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Wie feiern Muslime das Ramadan-Ende?

„Schreibmaschinenlettern – Islamische Zeitung"

Der Prophet sagte, dass die Handlungen ihren Wert in ihrem Ende finden. Das gilt auch für das Ramadan-Ende. „Wer sich reinigte, den Namen seines Herrn anrief, dann das rituelle Gebet […]

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Segenskraft: Baraka und Dhikr im Ramadan

Baraka ramadan

Der zweite Schritt der Bewusstwerdung ist ein aktives Streben nach Segenskraft, der Baraka. (iz). Wohl selten in der neueren Geschichte war der Muslim so vielen Anfechtungen und Heimsuchungen ausgesetzt wie […]

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Hölderlins Leiden im Lichte des Ramadan

Hölderlin

Menschen, die beständig mit Binsenweisheiten kommen – Klischeewissen, wie es Necip Fazil Kisakürek nennt – das sind, so Hölderlin, die Unheilbaren.

(iz). Jeder Mensch fühlt sich durch andere Verhaltensweisen verletzt. Aufgrund der eigenen Kindheit und Vergangenheit empfindet jeder eine unterschiedliche als verletzend. Was letztlich immer dahinter steckt, ist das Gefühl mangelnder Wertschätzung. Wir leben im 21. Jahrhundert – einem Jahrhundert, das, was den europäischen Teil betrifft, nun allmählich beginnt, Verletzungen der Psyche als solche immer mehr in den Fokus zu rücken.

Hölderlin oder der Wahnsinn

Abu Zayd Al-Balkhi schrieb im 9. Jahrhundert ein Werk über die Heilung der Psyche. Die gesamte Literatur der Sufi behandelt auf ihre eigene Art und Weise Themen rund um die Gesundheit des Herzens, des Gemüts.

In der deutschen Geschichte gibt es manchen Dichter, der dem Wahnsinn erlag und von anderen Menschen isoliert werden musste. Der Dichter Hölderlin ist einer von ihnen. Er verbrachte mehr als die Hälfte seines Lebens im nach ihm benannten Turm in Tübingen: dem Hölderlin-Turm.

Sein einziger Roman, der „Hyperion“, behandelt auch das Thema des Unver­standenseins. Er fühlte sich zeit seines Lebens unverstanden: „So kam ich unter die Deutschen. Ich forderte nicht viel und war gefasst, noch weniger zu finden.“ Ein scharfes Urteil über die Menschen der Nation, der er selbst angehört. Warum fühlte er sich unverstanden und wieso kann ich mich so gut in ihn hineinversetzen?

Foto: Möhring | Shutterstock

Es gab viele Situationen, in denen ich anderen von der Größe Goethes und Schillers erzählte – sie fragten mich, was es nütze, über sie zu sprechen. Ich sprach über außergewöhnliche Leistungen der Osmanen und hörte: Waren sie keine Unmenschen? Ich erzählte von den Griechen, von Aristoteles und Platon, von griechischer Mythologie und hörte: Ist das alles nicht schon solange her?

Ich sprach über die Abbasiden und wie sie die Werke der Griechen übersetzten, über Seneca und seine tiefgreifenden Weisheiten, Dante und Moliére, einem Italiener und Franzosen… ich sprach von Al-Andalus, doch oftmals hörte ich dasselbe: Du bist und bleibst ein Romantiker… was heißt es ein Romantiker zu sein? Wenn Romantik bedeutet, sich auf die Größe ­vergangener Zeit zu besinnen, sich ihrer zu erinnern und das Feuer im eigenen Herzen lodern zu lassen, dann ist es eine Sünde kein Romantiker zu sein.

All das habe ich mit Hölderlin gemein. Hölderlin schreibt im Hyperion: „Sprach ich einmal auch vom alten Griechenland ein warmes Wort, so gähnten sie, und meinten, man hätte doch auch zu leben in der jetzigen Zeit; und es wäre der gute Geschmack noch immer nicht verloren gegangen, fiel ein anderer bedeutend ein. Dies zeigte sich dann auch. Der eine witzelte, wie ein Bootsknecht, der andere blies die Backen auf und predigte Sentenzen.“

Foto: Freepik.com

Mit Menschen zu leben, die keinen Sinn für menschliche Größe haben, ist eine Qual. Das Feuer der eigenen Seele so vom Sand angreifen zu lassen, ermordet die Freude am Dasein. Dazu sagt Hölderlin: „Ein Volk, wo Geist und Größe keinen Geist und Größe mehr erzeugt, hat nichts mehr gemein, mit andern, die noch Menschen sind, hat keine Rechte mehr…“ 

Hölderlin fühlte sich unverstanden. Binsenweisheiten ließen ihn abstumpfen. Das war sein Schicksal. Jeder Mensch, der um sich nicht zumindest einige wenige versammeln kann, und mit ihnen von vergangener Größe sprechen kann, wird durch solche Gesellschaft leiden. Menschen, die beständig mit Binsenweisheiten kommen – Klischeewissen, wie es Necip Fazil Kisakürek nennt – das sind, so Hölderlin, die Unheilbaren. Über diese Unheilbaren schrieb er das folgende Gedicht:

Eil, o zaudernde Zeit, sie ans Ungereimte zu führen,
Anders belehrest du sie nie, wie verständig sie sind.

