11.2024 Robert Rigney 9 Min. Lesezeit
kotti

Foto: imago | Ina Peek

(iz). In den letzten zwanzig Jahren hat sich hier am Kottbusser Tor (oder Kotti, wie es liebevoll von den Berlinern genannt wird) nicht viel verändert. Das ist eine gute und eine schlechte Sache. Menschen sind gekommen und gegangen, einige neue Orte haben eröffnet und einige alte haben geschlossen. Aber das Kotti ist bis heute das heimliche Herz Westberlins – so wie es der Alexanderplatz in Ostberlin ist.

Trotz des unaufhörlichen Ansturms von Touristen sowie Hipstern und dem Eindringen von immer mehr sensationslüsternen Schaulustigen hat der Platz seine Ecken und Kanten sowie sein Gütesiegel als „Klein-Istanbul“ bewahrt. Ein Ort, an dem Moscheen und türkische Bistros Seite an Seite mit einer verheerenden Drogenszene existieren, die seit fast vierzig Jahren niemand mehr auszurotten vermag.

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