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Frankfurt-Hausen: Kita-Leitung ruft zu Spenden für eine zweite Einrichtung auf

Frankfurt Kita

Die Leitung der Kindertagesstätte Die Ameisen e.V. in Frankfurt am Main, Karima Elmazdoula, ruft mit einem dringenden Appell zu Spenden auf, um eine zweite Kita im Stadtteil Hausen zu eröffnen. Angesichts der stetig steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder soll die neue Einrichtung am 01.04.2025 ihren Betrieb aufnehmen.

(iz). Die Anfragen für einen Kitaplatz in unserer Kita sind hoch! Wir haben fortlaufend 170-190 Anmeldungen im Anmeldeportal „kindernet.frankfurt.de“. Mit unserem einzigartigen Konzept, das eine qualifizierte, elementarpädagogische Bildung mit einer islamischen Werteerziehung verbindet, befähigen wir Kinder, ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein zu stärken und ein respektvolles Miteinander zu leben.

Kita: Es ist wertvoll, Kindern einen Platz zu bieten

Täglich erleben wir, wie wertvoll es ist, den Kindern einen Platz zu bieten, an dem sie sich frei entfalten können und die islamischen Werte im pädagogischen Alltag erleben dürfen. Kinder, die sich im Kita-Alltag mit den islamischen Werten identifizieren und sich selbst und die eigenen Wurzeln besser kennen, wachsen mit dem Gefühl und dem zunehmenden Bewusstsein auf, ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein und entwickeln ein positives Selbstbild. 

Wir haben leider nicht genug Kapazitäten, um den Bedürfnissen der wachsenden Zahl an Familien gerecht zu werden. Deshalb haben wir uns entschieden, eine zweite Kita zu eröffnen, die dieselben hohen pädagogischen Standards setzt und den Kindern ein ebenso liebevolles Umfeld bietet.

Damit stehen wir vor einer neuen, spannenden Herausforderung. Ab dem 1. April 2025 bieten wir im Stadtteil Hausen im Westen Frankfurts 10 Krippenplätze und 20 Kindergartenplätze an – ein weiterer Schritt, um mehr Familien mit unserem besonderen Konzept zu unterstützen.

Warum ist diese Kita so wichtig? Weil Kinder hier in einem Umfeld aufwachsen, das ihre religiöse Identität respektiert, ihre Persönlichkeit stärkt und ihnen hilft, sich als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft zu selbstbestimmten, gesellschaftsfähigen und selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln.

In einer starken Elternpartnerschaft und familiären Atmosphäre gestalten wir ein Umfeld, in dem wir das Zusammenleben der Familien stärken und aus vielen „ICH“ ein „WIR“ wird.

Alle Fotos: K. Elmazdoula

Mit einem fundierten Konzept

Die Arbeit unserer pädagogischen Fachkräfte ist dabei von unschätzbarem Wert. Mit einem fundierten pädagogischen Konzept und den Schwerpunkten Sprachförderung und islamischer Werteerziehung fördern wir die Entwicklung jedes einzelnen Kindes mit vielfältigen Möglichkeiten zur Partizipation, einer effektiven Gesundheitsentwicklung, einem altersspezifischen Förderangebot und jeder Menge spannender Projekte.

Der Aufbau einer neuen Kita erfordert erhebliche Investitionen in Räumlichkeiten, Möbel, Spielgeräte, Bildungs- und Lernmaterialien, aber auch in Umbaumaßnahmen, das Außengelände sowie in die technische Ausstattung, die bislang noch nicht vollständig gedeckt sind. Aus diesem Grund bittet die Kita-Leitung um Spenden mit dem Ziel, den Aufbau der Kindertagesstätte zu unterstützen. Investitionen in die frühkindliche Bildung zahlen sich langfristig aus. Kinder, die in einer guten Kita betreut werden, haben bessere Chancen auf eine erfolgreiche schulische und berufliche Zukunft.

Mit jeder Spende kommen wir dem Ziel näher, die Einrichtung einer weiteren Kita nach unserem fortschrittlichen Konzept zu verwirklichen. Wir brauchen dazu nicht nur finanzielle Hilfe, sondern auch Sachspenden und ehrenamtliche Unterstützung, um den Kindern einen idealen Start ins Leben zu ermöglichen.

