(GFP.com). Im Vorfeld des Klimagipfels in Glasgow stellte eine unabhängig verfasste Studie der Klimapolitik der G20-Industrie- und Schwellenländer ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Bundesrepublik sei von einer Vorreiterrolle beim Klimaschutz „weit entfernt“, heißt es unter Bezug auf die Studie. Demnach reichten die Bemühungen der G20-Staaten bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung innerhalb der Grenze […]
(GFP.com). Im Vorfeld des Klimagipfels in Glasgow stellte eine unabhängig verfasste Studie der Klimapolitik der G20-Industrie- und Schwellenländer ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Bundesrepublik sei von einer Vorreiterrolle beim Klimaschutz „weit entfernt“, heißt es unter Bezug auf die Studie.
Demnach reichten die Bemühungen der G20-Staaten bei weitem nicht aus, um die Erderwärmung innerhalb der Grenze von 1,5 Grad Celsius zu halten, auf die sich die Staatenwelt im Pariser Klimaabkommen verständigte. Die Treibhausgasemissionen stiegen derzeit überdies bei allen Industriestaaten an, da die wirtschaftliche Erholung nach der Covid-19-Pandemie mit vermehrter Verbrennung fossiler Energieträger einhergehe. Die Studie, die Daten der Weltbank, der OECD und der Internationalen Energieagentur auswertete, prognostiziert eine Erderwärmung von 2,4 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Klima, sollten die G20-Länder ihre Klimaziele nicht ambitionierter gestalten.
Als besonders problematisch wird die Zunahme der Emissionen in Russland und Saudi-Arabien eingestuft. Wobei auch die Schwellenländer Indonesien, Argentinien, Indien und China laut der Studie weit entfernt von einer nachhaltigen Klimapolitik sind, da auch sie inzwischen mehr Treibhausgase emittieren als vor dem Ausbruch der Pandemie. Problematisch ist laut der Studie überdies der Umstand, dass nur ein geringer Anteil der Konjunkturmaßnahmen, die in Reaktion auf die Pandemie aufgelegt wurden, tatsächlich zum Klimaschutz beitrage – nur „300 Milliarden von 1,8 Billionen US-Dollar“, heißt es.
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