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Sorge um neuen Terror

(iz). Am 26. Juli machte SPIEGEL-Online mit einer beunruhigenden Meldung auf: Die Chefs der deutschen Sicherheitsbehörden seien alarmiert über „die Zunahme der rechtsextremen Gewalt in Deutschland“. Das gehe, so das […]

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Was können die frischen Muslime tun?

(iz). Die Annahme des Islam in unserem Leben war ein riesiger Schritt in Richtung eines Lebens der Annäherung an Allah. Es ist der Beginn einer lebenslangen Reise, die Liebe unseres […]

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Einfalt in Vielfalt

Wir alle kennen den beliebten Traum, den gefühlt alle Kinder und Teenager unserer Zeit haben: das Influencer-Dasein. „Mach dein Hobby zum Beruf“ – so lautet der Slogan, und es hört sich durchaus vielversprechend an. Dafür braucht man nichts weiter als einen interessanten und außergewöhnlichen Lifestyle, den man stets zu optimieren versucht, und damit verbunden vor allem Eines: Likes. Likes sind die neue globale Währung, an der man sich messen und orientieren kann. Nicht nur die Popularität und der Erfolg lassen sich anhand der Anzahl von Likes berechnen, sondern auch die eigene Vermarktung. Es geht dabei immer um die Bestätigung von außen. Wir konstituieren uns folglich im Blick der Anderen gemäß dem Motto „Ich bin das, was die anderen sehen.“ Wir versuchen uns in unserer ­bestmöglichen optimierten Version darzustellen und glauben oft selbst an das Bild von uns, das wir zeichnen.

Das Bedürfnis nach ­Anerkennung
Forscher haben sogar festgestellt, dass Likes auf Menschen wie ein Rauschmittel wirken können und denselben Bereich im Gehirn aktivieren, der auch durch das Empfinden von Freude an Geld, Sex und Essen angekurbelt wird. Auf den ersten Blick erkennt man, dass dies offen­sichtliche Mittel zur Befriedigung von basalen menschlichen Bedürfnissen sind. Zugleich werden diese Bedürfnisse jedoch von der Like-Kultur zusätzlich befördert, die Triebstruktur rund um die Uhr neu angeheizt. Schon das sollte uns zu denken geben. Mitnichten haben wir in der Onlinewelt alles unter Kontrolle, in vielen Kontexten ist es vielmehr diese, die uns unter Kontrolle hat.

Likes können das natürliche Bedürfnis nach sozialer Anerkennung und Bestätigung ansprechen und damit verbunden den Bedarf an Zugehörigkeit und Gemeinschaft bedienen. Inwieweit diese Bedürfnisse letztlich wirklich befriedigt werden können, ist damit noch nicht gesagt. Auf jeden Fall vermag jedoch der Anschein einer „Anerkennungsgemeinschaft“ eine gewisse Bedürftigkeit seitens der Like-Empfänger anzusprechen. Nicht ohne Grund ist in sozialen Netzwerken oft von „Community“ die Rede. So ist eine Social-Media-Strategie von Influ­encern etwa das Community-Building: Der Influencer muss seine Zielgruppe kennen und sein (nach außen hin präsentiertes) Leben nach den Wünschen dieser Zielgruppe ausrichten, Kommentare beantworten und ihnen das Gefühl einer reziproken Freundschaft geben.

Der Trend des Influencertums wirkt durch alle Gesellschaftsgruppen hinweg, und es ist nicht verwunderlich, dass auch wir Muslime als Zeitgenossen davon nicht ausgenommen sind. Mittlerweile hat sich ein regelrechter Typus des muslimischen Influencers entwickelt, die unzähligen Hijabi-Blogger sind inzwischen geradezu legendär. Dem Konsumenten scheint hier beispielhaft präsentiert zu werden, wie es möglich ist, in der heutigen Zeit zugleich religiös und modern zu sein. Auf einmal ist das Kopftuch nicht mehr Symbol einer überholten Frömmigkeit, sondern regelrecht Ausweis eines Lifestyles am Puls der Zeit.

Ausstellung des Privaten
Warum aber sind Influencer, ob nun muslimisch oder nichtmuslimisch, so erfolgreich? Was ist ihr Geheimnis? Die Stärke sozialer Netzwerke ist vor allem die theoretische Chance, selbst Teil dieses Lifestyles sein zu können. Die Influencer scheinen Menschen wie wir zu sein – keine Beyoncé, der man nicht das Wasser reichen kann, kein Ronaldo, dessen fußballerisches Können wir nur erträumen können, kein Johnny Depp, dessen Schauspielkunst wir nicht zu erreichen vermögen. Sie scheinen nicht abgehoben und unerreichbar zu sein, sondern nahbar und alltagsecht. Der Lifestyle, den sie zeigen, könnte durchaus unser eigener sein: Reisen als Backpacker, um 6 Uhr aufstehen und ein Buch lesen, mit einer gesunden Porridge-Bowl den Tag beginnen oder einen schicken H&M-Pullover erstehen. Sie inspirieren uns mit ihrem Health-Lifestyle und gewähren einen Einblick in ihre Privatsphäre, die uns durch die Innenanschauung unseres eigenen privaten Lebensalltags Vertrautheit suggeriert. Schließlich haben wir alle eine Privatsphäre. Der Kosmos der Influencer ist keine glanzvolle Celebrity-Welt, und gerade deswegen können wir unter­bewusst leicht in ihn hineinschlüpfen.