Die Leitung ist überzeugt, dass diese Erweiterung einen bedeutenden Beitrag für die muslimische Gesellschaft leistet und mit der Erweiterung der Kita ein Zeichen für professionelle pädagogische Arbeit in Deutschland gesetzt wird. Ein herausragendes Merkmal der Kita ist die enge Verbindung zwischen den islamischen Werten und der professionellen Kitaarbeit.

Ein konkretes Beispiel dafür ist die Seminarreihe „Islampädagogische Arbeit mit Kindern“, die in Zusammenarbeit mit der IASE (Islamische Arbeitsgemeinschaft für Sozial- und Erziehungsberufe e.V.) stattfindet. Diese Weiterbildung stärkt nicht nur das pädagogische Fachwissen, sondern fördert auch die Werteerziehung, welche im Einklang mit der professionellen islamischen Religionspädagogik steht. 

Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Unterstützung der muslimischen Community dieses Projekt erfolgreich umsetzen können. Jedes noch so kleine Engagement ist ein Schritt für die Kinder von heute und Erwachsenen von morgen. 

Wer mehr über die Kita erfahren oder einen Beitrag leisten möchte, kann sich direkt an die Einrichtung wenden oder die Webseite besuchen.

Kontakt:
Kita „Die Ameisen e.V.“ – Sossenheimer Weg 178 – 65936 Frankfurt am Main – k.elmazdoula@dieameisen-frankfurt.dewww.dieameisen-frankfurt.de 

Direkt spenden:
Die Ameisen Kinderbetreuungsverein e.V.
IBAN: DE 25 5005 0201 0341 8131 41
BIC: HELADEF 1822
Verwendungszweck: Spende

Helfen via Crowdfunding:
https://commonsplace.de/project/dieameisenkita

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Hochwasser: Katholische Kita fand eine Zuflucht in islamischem Zentrum.

hochwasser

Durmus Aki hat durch die Flut in Süddeutschland eine Cousine verloren. Trotz dieses Schicksalsschlags half er sogleich anderen Hochwasserbetroffenen. Nun hat ein muslimisches Kulturzentrum ungewöhnliche Untermieter.

(KNA). Zita Ettl kann den Pegelstand genau benennen: „Die Sonnensegel bei uns im Garten sind 1,80 Meter hoch. Bis dahin kam die Flut.“ Ettl leitet die katholische Kindertagesstätte Maria Ward im oberbayerischen Schrobenhausen. Sie und ihre Kolleginnen kümmern sich um rund 110 Krippen- und Kindergartenkinder – eigentlich im Stadtzentrum. Doch seit drei Wochen ist ein Großteil von ihnen am Ortsrand untergebracht, im Gemeindezentrum der muslimischen DITIB-Gemeinde. Nachdem ihr Haus Anfang Juni durch die Hochwasserkatastrophe in Süddeutschland schwer beschädigt wurde, hat die Kita dort Zuflucht gefunden. Von Christopher Beschnitt

Zu verdanken ist das Durmus Aki, dem Vorsitzenden der DITIB-Gemeinde. Das Hochwasser und die Maria-Ward-Kita sind für ihn Themen, die ihn persönlich anrühren. Aki hat durch die Katastrophe eine Cousine verloren; sie ertrank in ihrem Keller. Während Aki sie auf ihrem letzten Weg zur Beerdigung in die Türkei begleitete, organisierte er mehr oder minder parallel mit seinen Vorstandskollegen den Einzug der Kita ins Gemeindezentrum. „Die Kinder mussten ja irgendwohin, da haben wir das gleich angeboten“, sagt Aki.

Auch in dieser Hinsicht ist er direkt betroffen: Aki hat drei Kinder, zwei davon besuchen die Maria-Ward-Einrichtung. Und er selbst war vor fast 40 Jahren ebenfalls dort. „Ich glaube, sogar bei mir in der Gruppe“, sagt Zita Ettl. Aki lächelt, er könne sich leider nicht erinnern. „Doch, doch, ich müsste sogar noch ein Foto von damals haben“, fügt die Kita-Chefin hinzu.