Eile, verderbe sie ganz, und führ ans ­furchtbare Nichts sie,
Anders glauben sie dir nie, wie verdorben sie sind.

Diese Toren bekehren sich nie, wenn ihnen nicht schwindelt,
Diese… sich nie, wenn sie Verwesung nicht sehn.

Anders als durch Niederlagen, als durch Schicksalsschläge begreifen diese Menschen nicht, was Schönheit und Wahrheit bedeutet. Ihr Herz ist so abgestumpft, das nur  harte Schicksalsschläge es reanimieren können. So sprach auch der größte Poet der Weltgeschichte: Mewlana Dschelaleddin Rumi: „Härte reinigt die Niederträchtigen; wenn sie freundlich behandelt werden, werden sie hartherzig.“ ( Masnevi, Band 3, Vers 2983)

Foto: don del castillo, via flickr | Lizenz: CC BY-NC 4.0

Es gibt Menschen, die hören von Geschichten des Propheten. Sie hören die Anekdoten der Gefährten, der Gelehrten sowie der Aulija (Freunde Allahs) und sie weinen. Warum? Weil ihre Herzen wach sind. Ihre Herzen sind gesund. Mit solchen Menschen zusammenzuleben, die ein solch achtsames Gemüt besitzen, das ist das größte Geschenk auf Erden.

Abu Hanifa, der Vater der muslimischen Rechtswissenschaft, sagte: „Anekdoten, die von den Schönheiten der Gelehrten erzählen, sind mir lieber als die meisten Angelegenheiten des Rechts (arab. Fiqh), denn diese Anekdoten können uns den Anstand und Charakter der Gelehrten lehren.“ Folgenden Qur’anvers führte Abu Hanifa als Beweis an: „Das sind diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. So folge ihrem Weg und richte dich nach ihrem Vorbild!“ (Al-An’am, Sure 6, 90)

Foto: Umut Rosa, Shutterstock

Die Fähigkeit, nein zu sagen

Wir befinden uns im Moat Ramadan. In einem Monat, in dem wir unter Beweis stellen, dass wir von der Wesensart her über den ­Tieren stehen. Während sie lediglich essen, schlafen, trinken und sexuell aktiv sind, ­besitzen wir die Fähigkeit, nein zu sagen. Nein zum Essen, nein zum Trinken, nein zur Sexualität. Wir stellen unter Beweis, dass etwas in uns ist, das erhaben ist über die irdischen Fesseln der Körperlichkeit. Gleichzeitig leben wir in einem Land, das uns in den letzten ­Jahren immer wieder als „krank“ bezeichnet hat, weil wir fasten. „Ja, auch auf Wasser verzichten wir.“

„Ich könnte das nicht“, kommt es überall in ganz Deutschland zurück. Ja, deshalb bist du halt kein Muslim, keine Muslimin. Wir ­werden als krank bezeichnet, weil wir die Menschlichkeit in uns ausbilden wollen, von einer Gesellschaft, die sich angeblich auf den Humanismus beruft.

Wie sagte Dante Alighieri: „Bedenke deine Herkunft: du wurdest nicht erschaffen, um wie Vieh zu leben, sondern um nach Tugend und nach Wissen zu streben.“ Und ähnlich sprach Shakespeare: „Was ist der Mensch, wenn seiner Zeit Gewinn, sein höchstes Gut nur Schlaf und Essen ist? Ein Vieh, nichts weiter.“

In diesem Monat bändigen wir das Animalische, den Egoismus in uns Menschen. Wir erklären dem Konsum den Krieg, um das Menschliche, das Humane in uns zur Geltung zu bringen. Und alle, die wir fasten, spüren es, dass wir feinfühliger und sensibler werden, mitfühlender werden. Plötzlich bewirken die Anekdoten und die Erzählungen von vergangener Größe etwas in uns. Unser Herz wird gerührt, wenn es nicht abgestumpft ist vom Konsum. In diesem Zustand miteinander zu sprechen und einander vom feinfühligen und herzlichen Verhalten der Menschen von früher zu erzählen, das ist gut. Ja, Hölderlin sagt es uns:

gut
Ist ein Gespräch und zu sagen
Des Herzens Meinung, zu hören viel
Von Tagen der Lieb,
Und Taten, welche geschehen.

Solch ein „Andenken“ ist ein erhebendes ­Andenken. Was nützt es beständig über die schrecklichen Geschehnisse dieser Zeit zu sprechen, wenn sie uns unberührt und kalt lassen, wenn sie uns nicht anspornen uns als Menschen auszubilden und herzlicher zu ­werden, ja sogar im Gegenteil: wenn sie uns vergessen machen, warum wir erschaffen ­wurden… 

In diesem Monat fühlen wir in Deutschland, was Hölderlin fühlte: „So kam ich unter die Deutschen. Ich forderte nicht viel und war gefasst, noch weniger zu finden.“ Wir werden uns anhören, dass es krank sei zu fasten, krank sei, bis zum Abend nichts zu trinken, doch wir werden es weniger hören, da wir aufgrund der Kontaktbeschränkungen weniger Kontakte sehen werden.