Dies ist auch ein zentraler Aspekt, der uns an Vlogs fasziniert. Wir schauen Menschen bei ihren banalsten Routinebeschäftigungen zu: wie sie ihren Alltag bestreiten, wann sie shoppen und kochen, was sie lesen und anziehen, auf welche Art sie ihre Beziehungen pflegen oder womit sie zur Arbeit fahren. Dies gibt uns nicht nur ein seltsames Gefühl von Befriedigung und Unterhaltung – schließlich pflegen wir all diese Dinge für gewöhnlich auch zu tun oder könnten es theoretisch –, sondern auch ein Gefühl der Macht über deren heilige Privatsphäre. Und als heilig galt der private Bereich bis vor kurzem ja tatsächlich den meisten Kulturen der Welt. Nicht zuletzt in unserer muslimischen Weltsicht spielt die Unterscheidung zwischen privater und öffentlicher Sphäre eine bedeutende Rolle, ganz praktisch, was etwa Kleidungsvorschriften betrifft, aber auch ­spirituell-metaphysisch in Hinblick auf den zyklischen Wechsel zwischen kontemplativem Rückzug und aktiver Tätigkeit in der Welt. Die zeitgenössische Ausstellung des Privaten in der Welt der Influencer führt nun dazu, dass wir der Meinung sind, alles kommentieren und beurteilen zu dürfen, weil wir eine Art Zuständigkeit über diese Privatsphäre beanspruchen, gemäß dem Motto „Wenn du mich daran teilhaben lässt, musst du auch mit meiner Meinung rechnen“. Aber steht uns das überhaupt zu? Und steht es uns gut an? Ferner: Als Zuschauer können wir uns mit den transparent gemachten Menschen identifizieren oder uns abgrenzen, uns vergleichen, weil sie vergleichbar wirken. Aber tut uns der Vergleich in dieser Dimension spiri­tuell gut? Es könnte sein, dass wir uns am Ende, auch wenn wir sie nicht sozialmedial ausstellen, in unserer eigenen Privatsphäre, in der heimischen Abgeschiedenheit und Zurückgezogenheit von der ganzen Welt beobachtet fühlen. Schlicht, weil wir sie im Vergleich mit allen anderen gedanklich entblößen. Wir fühlen uns gesehen, und zwar nicht etwa von Gott, sondern vom imaginierten Panoptikum der amorphen Öffentlichkeit.

Die ökonomische ­Vergleichbarmachung
In seinem Buch „Das metrische Wir“ beschreibt der Soziologe Steffen Mau, dass das Sich-mit-anderen-Vergleichen etwas Natürliches ist, obschon wir uns nur mit denjenigen vergleichen, die einen ähnlichen Lifestyle haben wie wir. Kein gewöhnlicher Student würde auf die Idee kommen, sich mit einem Hawking zu vergleichen, wohl aber mit einem anderen Studenten, der ähnliche Interessen hat und in vergleichbaren Lebensverhältnissen steht, also mit einem, der theoretisch auch „ich“ hätte sein können. Übertragen auf die Welt der Influencer bedeutet das: Wir vergleichen uns mit Influencern, weil wir uns stärker mit ihnen identifizieren können. Die kapitalistische Werbeindustrie hat das Potential dieses Marktes erkannt und für sich zu nutzen gelernt: Mehr Likes bedeuten mehr Einfluss, mehr Einfluss bedeutet mehr potentielle Kunden und damit verbunden mehr Geld. Obwohl wir alle diesen Kreislauf kennen, unterstützen wir ihn, weil wir uns für die Influencer, mit denen wir uns identifizieren und die wir liebgewonnen haben, freuen und sie auf ihrem Weg begleiten möchten.

Einfalt in Vielfalt
Ein weiterer bedenkenswerter Aspekt ist die Tatsache, dass sich der Beruf des Influencers gerade im individualistischen Zeitalter der (Post-)Modernisierung und des damit verbundenen Übergangs von der Fremd- zur Selbstbestimmung etablieren konnte. Auf den ersten Blick erscheint es logisch: Jeder Influencer stellt seinen eigenen, individuellen Lifestyle aus, und je exklusiver ein Profil ist, desto mehr Aufmerksamkeit kann generiert werden. Wenn wir uns allerdings diese Welt der Youtuber und Instagrammer anschauen, sehen wir keinen Pluralismus in den Lifestyles, sondern uniforme Lebensgewohnheiten, die sich in ähnlichen Produkten, Verhaltensweisen und Trends widerspiegeln. Wie jede Kultur, so bringt auch die der Influencer notwendig ihre kollektiven Normen und Gewohnheiten hervor – eine Einsicht, die die muslimische Gelehrsamkeit schon seit Jahrhunderten unter den Begriffen ‘Urf (Sitte)  und ‘Ada (Gewohnheit) verhandelt. Die wenigsten Menschen können jenseits einer milieuspezifischen kulturellen Einfärbung leben. Nicht erst auf Instagram ist unikale Individualität eine weitgehende Illusion. Am Ende streben doch wieder alle einem gemeinsamen Mittelmaß zu. Die vermeintliche Individualität und Selbstbestimmung der Influencer, die diese in ihren persönlichen Lifestyles ausdrücken wollen, ist denn auch in Wahrheit meist vor allem bestimmt von Sponsoren (etwa in dem gezielten Platzieren von bestimmten Produkten oder der Dokumentierung gesponserter Reisen). In ihrer Heterogenität sind die Lebensentwürfe also letztlich gleich und zirkulieren um dieselben Trends. Die sozialen Medien sind gefüllt mit Profilen, die sich krampfhaft voneinander abheben wollen, dabei jedoch letztlich nichts Anderes tun, als gleichförmig nach Anerkennung in Form von quantifizierten Likes zu streben.

Dabei appelliert die große Mehrheit der Influencer an unsere einfachsten, oberflächlichsten menschlichen Triebe: Freizügigkeit, Sex, Klamotten, Essen und Körper. Mit dramatischen Videotiteln wird versucht, mehr Klicks zu generieren, um sich besser vermarkten zu können. Als Influencer verkauft man nicht nur seine Privatsphäre, sondern auch ein Stückweit seine Seele, da man primär nach den Wünschen der Zielgruppe und letztlich des Marktes lebt und stets um Bestätigung und Anerkennung kämpft: Gleich einem ferngesteuerten Roboter, der Befehle aus einem komplexen Computerprogramm erhält.

