Segenskraft: Baraka und Dhikr im Ramadan

Der zweite Schritt der Bewusstwerdung ist ein aktives Streben nach Segenskraft, der Baraka.

26.02.2026 Abdurrahman Reidegeld 6 Min. Lesezeit
Baraka ramadan

Foto: Ammar Asfour, The Eye in Islam

(iz). Wohl selten in der neueren Geschichte war der Muslim so vielen Anfechtungen und Heimsuchungen ausgesetzt wie in diesen letzten Jahren, und nach wie vor scheint es den meisten Menschen weltweit unmöglich, sich in Ruhe zu besinnen. Zu viele Eindrücke und furchtbare Erlebnisse beherrschen Denken und Bewusstsein, zu sehr sind wir alle einer Lebensweise entfremdet, die ganzheitlich, in sich selbst und aus sich selbst, Kraft und Stärke schöpfen kann.

Der Muslim erlebt aus seiner Warte heraus das derzeitige Weltgeschehen als passiver Beobachter und Erleidender ohne Stimme – jedenfalls misst man seiner Stimme offenkundig in der Weltbevölkerung keinen Wert zu.

Chance auf Baraka

Und dennoch gibt es Hoffnung. Und dennoch gibt es die Möglichkeit, Allahs Zufriedenheit zu erlangen, und zugleich die Chance auf Erkenntnis einer Änderung. „Wie das alles“, seufzt da sicher so mancher, „wie sollte das geschehen?“

Dazu gehört vor allem die Einsicht, dass fast jeder Muslim seine innere Mitte verloren hat. Damit meine ich die Kraft, die sich aus Wissen (‘Ilm) und Gedenken Allahs (Dhikr) speist.

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