Einst mag sie ihm beim Malen, Essen, Anziehen geholfen haben, nun greift er ihr unter die Arme. „Wir sind so, so dankbar“, betont Ettl mehrfach. Sie sitzt mit Aki zusammen auf dem weichen Teppichboden in der Moschee, die ans Gemeindezentrum grenzt. Das Gotteshaus ist neu, wie der ganze Gebäudekomplex.

„Eigentlich wollten wir am 30. Juni nach drei Jahren Planen und Bauen Eröffnung feiern“, erzählt Aki. Das hätten sie in den Herbst verschoben, aus Respekt vor den Flutopfern und eben, um den Kindern aus Maria Ward ein Obdach zu bieten.

Wobei die Buben und Mädchen an diesem Mittag kein Dach brauchen: Sie sind quietschvergnügt darüber, den riesigen Parkplatz des Zentrums als Freiluft-Rennstrecke zum Rasen und Radeln nutzen zu können. „Hier ist mehr Platz als bei uns“, sagt Zita Ettl und schaut den Kleinen zufrieden zu. Ob den Kindern der Ortswechsel denn nichts ausmacht? „Nein, wichtig ist für sie, dass ihre Bezugspersonen da sind. Mit denen hier zu sein, das ist für sie ein Abenteuer.“ Ohnehin stamme etwa ein Drittel der Kinder aus muslimischen Familien, fügt Ettl hinzu. „Und die kommen auch mit in die Kirche, wenn wir zum Beispiel Sankt Martin feiern.“

Statt aufs Trennende zu blicken, kann man genauso gut das Gemeinsame sehen. Oder besser hören, etwa als Durmus Aki über den Kita-Einzug sagt: „Das läuft hier alles ohne Wirrwarr.“ Die Doppel-r rollen ihm dabei so fröhlich von der Zunge wie die Kinder mit ihren Laufrädern über den Parkplatz hinweg. So klingt’s, wenn man in Oberbayern aufgewachsen ist, ganz gleich mit welchen Wurzeln.

Wie es nun weitergeht mit der Maria-Ward-Kita? Am 5. August beginnt die gut dreiwöchige Sommerpause. „Mehr wissen wir noch nicht“, sagt Zita Ettl. Rausgeschmissen würden die Kinder aus dem Gemeindezentrum natürlich nicht, versichert Durmus Aki. Und betont: „Wir hoffen nicht, dass so etwas noch einmal passiert. Aber falls doch, würden wir wieder genauso helfen.“

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MusliMaKiTa: Eine Kita für Mütter und Kinder mit Herz

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In München-Passing gibt es eine MusliMaKiTa – andere sollen folgen.

(iz). Es ist 9 Uhr morgens. Die ersten Kinder treffen mit ihren Mamis in der Moschee ein und versammeln sich im Aufenthaltsraum. Die kleine Khadija ist schon mit ihrer Mami da und freut sich, dass sie mit Ismail erst zusammen frühstücken und später lernen und spielen kann. Nach dem Frühstück gehen sie in den Moscheeraum und finden sich im Morgenkreis zusammen.

Gemeinsam beginnen sie den Tag mit der Sura Al Fatiha. Dann bekommt Khadija den Erzählball zugeworfen und darf erzählen, was sie heute bewegt. Anschließend spricht sie wie die anderen Kinder den Mamis nach, sie bringen ihnen gerade das Dua des Monats bei.

Sie sieht, dass eine Mama das Dua auch nicht kann und von einem Plakat abliest. Ob die Mama auch einen Sticker bekommen wird, wenn sie sich das Dua eingeprägt hat, fragt sich Khadija.

MusliMaKiTa soll muslimische Kinderbetreuung bieten

Dass es einen Mangel an Kitaplätzen gibt, ist weit bekannt. Doch nach einer islamischen Kinderbetreuung, die auch noch die richtigen Werte vermittelt, sucht man in den meisten Städten Deutschlands vergeblich. Und auch nicht allen Müttern ist wohl dabei, ihre Kinder schon so früh in fremde Hände zu geben, wenn es sich denn irgendwie vermeiden lässt.

