Ritt auf der Welle – „Gaza Surf Club“ blickt auf eine kleine Hoffnung

(KNA). Gaza wäre nichts ohne seinen Strand, sagen die Bewohner der Stadt. Hier zu leben fühlt sich wie in einem Gefängnis an. Die meisten Zugänge werden von Israel kontrolliert, nur wenige Menschen verschlägt es von außerhalb herein. Die Trümmer der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Israel schieben sich durch die ganze Stadt. Als scharfkantige Wellenbrecher strecken sie […]

25.12.2020 .Redaktion 3 Min. Lesezeit

Quelle: Farbfilm Verleih Foto: Little Bridge Pictures, Niclas Reed Middleton

(KNA). Gaza wäre nichts ohne seinen Strand, sagen die Bewohner der Stadt. Hier zu leben fühlt sich wie in einem Gefängnis an. Die meisten Zugänge werden von Israel kontrolliert, nur wenige Menschen verschlägt es von außerhalb herein. Die Trümmer der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Israel schieben sich durch die ganze Stadt. Als scharfkantige Wellenbrecher strecken sie ihre Arme bis ins Meer hinaus.

Dennoch: Strand und Meer bieten einen der wenigen Zufluchtsorte. Wenn der Swell kommt, lassen Abu Jayab, Ibrahim und ihre Freunde alles stehen und liegen. Über die Betonbrocken des zerstörten Hafens klettern sie dorthin, wo die Wellen am saubersten brechen, und gleiten mit ihren Brettern über das Meer. „Gaza Surf Club“, der Dokumentarfilm von 2016 des deutsch-ägyptischen Regie-Duos Philip Gnadt und Mickey Yamine, begleitet die Surfer bei ihren Ritten. Mit Aufnahmen aus einem typischen Surf-Film haben diese Szenen jedoch nicht viel gemein. Im Gegenteil ist der Himmel verhangen, die Surfbretter groß und verbeult; die Kamera fängt von einem selbst zusammengezimmerten Floß aus wankend das Geschehen ein. Gleichwohl schreiben die vorbeiflitzenden Körper und freudestrahlenden Gesichter in diese Bilder Glück, Energie und Lebensfreude ein.

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