Neue Doku über „Songs of Gastarbeiter“

Eine Doku über Songs aus der Fabrik, über Gastarbeiter zwischen D-Mark, Heimweh und Heimat: Cem Kayas Film hört hin, wo die deutsche Kulturgeschichte lange weghörte.

27.09.2026 .Redaktion 3 Min. Lesezeit
songs of gastarbeiter doku musik

Pressefoto: filmfaust/Film Five

(iz). Am Anfang steht kein deutsches Lied, sondern das Geräusch der Entfernung: ein Koffer auf dem Bahnsteig, die Schicht in der Fabrik, ein Brief nach Hause.

Als 1961 das deutsch-türkische Anwerbeabkommen geschlossen wird, kommen Arbeitskräfte in ein Land, das sie offiziell nur auf Zeit braucht. „Gastarbeiter“ heißt das Wort der Stunde. Es ist freundlich im Klang, aber kühl in seiner Logik. Wer Gast ist, soll wieder gehen.

Doch Menschen bleiben nicht stumm, nur weil ihre Sprache im Alltag kaum gehört wird. In Wohnheimen, Teehäusern und Hinterzimmern entstehen Lieder über den Lohn, die D-Mark, die Sehnsucht nach Istanbul oder Anatolien, über Einsamkeit, Heimweh und die Zumutungen eines fremden Arbeitsalltags.

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