Denn wie soll eine Erzieherin denn auf so viele fremde Kinder gleichzeitig aufpassen und die Bedürfnisse des Kindes erkennen, wenn das Kind sie selbst noch gar nicht richtig artikulieren kann? Aus diesen Überlegungen heraus haben sich in München muslimische Mütter zusammengeschlossen, um ganz eigene Wege zu gehen.

Es ist ein Ort für spielerisches Lernen und liebevolle Betreuung im kleinsten Teil der Gemeinschaft, innerhalb der Nachbarschaft. Ein Ort, wo wir die Mütter und ihre Kinder, die in unserem Viertel wohnen und ab und an in dieselbe Moschee gehen, besser kennenlernen können.

Denn nur wer sich gut kennt, kann sich gemeinsam der großen Aufgabe widmen, für die Bildung und Erziehung der Kinder zu sorgen. Eine Mama-Kind-Tagesstätte ist auch wichtig für unsere Schwestern, die erst kürzlich konvertiert sind und selbst noch nicht genügend Wissen und Erfahrung haben, was Erziehung im islamischen Kontext bedeuten und die zusammen mit ihren Kindern den Islam entdecken wollen.

Mehr als nur eine Mütterinitiative

Unser Konzept einer Mama-Kind-Tagesstätte ist mehr als nur eine Mütterinitiative. Sie ist ein Hybrid aus Communityarbeit und professioneller Kinderbetreuung. Schwestern, die gleichzeitig ausgebildete Pädagoginnen und Erzieherinnen sind, begleiten die Mütter ehrenamtlich, stellen den Unterricht zusammen und stehen mit Rat und Tat zu Seite. Sie achten hinsichtlich unseres religionspädagogischen Profils darauf, dass das islamische Wissen kindgerecht vermittelt wird und bewährte pädagogische Ansätze Anwendung finden.

So bedient sich die MaKita beispielsweise der Ansätze von Montessori, indem sie dabei unterstützt, zu lernen und etwas eigenständig zu tun (die Gebetswaschung, das Gebet, aber auch alltägliche Dinge, wie die Schuhe auszuziehen, bevor man die Moscheeräume betritt).

Sie berücksichtigt dabei die Individualität der Kinder, ihre Stärken und Schwächen. Aber auch feste Strukturen, Rhythmus und Bewegung sowie und ausreichend kreatives Freispiel, wie man sie in den Waldorf-Schulen findet, sind Bestandteil der MaKiTa (z.B. der Morgenkreis inklusive islamisches Kinderlied und bestimmte Bewegungsabläufe, fest eingeplante Freispielzeit).

Geplant sind außerdem regelmäßige Elterngespräche, Workshops und Vorträge zur islamischen Kindererziehung, zu denen auch die Väter herzlich eingeladen sind, und andere gemeinsame Veranstaltungen. So soll die Bindung zwischen Eltern, Kindern und Erzieherinnen gestärkt werden, um so eine unterstützende und liebevolle Umgebung für alle zu schaffen.

Auch ein BabyCafé wird es inschallah ab dem 1. Mai geben, bei dem Schwangere und Mütter mit Babies oder Kleinkindern sich austauschen, vernetzen und sich ab und an von einer Hebamme und Frauenärztin beraten lassen können.

In Kooperation mit einer Nachbarschaftsmoschee

Die MusliMaKiTa wird in Kooperation mit der Moschee deiner Nachbarschaft umgesetzt. Die Moschee stellt die Räumlichkeiten und so können von Montag bis Freitag die Kleinen mit ihren Müttern zu ihr kommen und den Vormittag über das pädagogische Angebot der MaKiTa genießen. Sie schafft schöne Kindheitserinnerungen, die die Kinder unweigerlich mit der Moschee verbinden werden.

Wir sind stolz darauf, ein Ort des Lernens, der Geborgenheit und des gemeinschaftlichen Miteinanders zu sein. In der MusliMaKiTa erleben die Kinder eine warme und einladende Atmosphäre, in der sie sich frei entfalten können. Unser erfahrenes und engagiertes Team von Pädagoginnen und Erzieherinnen steht den Kindern einfühlsam zur Seite und begleitet sie auf ihrer spannenden Reise der frühkindlichen Entwicklung.

Spendenaufruf bei Commonsplace:
commonsplace.de/project/muslimakita
Kontakt: MaKiTaPasing@gmx.de