Die Öffentlichkeit wird zum Ersatzgott
Der postmoderne Mensch hat es verlernt, allein und er selbst zu sein. Beides kann man letztlich nicht in der Masse – so gern wir uns das heutzutage einzureden wünschen –, also nicht in der breiten, fremden Öffentlichkeit, sondern lediglich in der Begegnung mit sich selbst. Es ist das uns Menschen qua Schöpfung eingeschriebene Prinzip der Einheit, des „in-dividuum“-Seins, welches uns allein wirklich zu uns selbst kommen lässt und sich letzten Endes in der Einheit Gottes, at-tauhid, widerspiegelt. Gerade der private, abgeschiedene Bereich führt uns für gewöhnlich in diese Konfrontation mit dem eigenen Selbst und zu einer produktiven Bedrängnis hinsichtlich der eigenen existenziellen Selbstvergewisserung. Just dieser Bereich, der früher für einen selbst und den engsten Familienkreis reserviert war – etwa, wenn man morgens allein vor dem Spiegel steht, sich abends die Zähne putzt oder verträumt im Schlafzimmer dasitzt – wird ausgestellt und in einem Prozess der öffentlichkeitswirk­samen Selbstdarstellung zum Zwecke der Lifestylevermarktung in Szene gesetzt.

Da die Öffentlichkeit auf diese Art mittlerweile allgegenwärtig geworden ist und einem rund um die Uhr über die Schulter schaut, wird sie zu einer Art Ersatzselbst beziehungsweise Ersatzgott. Man ersucht das, was eigentlich nur die Einheit geben kann, vom dem, was qua Definition Vielheit ist. Man begibt sich in ein Abhängigkeitsverhältnis und bindet die eigene Selbstvergewisserung an die Instanz der Öffentlichkeit, da man selbst nicht souverän genug ist, um ein eigenes Subjekt im Angesicht Gottes zu sein. Da die Öffentlichkeit durch ihre vermeintliche Objektivität den Anschein erweckt, über diese Souveränität verfügen zu können, nimmt sie letztlich einen Götzencharakter an.

Die Auswirkungen auf den heutigen Gläubigen
Die Welt der Influencer ist noch recht jung, sodass wir die Auswirkungen auf uns als sich religiös bekennende Menschen noch nicht vollkommen einschätzen können. Tatsache ist: Viele Menschen leiden heute unter einer enormen Unsicherheit, weshalb sie notorisch nach Möglichkeiten der Selbstvergewisserung suchen. Man braucht eine Bestätigungsinstanz, um nicht in der unterbestimmten Subjektivität der Postmoderne unterzugehen. In der weiteren Öffentlichkeit bzw. in der eigenen Followerschaft findet der Influencer eine Instanz der Vergewisserung. Früher waren diese Bestätigungsinstanzen oft in der Religion oder in der Familie verortet; man könnte im freudschen Sinne sagen: in der sublimierten Vaterfigur. Es gab jedenfalls eine Instanz, die für den Heranwachsenden Selbstbestätigung und Weltbestätigung ermöglichte. Ein Surrogat für all das ­findet der moderne Influencer nun in der Öffentlichkeit, die ihm als amorphe Masse in Form von Likes Bestätigung gewährt.

Seit der Aufklärung hat sich im Westen ein hegemoniales Ideal säkular-moderner Selbstbestimmung herausbilden und bewähren können, das jedoch von Anfang an mit inneren Widersprüchen belastet war. Letztlich erstreben auch wir als Muslime Selbstbestimmung, doch es ist für uns axiomatisch, dass säkulare Selbstbestimmung letztlich nicht möglich ist. In unserer metaphysischen Grundanschauung erfährt jedes geschaffene Ding seine Bestimmung durch den Schöpfer, uns nicht ausgenommen. Der Weg des Islam ist die sukzessive Überführung der Selbstbestimmung durch Weltliches hin zur Selbstbestimmung durch Gott.

Aber, nochmals: Wir als muslimische Zeitgenossen sind vor den Auswirkungen unserer Zeit nicht gefeit. Wir sind, ob wir es wollen oder nicht, ein Teil dessen und damit nicht davor geschützt, unseren Körper und Lebensstil dem Trend gemäß optimieren und darstellen zu wollen, um bestätigt und anerkannt zu werden. Wir sollten uns aber darüber im Klaren sein, welche Auswirkungen, wenn auch indirekt, all das auf unser Seelenleben hat. Wir sind mehr als das, was wir von uns zeigen; das dürfen wir nie vergessen.

Der Text erschien am 9. Juli auf der Webseite „Dreinblick“. Nachtrag mit Genehmigung der AutorInnen.

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Wie sollen wir sprechen?

Sprache Nachrede

(iz). Es heißt, wir lebten im Zeitalter des großen Fortschritts, einer Ära der Erleuchtung. Wie kann es dann sein, wenn wir uns umschauen, dass wir vor allem Ungerechtigkeit, Morde, nie […]

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Gemeinschaft – und die Einsamkeit

Eine Epidemie der Einsamkeit und inneren ­Leere fegt über die westliche Welt. Sie wird von Ärzten und Fachleuten zunehmend als ein ­Problem der sozialen Gesundheit betrachtet. Es wird befürchtet, dass das Phänomen zum Anstieg von Krankheiten – von Herzanfällen bis Krebs – führen kann. Eine Studie im Auftrag des ­britischen Magazins „The Economist“ fand im September 2018 heraus, dass sich 22 Prozent aller Amerikaner und 23 Prozent aller Briten immer oder häufig alleine fühlten. In Korea haben junge Leute damit angefangen, sich beim Essen zu filmen, sodass sie virtuell mit anderen essen können.

Während die Ursache von Einsamkeit häufig dem Zusammenbruch traditioneller Familienstrukturen zugeschrieben wird, blicken die ­meisten selten weiter. Die wenigsten sprechen den weitverbreiteten Individualismus und seine Wurzeln in ideologischen Weltbildern der ­Moderne an.

Bis in die jüngste Vergangenheit waren erweiterte familiäre und soziale Netzwerke für die Aufrechterhaltung der psychischen und spir­ituellen Gesundheit des Einzelnen und seiner Gemeinschaften von entscheidender Bedeutung. Einsamkeit als soziales Phänomen war praktisch unbekannt. Einer Studie des US-Meinungs­forschungsinstituts Pew Research zufolge fühlen sich 28 Prozent derjenigen, die mit ihrem Fami­lienleben unzufrieden sind, oft einsam. In der Studie wird weiter ausgeführt, dass jeder fünfte US-Bürger, der seine Nachbarn nicht kennt, angibt, sich die meiste Zeit oder die ganze Zeit einsam zu fühlen.