Was wir nun auch sehen und hören werden, trösten wir uns damit, dass auch er darunter litt, nicht verstanden zu werden. Es hat sich seither, was das Verständnis des Befremdlichen angeht, in Deutschland nicht viel verändert. Hölderlin sprach aus, wer von der Mehrheitsgesellschaft geehrt wird und wer eben nicht:

Ach! Der Menge gefällt, was auf dem ­Marktplatz taugt,
Und es ehret der Knecht nur den ­Gewaltsamen;

An das Göttliche glauben
Die allein, die es selber sind.

Ihn hätte ich so gerne gekannt und mit ihm über vergangene Größe gesprochen, gesprochen über große, bedeutende Gegenstände, um die eigene Seele zu erheben und menschlicher zu werden. Er ist jemand, der mich und den ich, verstanden hätte. Sein Leiden fühle ich heute noch.

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Verzicht ist ein Heilmittel gegen Konsum

Heilmittel

Wir bestehen sowohl aus Intellekt als auch aus Begierde, Trieben, Neigungen. Fasten ist ein Heilmittel gegen schlechte Eigenschaften. „Was ist der Mensch, wenn seiner Zeit Gewinn, sein höchstes Gut nur […]

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Eigentlich geht es um Gottesfurcht

Gottesfurcht

Zweck des Fastens ist nicht spiritueller Erweiterung, auch sie dadurch gestärkt werden mag. Der erste Antrieb ist die Gottesfurcht.

(iz). Das Wort Ramadan leitet sich von der arabischen Wurzel R-M-D ab. Es bedeutet große Hitze. Manche sind der Ansicht, dass es zur Zeit des Hochsommers war, als die Gläubigen zu fasten aufgerufen wurden. Das Fasten im Monat Ramadan war eine aufhebende Anweisung, die das frühere Pflichtfasten am Tag von Aschura, dem 10. Tag des Muharram, ersetzte.

Auch wenn dieser einzelne Tag immer noch verehrt wird und das Fasten an ihm immer noch als Akt der Anbetung Allahs empfohlen ist, befahl der Allerhöchste stattdessen einen ganzen Monat der Enthaltsamkeit von Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr während der Stunden des Tageslichts. Allah sagt im Qur’an: „Oh, die ihr Iman habt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.“ (Al-Baqara, 183)

Gottesfurcht ist das oberste Ziel

Die letzten Worte dieses Verses werden gerne mit der Bedeutung „auf dass ihr gottes­fürchtig werden möget“ übersetzt. Viele Menschen betrachten Gottesfurcht (eine verkürzte Übersetzung des arabischen Wortes Taqwa) als einen Zustand der spirituellen Erhebung und Freude. Aber das scheint nicht die genaue Deutung der meisten sunnitischen Qur’aninterpretatoren (arab. Mufassirun) zu sein.

Auch wenn Taqwa am Ende dazu führen kann. Aus dieser Ableitung nehmen viele an, dass spirituelle Erhebung sich direkt aus Fasten und Enthaltsamkeit ergibt. Das heißt, demnach diene der Akt des Fastens als das Ausfüllen eines spirituellen Vakuums. Eine Gottesfurcht durch Leiden.

Wie dem auch sei, einer solchen Deutung gelingt es nicht, die eigentliche Anordnung von Ursache und Wirkung zwischen geistiger Erweiterung und Fasten zu reflektieren. Al-Qurtubi schrieb: „Es wurde gesagt, dass die Bedeutung ‘auf dass ihr gottesfürchtig werden möget’ bedeutet, sich von falschen Handlungen zu enthalten. Es heißt auch, dies sei eine allgemeine Aussage…“, die allgemeine Bedeutung leitet sich von dem Wort „tattaqun“ ab.

Es bedeutet einfach, zu vermeiden oder vorsichtig zu sein. Diese Auslegung wurde von Al-Suddi wiedergegeben, was durch Ibn Dscharir berichtet wurde: „Vermeidung von Lebensmitteln, Getränken und Frauen, so wie sie (die Leute des Buches) sie vermeiden würden.“ Die grundlegende Annahme ist die gleiche. Das Wesen des Fastens ist in der linguistischen Definition von Saum zusammengefasst: zurückhalten und enthalten. Dies wirft dann ein Schlaglicht auf zwei ramadanische Gedanken.

Foto: Myvisuals, Adobe Stock

Ehrfurcht und Respekt vor Allah

Erstens, der Zweck des Fastens ist nicht die Erlangung spiritueller Erweiterung, auch wenn sie durch Enthaltsamkeit gestärkt werden mag. Letztendlich kommt es zum Fasten aus Angst und Respekt vor Allah. Das heißt, der Akt des Fastens ist die Manifestation des Glaubens an und die Hingabe gegenüber dem Allerhöchsten.

Es kommt von einem Herzen, dem es nach Allah verlangt. Das ist der Grund, warum sich die frühen Muslime Monate vor dem Ramadan auf diesen vorbereiteten. Sie steigerten ihre spirituelle Wahrnehmung und das Wissen von Allah. Sie stärkten ihre Belastbarkeit, sich von irdischem Verlangen zu enthalten, sodass sie zum Ramadanbeginn ihre resolute Fähigkeit zeigen konnten.

Kunst der Enthaltsamkeit

Der zweite Aspekt behandelt die Kunst des sich Enthaltens. Es geht gegen die ganze Lehre der Enthaltsamkeit, den Sonnenuntergang  grünes Licht für Völlerei zu nutzen. Oder sich am Tage zu zügeln, während wir uns für  tägliche Festmahl vorbereiten. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, moderierte eine Schari’a zwischen den beiden Extremen. Er verbot den übermäßigen Verbrauch genauso wie Wisal (das ununterbrochene Fasten an jedem Tag).

