, , ,

Kriminalität und Migration: Wirklichkeit ist differenzierter

clans kriminal

Am 2. April wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) vorgestellt. Die neuen Zahlen zeigen: Ausländische Tatverdächtige sind in der Statistik überrepräsentiert. (Mediendienst Integration). Migration in die Bundesrepublik hat die Kriminalität in […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Fragen an die Messerkriminalität 2023: Welche Rolle spielt die Nationalität?

messer

2023 gab es eine Zunahme von Messerangriffen. Was besagen die Statistiken des Bundes und der Länder und welche Rolle spielt die Nationalität? Der Mediendienst Integration hat Zahlen und Forschung zum […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Solingen: Martin Rettenberger lehnt „Kultur“ als Erklärung ab

Kanzler Antidiskriminierungsarbeit Debattenklima gesellschaft Deportationsszenarien solingen gemeinschaft

Sind Migranten häufiger kriminell? Einige Statistiken scheinen das nahezulegen. Doch das Thema sei zu komplex für einfache Erklärungen, findet ein Experte.

„Einen Menschen zu töten, wird überall auf der Welt geächtet.“

Wiesbaden (KNA) Es ist einer der ältesten Befunde in der Kriminologie, der sich mit Daten und Fakten belegen lässt: Junge Männer sind grundsätzlich häufiger kriminell als junge Frauen oder ältere Männer. Das ist wichtig zu wissen, wenn über die Frage diskutiert wird, ob Migranten häufiger kriminell sind. Denn die Antwort ist nicht so einfach, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Von Stefanie Ball

Nach Solingen: nicht per se krimineller

Ja – die Zahl der Fälle von Straftaten mit tatverdächtigen Einwanderern ist zuletzt gestiegen, wobei Anschläge mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund wie jetzt in Solingen ja in der Statistik nur einen sehr geringen Anteil ausmachen.

Und nein – das bedeutet nicht, dass Menschen mit migrantischem Hintergrund per se häufiger kriminell werden. Denn nicht in allen Einwanderungsgruppen ist der Anteil der Fälle höher als der Anteil der Nationalitäten an der Gruppe der Zuwanderer.

Solingen und die Debatten danach hin oder her – niedriger war der Anteil bisher beispielsweise bei Menschen aus Syrien, Afghanistan und Irak, deutlich höher dagegen bei jenen aus Algerien, Marokko, Tunesien sowie Georgien.

„Zu behaupten, Migration wäre ein Risikofaktor für Kriminalität oder wiederholte Kriminalität, ist zu kurz gesprungen“, betont daher Martin Rettenberger, Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden.

schura

Symbolbild: Erregung und Lautstärke auf einer Demonstration. (Foto: Sushil Nash, Unsplash)

Bei jungen Männern ist das Kriminalitätsrisiko höher

Zum einen, weil es eben den Geschlechtsunterschied und die sogenannte Alters-Kriminalitäts-Kurve gibt. Viele Einwanderer sind junge Männer, und unabhängig von Nationalität und Herkunft ist das Kriminalitätsrisiko bei jungen Männern erhöht.

Dahinter steht laut Rettenberger ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: hohe Testosteronwerte; ein Bild von Männlichkeit, in dem Stärke noch immer eine große Rolle spielt; gruppendynamische Prozesse. Viele Delikte wie Raub oder Schlägereien würden aus einer Gruppendynamik heraus begangen, so der Experte.

clans

Foto: Stephan Prieshof / Alamy Stock Foto

Was fördert Kriminalität?

Zum anderen berichtet er von weiteren Gründen, die Kriminalität begünstigen könnten. Dazu zählt er die oft schlechtere gesellschaftliche Teilhabe migrantischer Menschen. In Deutschland ist der Bildungserfolg stark abhängig von der Frage, woher jemand kommt. „Menschen mit Migrationshintergrund haben hier einfach schlechtere Chancen. Auf Bildung, auf einen Job, auf Geld“, betont Rettenberger. Mangelnde Teilhabe erhöhe aber das Risiko für Kriminalität.

„Daneben wissen wir aus der Kriminalitätsforschung, dass es kriminalitätsfördernd wirken kann, wenn Menschen selbst Opfer von Kriminalität und Gewalt geworden sind“, fügt er hinzu. „Victim-Offender-Overlap“ nennt sich das: eine Schnittmenge, in der Betroffene zu Tätern werden können. „Es gab ja Gründe für die Menschen, aus ihren Heimatländern zu fliehen. Sie haben dort in prekären Verhältnissen gelebt und womöglich selbst Gewalt erfahren.“ Dazu kämen die Erfahrungen während der Flucht, die viele Menschen traumatisiert hätten.

„Mit der Kulturthese begibt man sich auf sehr dünnes Eis“

Kriminelles Verhalten der Kultur zuzuschreiben, hält Rettenberger daher für gefährlich: „Mit der Kulturthese begibt man sich auf sehr dünnes Eis, ich wäre da vorsichtig.“ Die Daten, die es dazu gebe, seien nicht belastbar. „Wenn man ihnen nachgeht, handelt es sich oft um Rationalisierungen der Täter, die ihre Vergehen rechtfertigen mit ‘Das ist bei uns halt so’.“

Bei Kriminalität – vom Kleindelikt bis zum Terroranschlag – handele es sich um Extremverhalten, das statistisch gesehen selten vorkomme und im Wesentlichen in der Persönlichkeit des Einzelnen begründet liege. „Einen Menschen zu töten, ihn auszurauben, zu verprügeln oder zu betrügen, wird letztlich überall auf der Welt geächtet.“