Diese Phänomene sind Symptome einer umfangreicheren Pathologie. Eine sehr individualistische Kultur, die die Rechte, Bedürfnisse und Ziele des Einzelnen weit über das Soziale stellt, setzt die am stärksten gefährdete Gesellschaft – insbesondere ältere Menschen und Kinder – körperlicher und seelischer Vernachlässigung aus. Im Islam hingegen wird das zeitlose Konzept der menschlichen Natur und des Bewusstseins angesprochen. Das ist unser natürlicher Schöpfungszustand (Fitra). Wir haben die Fähigkeit, die offenkundige Wirklichkeit unserer Existenz zu erkennen. Der Wahrheit Allahs als unserem Herrn und Schöpfer anzuerkennen – und sie zu erfüllen. Das ist unsere Pflicht als Sein Sachwalter auf der Erde gegenüber dem Rest der Schöpfung.

Die metaphysische Tradition des Islam leugnet die menschliche Natur nicht. Der Mensch ist durch sie von der Abhängigkeit von seinen diesseitigen Wünschen befreit und richtet seinen inneren Blick auf Den, Der sein Dasein selbst erhält. Unsere ultimative Befriedigung kann nur durch unseren Dienst an Allah erreicht werden.

Unsere Tradition erkennt die Rechte und Bedürfnisse des Einzelnen und der Gemeinschaft an. Nichts davon wird zu Ungunsten des anderen vernachlässigt. Als solcher beruft sich der Muslim in seinen Beziehungen nicht ausschließlich auf seine Rechte, sondern behält die eigenen Verpflichtungen gegenüber anderen im Blick. Das Gleiche gilt für seine Rechenschaftspflicht gegenüber Allah. Es geschieht zu unserem Nachteil, dass wir unsere unmittelbaren und erweiterten sozialen Bindungen im Namen der individuellen Freiheiten aufgeben. Abdalhakim Murad, der bekannte Gelehrte und Denker, erklärt hierzu: „Der moralische Zusammenhalt eines Großteils der Scharia kann nur verstanden werden, wenn wir erkennen, dass sie ein Familienmodell voraussetzt“.

Der Prophet Muhammad, möge Allah ihn ­segnen und ihm Frieden geben, hielt seine ­Gefährten vom einsamen Reisen oder der Isolat­ion ab. In seinem Kommentar dazu sagte der bekannte Qur’ankommentator At-Tabari: „Dies ist Entmutigung in Form von Disziplin und Anleitung, da befürchtet wird, dass man allein der Einsamkeit und Isolation erliegen könnte, aber es ist nicht untersagt. Der Alleinreisende in der Wildnis und auch der alleinstehende ­Bewohner in seinem Haus sind nicht sicher, der Einsamkeit zu erliegen. Besonders, wenn man von negativen Gedanken und einem schwachen Herzen geplagt wird.“

Unsere Identitäten sind bis zu einem gewissen Grad durch unsere Beziehungen bestimmt. Vor allem wird unsere eigentliche Existenz durch unsere Bindung an Allah definiert, Der uns als Seine Diener erschuf. Die größte Ehre, die Allah den Nachkommen Adams gewährte, war es, uns in Beziehung zu Seiner Majestät zu definieren.

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Arte über die gefährdete Lebensgrundlage vieler Fischer

Hamburg (KNA). „Das Meer gehört allen und zugleich niemandem“: So könnte man die hier versammelten Antworten auf die zentrale Frage der Filmemacher zusammenfassen. Ob Carlos aus Costa Rica, Hassan aus […]

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Das Gift des Nationalismus

Der US-Präsident legt bei der Abschlussfeier der Küstenwachen-Akademie vor einer US-Flagge die Hand auf die Brust; rechts daneben ein Offizier in weißer Uniformmütze.

Der Nationalstaat, der ein ­bestimmtes Volk mit einer souveränen Gebietseinheit verbindet, ist ein modernes Phänomen. So brauchten die früheren italienischen Herrschaftsgebiete bis in die späten 1850er Jahre, um einen zusammenhängenden Nationalstaat zu gründen. Die deutsche Vereinigung unter preußischer Führung sollte bis 1871 dauern. Außerhalb Europas – und der von europäischen Eliten gegründeten Siedlerstaaten in Nord- und Südamerika – sowie der nennenswerten und oft vergessenen Ausnahme Haiti können wir die Existenz funktionaler Nationalstaaten erst ab Beginn des 20. Jahrhunderts diskutieren.

Nationalismus, ein Gefühl, das ein Volk zur Schaffung eines autonomen Staates motiviert, ist ebenso strikt modern. Er kann als politischer Zweig der Romantik verstanden werden. Und war Teil der europäischen Reaktion im 19. Jahrhundert auf die universalisierenden und anti-autoritären Tendenzen der­ ­frühen Aufklärung. Es gibt jedoch Elemente des nationalistischen Denkens, ­gemeinsam mit dem von ihm hervorgebrachten politischen Anordnungen, die antik sind. Ein Beispiel wäre der Bürgerstolz griechischer Städte, wie er von ­Perikles am Vorabend des Peloponnesischen Krieges in seiner berühmten Rede befeuert wurde.

Im Islam finden sich Lehren, die ­eindeutig gegen die wichtigsten Elemente des Nationalismus argumentieren. Vorrangig zählen dazu Chauvinismus und die Exklusion, die vom nationalistischen Projekt erzeugt wird. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob die islamische Lehre eine Rolle bei den Anstrengungen spielt, über den Nationalismus hinaus zu denken.

Entsprechend vieler Definitionen beinhaltet das Wesen dieser Idee die Verschmelzung eines Volkes mit dem Staat. Wollen wir jedoch die Dynamiken in der Bildung des nationalen Bewusstseins verstehen, sowie den organisatorischen Drang, der die Staatsbildung eines Volkes vorantreibt, dann müssen wir fünf Ideen verstehen: Volk, Staat, Furcht, Ärger und Opferhaltung.

Wir werden diese Ideen im Folgenden erwähnen und skizzieren, wie das muslimische Denken auf sie reagieren könnte, bevor wir eine Antwort auf die Idee des Nationalismus präsentieren.