Der Punkt des Verbrauchs ist eine sehr einfache. Anas ibn Malik überlieferte, dass der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sein Fasten mit Datteln vor dem Abendgebet brach. Wenn es diese nicht gab, mit getrockneten. Und in Abwesenheit dieser mit einem Becher Wasser. Dies findet sich in einem anderen Hadith, in dem er sagte: „Wenn jemand von euch sein Fasten bricht, dann soll er das mit Datteln tun. Und wenn er keine finden kann, dann mit Wasser, denn es ist reinigend.“

Foto: baramyou0708, Freepik.com

Seine Aussagen verweisen  mehrere Dinge, aber eine vielleicht drängende Frage, die hier zu Tage tritt, sind die ausgefeilten Feste, die Leute organisieren. Oft wird dies mit dem häufig zitierten Hadith begründet: „Wer einem Fastenden Nahrung zum Fastenbrechen gibt, wird die Belohnung dieser Person erhalten, ohne dass der Fastende irgendeinen Verlust erfährt.“

Bei diesem Hadith müssen wir bedenken, dass die Belohnung für die Speisung eines Fasten darin besteht, was man ihr gibt, um ihr Fasten zu brechen (Iftar). Der Anlass für diese Aussage war, einen Anreiz für die Speisung der weniger Begüterten zu liefern. Das gleiche gilt für die Zakat al-Fitr: Niemand soll an dem Feiertag hungern. Heute wird es oft benutzt, um Übertreibung zu begründen. Hier gibt es Nachsichtigkeit in einem Zusammenhang, der selten gottesfürchtig ist.

Da haben wir die unglückliche Ehefrau, die den ganzen Tag das Essen vorbereiten muss, anstatt sich in der Anbetung zu engagieren. Eine der bekannten Folgen ist, dass sie manchmal sogar das Abendgebet verschieben muss. Und andere können nicht einmal beten, weil ihre Hosen an den Nähten platzen. Ein solches Verhalten ist ein Schlag ins Gesicht einer auf der Offenbarung basierten Haltung gegenüber. So wird das Fastenbrechen zu etwas, das es nicht ist.

Zeit Ramadan

Foto: Sumaya Hisham

Notwendige Differenzierung

Das Thema (wie jedes andere im Islam) verlangt nach Differenzierung. Die frühen Muslime unternahmen Anstrengungen, um ihr Fasten mit anderen zu brechen. Daher ist die gemeinschaftliche Natur des Iftars nichts, das nicht entmutigt werden sollte. ’Abdullah ibn Mubarak brach sein Fasten mit Waisen und den. ’Abdullah ibn Al-Mubarak tat dies mit anderen Gelehrten und servierte ihnen Essen. Hammad ibn Sulaiman speiste jede Nacht 50 Menschen und gab ihnen am Feiertag neue Kleidung.

Offenkundig sind solche Versammlungen, wo sich die Religiösen versammeln, um einfach zu essen und sich an der Gesellschaft zu erfreuen, empfehlenswert. Anas ibn Malik überlieferte, wie der Prophet zu Sa’d ibn Ubada kam. Dieser brachte Brot und Öl. Der Gesandte Allahs aß es und sagte: „Die Fastenden haben ihr Fasten mit dir beendet. Die Rechtschaffenen haben dein Mahl gegessen und die Engel haben dich empfohlen.“

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Ramadan 2026: Stress vermeiden. Vorbereitung für den Fastenmonat

Stress vermeiden

Effizienz kann überall gesteigert werden. Gerade im Ramadan lässt sich jede Menge Stress durch Vorbereitung vermeiden.

Auch wenn es ein Monat des Verzichts sein soll, bedeutet er gerade für Hausfrauen und Mütter Mehrarbeit in der Küche. Um nicht dort die ganze Zeit zu verbringen und Zeit für Wichtigeres zu sparen, gibt die bekannte US-amerikanische Köchin und Autorin Yvonne Maffei einige Tipps.

(My halal Kitchen). Effizienz kann überall gesteigert werden. Im Ramadan ist es jedoch wichtiger als sonst, Leistungsfähigkeit in die Lebensführung einzubinden, um weniger Zeit in der Küche zu verbringen und mehr Zeit für spirituelle Augenblicke zu haben.

Vorbereitung: Die Mahlzeiten fürs Fastenbrechen vorplanen

Wenn Sie jetzt noch keine Vorbereitungen getroffen haben, ist es trotzdem nicht zu spät. Sie müssen nicht jedem Ratschlag folgen, aber es hilft erheblich, wenn Sie vorab wissen, was sie in der kommenden Zeit kochen wollen und dementsprechend planen.

Kaufen Sie große Mengen

Abgesehen von regelmäßig verwendeten Lebensmitteln, die sich für den Ramadan besser in großen Mengen kaufen lassen, empfiehlt es sich auch, Spülmittel, Schwämme, Papierhandtücher, Reinigungsmittel sowie ökologisch nachhaltiges Wegwerfgeschirr zu besorgen. Das spart Zeit, wenn man ansonsten für kleine Dinge in den Laden müsste. Ein Großeinkauf hilft nicht nur bei der besseren Planung von Mahlzeiten, er hilft auch, wenn sich Überraschungsgäste oder Iftar-Einladungen ankündigen.