Kritisch blickt der Fachmann auf die immer wieder neu aufkommenden Debatten, wenn das Thema politisch instrumentalisiert wird, um mit vermeintlich einfachen Erklärungen und Lösungen die öffentliche Meinung in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. „Mein Appell ist deshalb: Es gibt keine einfachen Lösungen, wir müssen uns das Problem genauer ansehen.“

, ,

Viel Gerede, wenige Fakten – wenig gesicherte Erkenntnisse über die Clans

clans kriminal

Als „Clans“ bezeichnete türkische, arabische und kurdische Großfamilien sind immer wieder Thema medialer und politischer Debatten in Deutschland. Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zu der Bevölkerungsgruppe gibt es allerdings kaum. (MEDIENDIENST Integration). […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

, ,

Debatte(n) nach Silvester: Erneut wird Kriminalität „migrantisiert“

influencer Muslime Berlin Anschlag

(iz). Kriminolog:innen und Soziolog:innen schütteln wahrscheinlich seit Neujahr wie Wackeldackel ununterbrochen den Kopf, wenn sie sich die Berichterstattung zur Silvesternacht in Berlin anschauen. Parallel sprechen manche Politiker- und Journalist:innen seit Neujahr in Dauerschleife über die vermutete Herkunft der Täter. So, als ob die Herkunft erklären würde, warum überwiegend Jugendliche und junge Männer mit (illegalen) Böllern und Raketen auf Polizei- und Feuerwehrkräfte in der Silvesternacht geschossen haben. Diese Diskussion ist nicht wissenschaftlich, sondern rassistisch.

Das kleine Einmaleins der Forschung besagt: Die ethnische Herkunft führt nicht zur Kriminalität, sondern die soziale Herkunft. Die meisten Täter sind also vermutlich bildungsfern, sozial abgehängt und wirtschaftlich schlecht gestellt. Statt darüber zu reden, ist immer wieder von der möglichen Herkunft die Rede. Und das alles nur, weil die mutmaßlichen Täter teilweise dunkelhaarig und nicht-weiß sind.

Solche Menschen werden von der Mehrheitsgesellschaft als Ausländer:innen wahrgenommen. Ob sie das tatsächlich sind, kann aufgrund des Aussehens nicht beurteilt werden. Möglicherweise handelt es sich um Deutsche.

Dass die Herkunft der Tatverdächtigen keine große Rolle spielt, zeigt eine Stellungnahme des Innenministeriums zum Lagebericht 2021, der rund 88.600 Übergriffe auf Polizeibeamte erfasste. Von den bekannten Täter:innen seien 70 Prozent deutsche Staatsbürger:innen.

Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass 13,1 Prozent der Bevölkerung Ausländer:innen sind. Sie machen jedoch 30 Prozent der Täter:innen aus. Gemessen am Bevölkerungsanteil sind Ausländer:innen hierzulande demnach verhältnismäßig krimineller als Deutsche.  

Nun könnten sich Rassist:innen bestätigt fühlen, denn auf den ersten Blick wirkt es, als ob Ausländer:innen aufgrund ihrer Herkunft häufiger kriminell sind. Ausländer:innen sind jedoch auch häufiger von relativer Armut und Bildungsdefiziten betroffen. Dies führt zur Kriminalität und nicht die Herkunft.

Unabhängig von der Herkunft, ist und bleibt die Gewalt gegen Sicherheitskräfte kriminell. Dennoch sind viele Täter auch Opfer eines Systems, indem Chancengleichheit eine Illusion ist. Bildungsferne und von relativer Armut betroffene Menschen haben qua Geburt schlechte Karten im Leben, denn ihre Wahrscheinlichkeit aufzusteigen ist gering, wie diverse Studien belegen.

Dies rechtfertigt nicht die Taten, aber es zeigt, wo das Problem liegt. Natürlich müssen die Täter bestraft werden, aber die Bildungs- und Sozialpolitik ist vor allem gefragt, statt rassistische Debatten zu führen. Dies gilt auch für gewisse Journalist:innen und Pseudo-Expert:innen.

,

Zur Erfassung von Hasskriminalität

(KNA). Hetze gegen jüdische Mitbürger hat in der jüngeren Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Auf anti-israelischen Kundgebungen etwa fielen muslimische Demonstranten negativ auf. Aber auch aus den Reihen der […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.

BILD machte den Muslimen ein unwillkommenes Ramadangeschenk

Dass der Islam zu Deutschland gehört, glaubt eine knappe Mehrheit der Deutschen. Nach einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin „stern“ zeigten sich 52 Prozent der Befragten gegenüber dieser Aussage skeptisch. […]

IZ+

Weiterlesen mit dem IZ+ (Monatsabo)

Mit unserem digitalen Abonnement IZ+ – Onlineabo, Kombi Print & IZ+ or Das IZ-Förder-Abo können Sie weitere Hintergrundbeiträge, Analysen und Interviews abrufen. Gegen einen Monatsbeitrag von 3,50 € können Sie das erweiterte Angebot der Islamischen Zeitung sowie das ständig wachsende Archiv nutzen.

Abonnenten der IZ-Print sparen beim IZ+ Abo 50%.

Wenn Sie bereits IZ+ Abonnent sind können Sie sich hier einloggen.

* Einfach, schnell und sicher bezahlen per Paypal, Kredit-Karte, Lastschrift oder Banküberweisung. Das IZ+ Abo verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn es nicht vorher gekündigt wurde. Sie können ihr bestehendes Abo jederzeit auf der Mein Konto-Seite kündigen.