Die Nation wurde definiert als: „ein historisches Konzept gegründet auf einer kulturellen Identität, die von einem ­einheitlichen Volk geteilt wird“. Im Islam wird die Idee des Volkes nicht negiert. Alle Propheten, möge Allah ihnen Frieden geben, vor Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, wurden zu einem spezifischen Volk entsandt. Wenn jedoch die geteilte Identität, die das nationale Bewusstsein bildet, zu einer Lage führt, in dem Rechte oder Menschlichkeit anderer Gruppen durch ein exklusives Streben nach Souveränität seitens einer einzelnen Gruppe verweigert werden, dann stellt die Lehre des Islam das nationalistische Projekt in Frage.

Die potenzielle Zerstörungskraft des Nationalismus wurzelt in der Tatsache, dass die meisten Staaten oder geogra­fischen Regionen auf einer Mischung von Völkern basieren. Und viele Völker sind staatenlos. Würden die nationalistischen Hoffnungen aller Gruppen verfolgt, träte wahrscheinlich ein Zustand von dau­erndem  Krieg und schwerwiegender ­Verfolgung an. Das ist eine der erheb­lichen Gefahren des gegenwärtigen ­Anstiegs der Identitätspolitik in Europa und in Amerika.

Furcht ist einer der wichtigsten Faktoren, der ein Volk dazu veranlasst, seine Kontrolle über ein bestimmtes Gebiet zu festigen und einen Staat zu gründen. Solche Ängste drehen sich um echte oder eingebildete Feinde, die als Bedrohung der Existenz und Interessen eines bestimmten Volkes wahrgenommen werden. Obwohl einer der positiven Vorteile der Gruppensolidarität häufig Sicherheit ist, können ihre Konsequenzen destruktiv werden, wenn das Versprechen der Sicherheit als Furcht formuliert wird und die daraus resultierenden Emotionen für politische Zwecke mobilisiert werden.

Durch Islam soll Angst als mobili­sierende politische Kraft in menschlichen Angelegenheiten entfernt werden. So ­lesen wir im Qur’an: „Dies ist nur der Satan, der mit seinen Gefolgsleuten Furcht einzuflößen sucht. Fürchtet sie aber nicht, sondern fürchtet Mich, wenn ihr gläubig seid.“ (Al-i-’Imran, Sure 3, 175) In diesem Vers sagt Allah den Muminun, dass sie nicht ihre Feinde, sondern Ihn fürchten sollen. Vielleicht noch wichtiger ist, dass sie ihren Aufbau einer Gemeinschaft auf der Gottesfurcht (arab. taqwa) aufbauen sollen, nicht auf der Angst vor einem echten oder eingebildeten menschlichen Gegner, der im heutigen Diskurs oft als „der Andere“ gilt.

Ärger ist die Verwirklichung von Furcht. Mit anderen Worten, er ist einer der größten psychologischen Faktoren, der Menschen veranlasst, gegen die Quelle ihrer Furcht vorzugehen. Eine der größten Quellen einer solchen Wut ist ein Gefühl der Opferhaltung. Ernest Gellner, einer der wichtigsten Autoren über Nationalismus, erklärt die Rolle der Opferhaltung im heutigen nationalis­tischen Denken: „Während die Flutwelle der Modernisierung die Welt erfasst, sorgt sie dafür, dass sich fast jeder zu ­irgendeinem Zeitpunkt ungerecht ­behandelt fühlt und dass er die Schuldigen als eine andere ‚Nation‘ identifizieren kann. Findet er, dass weitere Opfer dem gleichen ‘Volk’ wie er angehören, entsteht Nationalismus.“

Genau wie bei Furcht wird Wut im ­Islam als Quelle des politischen Handelns zurückgewiesen. Imam Al-Ghazali sagte über den qur’anischen Vers „… als diejenigen, die ungläubig waren, in ihren Herzen die Hitzigkeit entfachten, die Hitzigkeit der Unwissenheit –, da sandte Allah Seine innere Ruhe auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab und ließ sie an dem Wort der Gottesfurcht festhalten …“ (Al-Fath, Sure 48, 26): „Diejenigen, welche die Wahrheit bedecken, werden für die ungerechtfertigte Hitzigkeit verurteilt, die sie wegen ihres Ärgers an den Tag legen.“ Einer der Schlüssel für positive politische Entscheidungen ist feste intellektuelle Ruhe und Klarheit. Aus diesem Grund verbietet der Islam einem Richter ausdrücklich, eine Entscheidung im Zustand der Wut zu treffen. Der obige Vers erweitert dieses Prinzip auf den Bereich des politischen Handelns.

Ebenso wird die gezielte Mobilisierung von Gefühlen des Opferseins abgelehnt. Im Gegensatz zur Suche nach externen Schuldigen oder Sündenböcken, die angeblich die Schuld für ein Problem tragen, fördert der Islam die Verantwortung von Einzelpersonen und Gruppen. Allah sagt in einem Hadith Qudsi: „Es sind vielmehr eure Handlungen, die Ich euch anrechne. Dann belohne ich euch voll für sie. Wer also Gutes findet, der preise Allah. Und wer anderes findet, der beschuldige nur sich selbst.“

Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Jeder von euch ist ein Sachwalter. Und jeder von euch wird bezüglich seiner Schutzbefohlenen befragt.“ Diese Förderung der individuellen Verantwortung ist so wesentlich im Din, dass die Person, die keine Menschen oder keinen Besitz hat, für die sie verantwortlich ist, an das Wächteramt für ihren eigenen Körper erinnert wird.

Eine ähnliche Analyse lässt sich für Gruppen und ihr kollektives Schicksal aufstellen. In einem weltlichen Sinne sind sie verantwortlich für ihren eigenen Aufstieg oder Niedergang. Allah sagt in dieser Hinsicht eindeutig: „Allah ändern nicht den Zustand eines Volkes, bis sie nicht ändern, was in ihren Seelen ist.“ (Ar-Ra’d, Sure 13, 12) Daher läuft die Idee des Wartens auf jemand anderen zur Veränderung des eigenen Zustands dem göttlichen Vorgehen in der Regierung der menschlichen Gesellschaft zuwider.