Foto: Lucy Ewitt

Bereiten Sie Ihre Zutaten vor

Die Franzosen nennen das „mise en place“. Wenn Sie beispielsweise die Basis für Suppen oder Eintöpfe vorbereiten, müssen Sie Gemüse wie Zwiebeln, Karotten oder Sellerie schneiden. Wenn Sie das rechtzeitig tun, wird das Kochen schneller und besser organisiert von der Hand gehen. Das hilft bei der allgemeinen Produktivität in der Küche. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Zeit nach dem Suhur (morgendliche Mahlzeit vor Beginn des Fastentages) der beste Augenblick ist, um Zutaten für das Iftar am Abend vorzubereiten. Finden Sie die Zeit, die am besten für Sie passt, und halten sich dann an diese.

Aufräumen während der Arbeit

Es gibt einen guten Grund, warum die besten Chefköche darauf gedrillt sind, diszipliniert und reinlich zu arbeiten. Sie wissen, dass Zeit Geld ist. Im Ramadan ist Zeit wesentlich und man kann ihren Verlust nicht mit Geld ausgleichen. Zwischen Fastenbrechen, dem Beten am Abend und Tarawwih in der Nacht gibt es nicht viel Zeit, die man verlieren kann. Wenn man während des Kochens saubermacht, gibt es weniger zu tun, sobald die Teller zum Abwasch zurück in die Küche kommen.

Verhindern Sie Dehydrierung

Die meisten Menschen bedenken diesen Punkt in der Regel überhaupt nicht und wissen auch nicht, dass er die Effizienz Ihrer Arbeit in der Küche beeinflusst. Es ist entscheidend das Dehydrieren in einer heißen Küche zu verhindern, um unseren Energiespiegel hochzuhalten. Auch wenn wir während des Fastens nicht trinken dürfen, können wir doch Fenster und den Abzug über dem Herd öffnen, um Hitze und Feuchtigkeit abziehen zu lassen.

Reste können helfen

Gelegentlich kochen wir mehr, als wir essen können; vielleicht, weil die Augen beim Fasten größer sind als unser Magen. Wenn Sie genug für den nächsten Tag übrig haben, lässt es sich entweder beim Suhur benutzen oder einfrieren, um später im Monat ein komplettes Iftar damit zu bestreiten. Übriges Gemüse können in ein Omelett getan werden und verbleibendes Fleisch oder Reis in eine Suppe.

Bereits am Abend decken

Da wir Suhur zu sehr früher Stunde essen, bleibt oft nicht die Zeit, den Tisch entsprechend zu decken. Wenn Sie am Abend zuvor den Tisch decken, bleibt morgens mehr Zeit für die Zubereitung dieser wichtigen Mahlzeit.

Setzen Sie ihre Kochzeit klug ein

Gleich, ob Sie alleine oder mit Familienmitgliedern kochen, nutzen Sie die Zeit, um währenddessen etwas wirklich Produktives zu tun. Das kann das Auswendiglernen einer Sura oder etwas Unterricht für Ihre Kinder sein. Anstatt währenddessen zu telefonieren oder in Gedanken Ihr Stressniveau zu steigern, bringt eine sinnvolle Betätigung in der gesegneten Zeit um Suhur und Iftar richtigen Nutzen.

Für jeden eine Aufgabe

Nutzen sie alle zur Verfügung stehenden Hände in Ihrer Familie, indem Sie jedem eine Aufgabe für das Essen geben, ob groß oder klein. Gleich, ob es das Tischdecken ist, die Verpackung von Resten oder das Gemüseschneiden, jedes Familienmitglied kann seine Rolle spielen, um die Effektivität im Haushalt zu steigern.

Beten Sie für Segen

Und nicht zuletzt: Bitten Sie Allah um Segen (Baraka) für alles, was Sie tun. Ihre eigenen Anstrengungen und Vorplanungen werden sie, inscha’Allah, zu einer effizienteren Küche im Ramadan führen.

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Der Aspekt der Zeit im Ramadan

Zeit

Pflichtgebet oder Fasten im Ramadan – alle finden ihre rechtliche Signifikanz im Gefäß der Zeit.

(Lamppost Education). Zeit ist ein Geschenk, dessen größte Bedeutung in der Gelegenheit verborgen ist, sich mit dem Schöpfer durch die Erfahrungen des Lebens und seiner Wechselfälle vertraut zu machen. Allah hat die Anbetungsarten der Gläubigen mit einer interessanten Beziehung zu ihr angelegt. Das Pflichtgebet, die turnusgemäße Einsammlung der Zakat, die Saison der Pilgerfahrt und das Fasten im Monat Ramadan – alle finden ihre rechtliche Signifikanz im Gefäß der Zeit.

Zeit als Gastgeber des Lebens

Im gewissen Sinne ließe sich sagen, dass Zeit der Gastgeber des Lebens ist. Sie gewährt jede freundliche Aufnahme und serviert in anderen Momenten Speisen, die weniger erfreulich sind, um uns schließlich zur Tür hinaus zu begleiten. Ein guter Gast, der damit rechnet, wieder in das Haus eines liebenswürdigen Gastgebers eingeladen zu werden, tut gut daran, sich in seiner Kleidung und seinem Auftreten gut vorzubereiten und die wichtigsten Umgangsformen für die Begrüßung dieses würdevollen Gastgebers zu lernen.

