Kolumne Sexualerziehung: Der Körper als Amana

Kolumne: Magdalena Zidi zeigt, warum Sexualerziehung nicht erst beim großen Aufklärungsgespräch beginnt: Kinder lernen im Alltag, ob ihr Körper wertvoll ist, Fragen erlaubt sind und ihre Grenzen zählen.

26.08.2026 .Redaktion 8 Min. Lesezeit
kolumne sexualerziehung körper

Foto: Art_Photo/Adobe Stock

(iz). Vielleicht kennst du diese Szene: Dein Kind sitzt in der Badewanne und will mitten im Planschen wissen, warum Jungen und Mädchen unten verschieden aussehen. Oder es ruft an der Supermarktkasse in voller Lautstärke ein Wort durch den Laden, das du lieber zu Hause gelassen hättest. Oder die Tante möchte zur Begrüßung ein Küsschen, dein Kind dreht den Kopf weg, und alle Augen richten sich auf dich.

In solchen Momenten findet Sexualerziehung statt. Nicht in dem einen großen Aufklärungsgespräch, das viele Eltern vor sich herschieben wie einen Zahnarzttermin, sondern in hundert kleinen Alltagssituationen, in denen Kinder sehr genau registrieren: Darf ich hier fragen? Wird gelacht, geschwiegen, geschimpft? Ist mein Körper etwas Gutes?

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