Viele Überlieferung belegen, dass der Islam die Idee der Mobilisierung zur ­Verfolgung einer ausgrenzenden politischen Agenda, die auf Stammes- oder ­nationalen Bindungen beruht, keinesfalls unterstützt. Eine solche Mobilisierung, die im Mittelpunkt des nationalistischen Vorhabens steht, widerspricht nicht nur den klaren Lehren: Sie war die Quelle vieler der brutalsten und kostspieligsten Kriege der jüngeren Geschichte und hat sich auch in allen modernen Völker­morden manifestiert.

Es ist hier interessant zu wissen, dass Schaitan in der Lehre des Islam, seine Überlegenheit auf „zufällige“ körperliche Unterschiede aufbaut. Allah erwähnt dies im Qur’an, wenn Er ihn anspricht: „Er (Allah) sagte: ‘Was hat dich davon abgehalten, dich niederzuwerfen, als Ich (es) dir befahl?’ Er sagte: ‘Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber hast Du aus Lehm erschaffen.’“ (Al-A’rat, Sure 7, 12) Dieser prototypische rassistische Appell an körperliche Un­terschiede spiegelt sich in der Rhetorik vieler gestriger und heutiger Fanatiker wider. Schaitan ist geblendet durch seine Überheblichkeit. Offenkundig vergaß er, dass Adams Auszeichnung in der Tat­sache lag, dass seine vermeintliche niedrigere körperliche Herkunft durch andere Eigenschaften ausgeglichen wurde. Dazu gehörten sein enormer Verstand sowie die Fähigkeit, die Begrenzungen der körperlichen Zusammensetzung spirituell zu überwinden.

Die Menschheit hat einen gemeinsamen Ursprung. Allah sagt in Seinem Qur’an: „Oh ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiss, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.“ (Al-Hudschurat, Sure 49, 13) Und Er sagt an einer anderen Stelle: „Oh ihr ­Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus ­beiden viele Männer und Frauen sich ausbreiten.“ (An-Nisa, Sure 4, 1) Wegen unserer verbindenden Herkunft besteht ein untrennbares Band zwischen uns. In ­dieser Hinsicht sind Projekte wie widerstrebende Nationalismen, welche diese Bindungen leugnen oder verharmlosen, abzulehnen.

Der Islam erkennt allerdings an, dass verschiedene Völker, Nationen und Stämme mit individuellen historischen Missionen ausgestattet sein können. So lesen wir beispielsweise im Qur’an: „Die Römer sind besiegt worden im nächstliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage (selbst) siegen, in einigen Jahren. Allah gehört der Befehl vorher und nachher. An jenem Tag werden die Gläubigen froh sein.“ (Ar-Rum, Sure 30, 2-4) Der Punkt hier ist, dass Er diesen Sieg für die Römer als ein Volk bestimmt hat. Ihr historisches Schicksal war der Sieg über die Perser. Diese wiederum waren dazu bestimmt, nach einem anfänglichen Sieg von den Römern besiegt zu werden. Allah sagt auch über die Idee von unterschiedlichen Völkern: „Jede Gemeinschaft hat eine (festgesetzte) Frist. Und wenn nun ihre Frist kommt, können sie (sie) weder um eine Stunde hinausschieben noch sie vorverlegen.“ (Al-A’raf, Sure 7, 34)

Andere Unterschiede finden sich in diesen Aussagen des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Der Gebetsruf ist für die Äthiopier“, „Glaube und Weisheit sind aus dem ­Jemen“, oder „die Europäer sind die Nachsichtigsten im Antlitz der Beschwernis, jene, die sich am schnellsten nach ­einer Niederlage wieder sammeln und die Barmherzigsten gegenüber den Schwachen, Waisen und Armen“. Überlieferungen zu Unterschieden dieser Art sind recht vielfältig in der prophetischen Tradition.

Wir sollten uns dazu verleiten lassen, dass die spezifische Natur der prophetischen Missionen vor Muhammad, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, als Rechtfertigung zur Verfolgung nationalistischer Ziele dienen kann. Diese ­gesonderte Natur wurde durch die Universalität der Botschaft Muhammads, ­Allahs Heil und Segen auf ihm, aufgehoben. Allah beschreibt diese im Qur’an: „Sprich: ‘Oh ihr Menschen, ich bin der ­Gesandte Allahs an euch alle, Dem die Herrschaft der Himmel und der Erde ­gehört.‘“ (Al-A’raf, Sure 7, 158)

Dieser Vers ist insofern von Bedeutung, als er nach einer ausführlichen Beschreibung der früheren Propheten und ihrer Botschaften im siebten Kapitel des Qur’an erscheint. Es ist, als ob Allah die Allgemeingültigkeit der Mission des Propheten Muhammed, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, besonders betont, indem Er sie im Kontrast zu den früheren Botschaften präsentiert. Es ist bezeichnend, dass dieser Übergang von spezifischen Botschaften zu universellen zu einem Zeitpunkt stattfand, als die Überlandhandelsrouten, die durch das riesige muslimische Gebiet geschaffen wurden, die gesamte bekannte Welt in einem beispiellosen Ausmaß integrieren würden. Das heißt, er ereignete sich gerade, als die Welt bereit war, eine solche Botschaft zu empfangen.

Manche Verteidiger von Nationalismus – während sie dessen latente Gefahren kennen – verweisen auf seine angeblichen, großen Triumphe. Insbesondere seine Rolle im Aufhalten der doppelten, totalitären Bedrohungen des Nazismus sowie des stalinistischen Kommunismus. Jedoch kann sich der Nationalismus nicht der Anklage entziehen, wenn wir beide Phänomene als groteske Formen des deutschen beziehungsweise russischen Nationalismus betrachten.

In den Ländern des Islam wie auch in anderen Teilen der sich entwickelnden Welt hat Nationalismus die westlich gebildeten Eliten am stärksten beeinflusst. Diese waren maßgeblich an der Formulierung einer postkolonialen, nationalen Vision beteiligt. Diese Vision wurde hinsichtlich der Bedeutung, des Zwecks und der Richtung des postkolonialen Staates anfangs in der gesamten muslimischen Welt mit erheblicher Unterstützung der Massen begrüßt. Die systematische und oft zynische Verneinung einer sinnvollen Beteiligung der Massen am politischen Prozess hat jedoch zu einer weit verbreiteten Auffassung des Nationalstaates als Euphemismus für autokratische Herrschaft geführt.