Foto: Sondem, Adobe Stock

Mit anderen Worten: Ramadan ist kein Gastgeber, sondern eher Gast. Der Hausherr ist die menschliche Seele, der die Gelegenheit gegeben wird, eine solch gute Gesellschaft zu empfangen. Ebenso ist es wichtig, dass der Gastgeber, wenn er die Ehre haben will, in Zukunft eine solche Gesellschaft zu bewirten, sich gut vorbereitet. Er muss dafür Sorge tragen, dass sein Haus (das heißt: das Herz) sauber, vorzeigbar und aromatisiert ist und dass angebotene Köstlichkeiten unvergesslich sind.

Niemand würde es wollen, einen geehrten Gast bis zu dem Punkt zu beleidigen, dass er seiner Gesellschaft unwillig wird – oder sogar gezwungen, die Missgriffe seines Wirtes öffentlich zu machen. Ramadan ist bekannt als Monat der Großzügigkeit (arab. karam), Geduld (arab. sabr), der Bevorzugung anderer (arab. ithar) und des Trostes (arab. muwasat).

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Es wurde überliefert, dass der Prophetengefährte ‘Abdallah ibn ‘Umar, möge Allah mit ihm und seinem Vater zufrieden sein, in den Nächten des Ramadans vor dem Fastenbrechen nach draußen ging auf der Suche nach mittellosen Menschen, denen sie etwas zu Essen geben konnten. Und mit denen sie das Fasten brechen und Gemeinschaft teilen konnten.

Teil davon war sein Verständnis, dass eine der Botschaften des Ramadan die wachen Herzen für die Botschaft der Bedürftigkeit sensibel macht. Diese Zeit erinnert uns an unseren Bedürfnischarakter. Wir brauchen Essen und Trinken – aber andere brauchen es ebenfalls. Es erinnert uns daran, dass wir schwach sind und unseres Schöpfers bedürfen.

spiritualität gäste

Foto: Rumman Amin, Unsplash

Augenblick des Qur’an

Der Monat gilt auch als Moment des Qur’an. In ihm befindet sich die Nacht der Macht (arab. lailatu’l-qadr), in welcher das Buch Allahs von der wohlverwahrten Tafel (arab. al-lauh al-mahfuz), auf der die Schicksale aller Dinge verzeichnet sind und die sich am Fuße des himmlischen Throns befindet, in das Haus der Macht (arab. bait al-’izza) im untersten Himmel gebracht wird. Ihn zu hören oder zu rezitieren, sind beides Handlungen der Anbetung.

Der Qur’an ist ein Buch, das aus 321.000 Buchstaben besteht. Für jeden Buchstaben, den ein Anbetender rezitiert, erhält man 10 gute Taten und gute Handlungen selbst werden vervielfältigt.

Er wurde als Erleuchtung der Menschheit mit der Absicht offenbart, dass ihr Bewusstsein von Allah zunimmt. Das Wissen um Seine Anwesenheit folgt aus der Befolgung dessen, was zu tun ist, und der Vermeidung von dem, was zu lassen ist.

Während die islamische Lehre der Idee eines krassen Anthropomorphismus widerspricht, wonach der Mensch eine wörtliche Reflexion Gottes sei, stimmt sie damit überein, dass sich der Mensch jene göttlichen, moralischen Eigenschaften aneignen kann, die der Schöpfung offenstehen.

Mit anderen Worten: Obwohl es rational wie religiös unvorstellbar ist, dass Allah innerhalb der Grenzen der Schöpfung inkarniert ist, wäre es keine Blasphemie, wenn man annimmt, dass der Mensch in vielerlei Hinsicht eine abstrakte Ähnlichkeit mit Allah hat. Im Klartext: Der Mensch erlangt die Nähe zu Allah durch die Nachahmung Allahs.

Im Fasten werden drei aktive Eigenschaften Allahs deutlich, wenn eine Person Essen, Trinken und sexuelle Handlungen unterlässt. Diese Dinge sind normalerweise erlaubt, wenn nicht gar lebensnotwendig. Wenn Gläubige sie unterlassen, werden sie zu Mitteln der Annäherung an Allah, denn sie spiegeln Handlungen wieder, an denen Allah keinen Anteil hat.

Da es für Allah unvorstellbar ist, sich der Falschheit, des Verrats und der Unanständigkeit schuldig zu machen, wird der Vermeidung solcher Missetaten während des Fastens noch strenger entsagt als außerhalb des Fastens. Ein solches Verhalten hilft uns auch, das Vergnügen Allahs zu erreichen.

Allah manifestiert Seine Eigenschaften

Die göttlichen Eigenschaften sind unermesslich. Einige von ihnen sind majestätischer Natur, andere sind schön. Die königlichen inspirieren Ehrfurcht und Respekt. Sie finden sich in Namen wie der Rächer, der Allmächtige, der Erniedrigende usw. Die schönen Eigenschaften inspirieren Stauen und Erstaunen: der Barmherzige, der Wiederbelebende, der Gewährende von Gnade und der Nutzbringende. Jede Personen benötigt einen Anteil daran, wenn sie ihre volle Humanität zur Entfaltung bringen will.