Weder die muslimische Welt noch die Menschheit im Allgemeinen werden zu einem harmonischen Zustand in der Lage sein, wenn wir nicht die Spaltung des Nationalismus und des Nationalstaates überwinden. Kontinuierliche Entwicklungen der Waffentechnologie (konventionelle und nicht-konventionelle) erhöhen unsere Fähigkeit zur gegenseitigen Tötung. Globale Probleme – ökonomischer Imperialismus, Terrorismus, globa­ler Drogenhandel, Verbreitung von Atomwaffen, Umweltverschmutzung, Klimawandel und zunehmende ökonomische Ungleichheit – widersetzen sich einer Lösung. In Anbetracht dieser und vieler anderer dringender Tatsachen können wir kein Schema mehr akzeptieren, in dem, nach den Worten von William Pfaff, „eine Nation sich dazu berechtigt fühlt, sich durch die Opferwerdung einer anderen Gesellschaft zu bestätigen“. Der nationalistische Status quo ist unhaltbar. Gegenseitige Opferwerdung – ein unglückliches Ergebnis konkurrierender nationaler Interessen – schafft Bedingungen, die gutmöglich zu unserer gegenseitigen Vernichtung führen könnten.

Nationalismus und Nationalstaat sind Realitäten, die im Zentrum der globalen Ordnung stehen. Um sie zu überwinden, muss man mehr als nur die Gefahren verstehen, die ihnen innewohnen. Neue Denkweisen über den Sinn des Lebens, der Menschheit und der Zivilisation müssen entwickelt und neue Institutionen aufgebaut werden. Viele entmutigende Probleme im Zusammenhang mit der Bedeutung von nationaler Souveränität, Selbstbestimmung und Staatsbürgerschaft müssen ebenfalls gelöst werden.

Auf dem Höhepunkt ihrer Zivilisationen konnte Muslime dieser Heraus­forderung begegnen und bewältigen, indem sie ein kulturell vielfältiges, politisch dezentrales, aber funktional integriertes „globales“ Gebiet aufbauten, das sich von Spanien bis nach China erstreckte. Die Tatsache, dass eine Person wie Ibn Battuta, der große marokkanische Reisende, von einem Ende dieses Reiches zum anderen gelangen, in einer einzigen Sprache (Arabisch) kommunizieren und als Richter auf den fernen Malediven anerkannt werden konnte, zeugt von der angemessen Form der Globalisierung, wie sie durch den Islam erzeugt wurde.

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„Schande für Europa“

ROM/BERLIN (GFP.com). Anders als Äußerungen im Streit um das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ suggerieren, bekämpft Berlin die Seenotrettung im Mittelmeer seit Jahren. Das belegen die Verhinderung einer EU-Seenotrettungsoperation durch die Bundesregierung im Jahr 2014, falsche Vorwürfe gegen private Seenotretter durch den früheren Bundesinnenminister Thomas de Maizière sowie die laut Berichten intern geäußerte Forderung seines Nachfolgers Horst Seehofer, strafrechtlich gegen die Besatzungen von Rettungsschiffen vorzugehen.

Wegen der Verhinderung der EU-Seenotrettung auf dem Mittelmeer haben Menschenrechtsanwälte inzwischen Anzeige gegen die Bundesregierung vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gestellt. Zudem hat sich Berlin stets für die „Dublin-Regelungen“ eingesetzt, die es Italien untersagen, an Land genommene Flüchtlinge in andere EU-Staaten weiterreisen zu lassen. Außenminister Heiko Maas hat sich wiederholt für „Dublin-Abschiebungen“ und ihre Beschleunigung stark gemacht. Berlin steht sogar deutschen Initiativen, die trotz der „Dublin-Verordnung“ aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufnehmen wollen, im Weg.

„Schande für Europa“
In die aktuellen Auseinandersetzungen um die private Seenotrettung im Mittelmeer hat sich jetzt auch die Bundesregierung eingeschaltet. Die italienischen Behörden haben die Kapitänin des Rettungsschiffs Sea-Watch 3, die mit 40 teilweise schwerst traumatisierten Flüchtlingen an Bord Ende vergangener Woche auf ihrem Recht auf Einfahrt in einen sicheren Hafen bestanden hatte, festnehmen lassen und halten sie nun in Hausarrest fest. Ihr drohen eine Anklage und im Fall der Verurteilung im äußersten Falle bis zu zehn Jahre Haft. Die Maßnahme hat international für Empörung gesorgt.

Während der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die italienischen Hafensperren in heftig kritisierten Stellungnahmen inzwischen sogar schon zweimal für rechtmäßig erklärt hat, äußern etwa die großen christlichen Kirchen gegen die Festnahme der Kapitänin massiv Protest. „Die Rettung von Menschenleben hat unter allen Umständen Vorrang“, wird zum Beispiel der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zitiert: „Dies muss unser Leitstern sein, alles andere ist zweitrangig.“

Gleichzeitig nannte es der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm eine „Schande für Europa“, dass eine Kapitänin festgenommen werde, „weil sie Menschenleben gerettet hat und die geretteten Menschen sicher an Land bringen will“.

Schweigen zur Rolle Berlins
Dem schließt sich nun auch Berlin an. „Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden“, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte am Sonntag in einem Fernsehinterview: „Italien … ist Gründungsstaat der Europäischen Union.“ Daher könne man „von einem Land wie Italien erwarten, dass man mit einem solchen Fall anders umgeht“. Zur Rolle der Bundesregierung, der Steinmeier lange angehörte und der Maas angehört, äußerten sich beide nicht.