Im Ramadan manifestiert Allah ein überwältigendes Maß an Schönheit. Er hat die Tore der Hölle verschlossen, die Tore des Gartens geöffnet, beschränkt dämonische Kräfte, befreit jede Nacht eine unbekannte Anzahl an Seelen aus dem Feuer, belebt die Herzen in der Nacht der Macht und umfasst die ganze Schöpfung mit Barmherzigkeit. Es wird berichtet, dass sogar derjenige, der während des Fastens ein Nickerchen macht, mit der Absicht, seine nächtliche Anbetung fortzusetzen, spirituelle Anerkennung für seinen Schlaf erhält.

Der Qur’an wird als „wunderbar“, „erleuchtend“ und „edel“ bezeichnet. Die bekannteste Bezeichnung jedoch ist „die Erinnerung“. Verborgen darin ist das Konzept von „Nobilität“ (arab. scharaf). „Haben Wir dein Ansehen nicht hochgehalten?“, heißt es in Vers 4 der Sure 94, Al-Scharh. Damit ist Vornehmheit gemeint. Dies legt nahe, dass der Adel einer Person und ihre echte Würde in der Verinnerlichung und Umsetzung der qur’anischen Anweisungen liegt.

Foto: Pixabay | Lizenz: CC0 Public Domain

Der Prophet als Erinnerung

Da ist es auch nicht seltsam, dass jemand anderes ebenfalls als „Erinnerung“ bezeichnet wurde: nämlich der Prophet Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Allah sagt: „Allah sandte euch eine Ermahnung hinab, einen Gesandten, der euch Allahs Zeichen deutlich vorträgt.“ (At-Talaq, Sure 65, 10-11)

Er war der Gesandte der Barmherzigkeit. Die größte Manifestation Seiner Eigenschaften in menschlicher Form. Das heißt, das offenbarte Wort Gottes zeigte sich in der Person Muhammads, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Sagte seine Frau nicht über ihn, „seine Lebensführung war der Qur’an“ und „er war der gehende Qur’an“?

Während wir in diesem Monat die Erleuchtung feiern und Dankbarkeit für diesen immensen Segen zeigen, sollten wir über die Bedeutung des Geschenks der Zeit nachdenken. Und diese Gelegenheit nutzen, um uns besser mit unserem Schöpfer vertraut zu machen, indem wir dem größten Geschenk nacheifern, das uns von Ihm nach dem Leben und dem Glauben gegeben wurde.

Muhammad, Allahs Barmherzigkeit und Frieden auf ihm, sagte:„Ich bin nur eine gewährte Gnade.“ Denken wir daran, dass wir Gastgeber eines großzügigen Gastes sind. Wir sollten es nicht eilig haben, ihn auf seinen Weg zu schicken. „Wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, sollte seinen Gast ehren.“

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Ramadan 2024: Wie lässt sich die Erschöpfung vermeiden?

Erschöpfung Gendern Pronomen qur'an Lebenspraxis Tagesablauf konvertiten

(MV Media). Als Musliminnen müssen wir ständig jonglieren: Wir haben die Rolle einer Mutter und müssen uns um die Kinder kümmern. Das heißt, kein Nickerchen von 1-2 Stunden machen zu […]

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Elemente des letzten Ramadan-Drittels

Ramadan-Drittel

Insbesondere die Geduld der Muminun im letzten Ramadan-Drittel hoch belohnt. „Oh, die ihr Iman habt, das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es für jene vorgeschrieben war, die vor euch […]

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Ramadan: Absicht, Taqwa und Fasten – der Monat in den Quellen

Fasten

Ramadan ist eine Zeit ohnegleichen. Die Quellen des Islam sind voller direkter und indirekter Hinweise auf das Fasten.

(iz). Der Monat Ramadan ist eine Zeit ohnegleichen. Muslime sollten ihn als Zeit der Gelegenheit verstehen, die sie mit beiden Händen ergreifen. Das ist nicht einfach die Phase der Enthaltsamkeit von Essen und Trinken. Denn der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Vielleicht wird eine Person nicht mehr von ihrem Fasten haben als Hunger und Durst.“ Es gibt viele Segnungen, Tugenden und Lektionen, die wir hier mitnehmen können.

Foto: Pixabay

Ramadan als Akt des Verzichts

Der Akt des Fastens selbst ist die Enthaltung von Essen, Trinken und sexueller Intimität während der Stunden des Tageslichts. Muslime sind in diesem Monat verpflichtet, 29 oder 30 Tage lang zu fasten.

Er endet mit dem Feiertag, dem ’Id Al-Fitr. Diese Handlung enthält nicht nur eine Belohnung und ist segensreich, sondern auch Schutz vor falschen Taten und dem Feuer: „(Allah sagt:) ‘Jede Handlung des Sohns von Adam ist für ihn – außer das Fasten. Es ist für Mich. Ich werde (die fastende Person) dafür belohnen.’ Wahrlich, der Geruch aus dem Mund einer fastenden Person ist besser bei Allah als der Geruch von Moschus.“

Das Ziel ist Taqwa

Taqwa zu bekommen, heißt Ehrfurcht und ein aufmerksames Bewusstsein von der ständigen Anwesenheit Allahs. Sie ist das Verhalten, das uns angesichts der Allmacht und Allgegenwart vor Seinem Urteil schützt. Obschon Ramadan viele Vorteile hat, so ist der spezifische Nutzen dieser Handlung deutlich gemacht. Sie sollte an der Front unseres Verstandes stehen, damit wir sie erreichen können.

Der Sinn und Zweck des Fastens selbst wird uns im Qur’an offenbart: „O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr Taqwa haben möget.“ (Al-Baqara, Sure 2, 183)

Ramadan sollte der Monat des Qur’an sein. Allah, der Erhabene, sagt: „Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung.“ (Al-Baqara, Sure 2, 185)

Es wurde gesagt, dass der Engel Dschibril den Propheten, Heil und Segen auf ihm, jede Nacht im Ramadan besuchte, um den Qur’an mit ihm zu studieren. Der Gesandte Allahs sagte uns, dass jemand, der einen Buchstaben aus dem Qur’an liest, die zehnfache Belohnung erhalten wird. Welchen besseren Anreiz können wir für seine Rezitation noch haben?

Iftar und Sahur bringen Segen

Das Fasten beginnt jeden Morgen mit Eintreten der ersten Dämmerung. Zuvor gibt es eine kleine Mahlzeit, die als Suhur bekannt ist.

Der Prophet, Heil und Segen auf ihm, wies uns jedoch auf die Güte und den Segen darin hin. Es gibt mehrere seiner Aussagen zu dieser Sache wie „habt Suhur, denn darin liegt wahrlich Segen“ oder „wahrlich, es ist ein Segen, den Allah allen von euch gegeben hat. Also verlasst es nicht“.

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Das Fasten wird gleich nach Sonnenuntergang mit dem Iftar gebrochen. Nach einem langen und ermüdenden Tag ist das der Moment, der nicht nur Durst und Hunger stillt, sondern es ist auch eine Zeit, in der man zufrieden ist, weil man eine Pflicht für Allahs erfüllt hat.

In einer der prophetischen Aussagen heißt es: „Das Fasten ist ein Schleier (vor der Hölle) und darin gibt es zwei Vergnügen für eine fastende Person. Eines zum Zeitpunkt des Fastenbrechens und eines in dem Moment, wenn sie ihrem Herrn begegnet.“

Und das Fastenbrechen ist eine großartige Zeit, die Botschaft des Islam zu verbreiten. Jetzt kann man nichtmuslimische Freunde, Nachbarn oder Kollegen dazu einladen. Das ist die Gelegenheit, sich um jene zu kümmern, die das Fasten aus verschiedenen Gründen alleine brechen müssen. Das gilt insbesondere für solche Muslime, die den Islam neu angenommen haben und keinen muslimischen Familienanschluss haben.

Zeit des Gebets

Dieser Monat ist auch eine Zeit des Gebets. Neben den fünf Pflichtgebeten ist es empfohlen, die beliebten (arab. mustahab) und die freiwilligen (arab. nafila) Gebete zu verrichten, während wir mit den täglichen Pflichtgebeten fortfahren. Es gibt im Ramadan zudem spezielle Nachtgebete wie das Tarawwih und das Qijjam Al-Lail. Sie sind mit dem Fasten zu einem Synonym des Ramadan geworden.

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Hierzu sagte der Prophet: „Wer Qijjam mit dem Imam betet, bis dieser fertig ist, für den wird aufgezeichnet, als hätte er die Nacht im Gebet verbracht.“

Im Ramadan flehen wir um Gnade und Vergebung von Allah. Tatsächlich kann dieser Monat in drei Intervalle geteilt werden. Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Das ist ein Monat, dessen erster Teil Allahs Barmherzigkeit bringt, die Mitte führt zur Vergebung und der letzte Teil zur Freiheit vom Höllenfeuer.“

Sadaqa: Jetzt noch tugendhafter

In den Versen des Qur’an sowie in den Hadithen wird häufig vom Spenden und vom wohltätigen Verhalten gesprochen. Als Muslime wissen wir, dass dies eine der bedeutendsten – freiwilligen – Verhaltensweisen ist. Sie dürfen aber nicht wie heute leider häufig mit der Zakat, der Pflichtabgabe auf das Vermögen (nicht das Einkommen) verwechselt werden.

Diese Sadaqa ist während des Ramadan sogar noch tugendhafter. Ein Monat, in dem die Belohnungen für richtiges Handeln vervielfältigt werden. Der Gesandte Allahs, Heil und Segen auf ihm, war der großzügigste Mensch, der jemals lebte. In diesem Monat war er sogar noch großzügiger.

Schlussendlich sollen wir die „Nacht der Macht“ suchen. In ihr wird das Schicksal der Menschen für das kommende Jahr bestimmt. „Wer die Lailat Al-Qadr im Gebet dank seines Glaubens und auf der Suche nach einer Belohnung verbringt, dem werden seine vergangenen falschen Handlungen vergeben.“

Von seiner Gattin ’Aischa, möge Allah mit ihr zufrieden sein, wurden folgende Worte des Propheten überliefert: „Haltet nach der Lailat Al-Qadr an den ungeraden Nächten der letzten zehn Ramadantage Ausschau.“ 

Gute Handlungen in ihr haben einen höheren Wert als jene in eintausend Monaten. Nach einem Bericht im Sahih Muslim strengte sich der Gesandte Allahs, Heil und Segen auf ihm, in den letzten zehn Nächten noch viel stärker an, Allahs Wohlgefallen zu erlangen, als in jeder anderen Zeit des Jahres.