Strafanzeige gegen Deutschland
Tatsächlich bekämpft auch die Bundesregierung die Seenotrettung im Mittelmeer seit Jahren; in diesem Zusammenhang haben auch deutsche Politiker einer Kriminalisierung privater Seenotretter mehrfach das Wort geredet. Einen ersten umfassenden Schritt gegen die Seenotrettung unternahm Berlin im Jahr 2014, als die italienische Regierung darauf drang, ihre Seenotrettungsoperation „Mare Nostrum“ in eine EU-Maßnahme zu überführen. Mit „Mare Nostrum“ hatte Rom in der Zeit zwischen Oktober 2013 und Oktober 2014 mehr als 150.000 Menschen das Leben retten können, musste nun aber – von der Eurokrise gebeutelt – auf Druck Berlins und Brüssels die Ausgaben kürzen. Die Überführung in eine EU-Operation scheiterte an der Bundesrepublik. „Mare Nostrum“ habe sich „als Brücke nach Europa“ erwiesen, beschwerte sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière: „Das kann nicht auf Dauer so sein.“

Tatsächlich hat die Seenotrettung im Völkerrecht strikt Vorrang vor politischen Erwägungen jeglicher Art. Berlin und Brüssel hingegen gestalteten die auf „Mare Nostrum“ folgende Frontex-Operation „Triton“ ganz gezielt so, dass viel weniger Menschen gerettet werden konnten. Anwälte haben deshalb Anzeige vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gestellt – auch gegen Deutschland.

Deutsche Attacken gegen Seenotretter
Private Seenotretter, die schon bald einsprangen, um – auf eigene Kosten staatliche Versäumnisse ausgleichend – Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten, sahen und sehen sich immer wieder mit Attacken der Bundesregierung konfrontiert. So kolportierte Innenminister de Maizière im Juli 2017 Vorwürfe gegen Seenotretter, denen zufolge diese die Transponder ihrer Schiffe „regelwidrig abstellen … und so ihre Position verschleiern“.[5] Zudem führen sie nur mit dem Ziel in libysche Gewässer ein, um Schiffen libyscher Schlepper „schon mal ein Ziel vorzugeben“.

Bei den betroffenen Seenotrettungsorganisationen hieß es einhellig, die Vorwürfe seien vollkommen haltlos. Als zur gleichen Zeit Italien einen „Verhaltenskodex“ vorlegte, der die Aktivitäten der Seenotretter massiv einschränken sollte, erklärte de Maizière, er halte dies „für absolut richtig“.[6] Der Kodex verstößt einem Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags zufolge in Teilen gegen das internationale Recht.

Im Juni 2018 wurde bekannt, dass der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Bundestags strafrechtliche Schritte gegen die Crew eines Rettungsschiffes gefordert hatte. Die aktuellen Maßnahmen der italienischen Regierung entsprechen dem voll und ganz.

Die „Dublin-Regeln“
Jenseits des konkreten Vorgehens gegen private Seenotretter hat die Bundesregierung maßgeblich zur Schaffung und Aufrechterhaltung des Regelwerks beigetragen, mit dem die Regierung Italiens ihre Repressalien begründet: die sogenannten Dublin-Verordnungen. Ihnen zufolge muss sich derjenige EU-Staat um Flüchtlinge und ihre Asylanträge kümmern, über dessen Territorium sie in die EU eingereist sind. Nach Lage der Dinge sind dies vor allem die südlichen Mittelmeeranrainer Griechenland, Italien und Spanien. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat mehrmals bekräftigt, Seenotrettungsschiffe wieder anlegen zu lassen, sofern die Flüchtlinge nicht in Italien bleiben müssen.

Dagegen freilich spricht sich Berlin immer wieder kategorisch aus. So hatte etwa der heutige Außenminister Maas, der Italien jetzt via Twitter kritisiert, Ende 2015 – damals war er Bundesjustizminister – geäußert: „Es mag sein, dass die Dublin-Regeln nicht allen gefallen“; dennoch „müssen sie angewendet werden“. In seinem neuen Amt begleitet Maas nun die Bemühungen des Bundesinnenministers, die Abschiebung von Flüchtlingen gemäß den „Dublin-Verordnungen“ zu beschleunigen.

Tatsächlich hat die Bundesrepublik allein im laufenden Jahr bereits rund 1.200 Flüchtlinge nach Italien zurückgeschoben. Die mögliche Aufnahme von 40 Flüchtlingen von der Sea-Watch 3 hingegen hat sie wochenlang abgelehnt und will sie nun allenfalls leisten, wenn sie mit vier anderen EU-Staaten geteilt werden kann.

So wenig wie möglich
Zur generellen Aufnahme auf dem Mittelmeer geretteter Flüchtlinge ist Berlin auch weiterhin nicht bereit – dies, obwohl sich zahlreiche deutsche Städte inzwischen dafür zur Verfügung gestellt haben und die Einreise der Flüchtlinge sogar ausdrücklich fordern. Ein solcher Schritt könnte nach Lage der Dinge dazu führen, dass Italien seine Hafensperre aufhebt und zumindest die private Seenotrettung wieder in geregelte Bahnen gelangt.

Freilich steht dem der Wille der Bundesregierung im Weg, die Zuständigkeit für Flüchtlinge weiterhin bei den Staaten an den EU-Außengrenzen zu belassen. Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gelangen, wird dadurch so niedrig wie möglich gehalten. Wieviele Flüchtlinge Berlin in Fällen wie demjenigen der „Sea-Watch 3“ übernommen hat, hat die Bundesregierung Ende April beziffert: Es waren bis dahin 152.

Risiko des Kontrollverlusts

geografie hormus mahan

(Middleeastmonitor.org). Die Straße von Hormus, der enge Schifffahrtsweg zwischen Iran und Oman wurde nach dem legendären, wohlhabenden Königreich von Ormus benannt. Sie beschäftigt die Erdölhändler seit der iranischen Revolution 1979. Teheran hat gelegentlich ihre Schließung für die Schiffe feindlicher Länder angedroht, während die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten entschlossen sind, sie offen zu halten und die Freiheit der Meere zu gewährleisten – durch Gewalt wenn nötig.

Nun wurden am 13. Juni zwei Tanker angegriffen und manövrierunfähig im Golf von Oman zurückgelassen – am südlichen Eingang der Straße. Das steigerte Befürchtungen einer neuen Konfrontation zwischen dem Iran und den USA. „Die Straße von Hormus ist das wichtigste Nadelöhr“ für Öl, meint die Energy Information Administration (EIA), der unabhängige statistische und analytische Arm des US-Energiemi­nisteriums. Rund 30 Prozent alles, per See transportierten Rohöls und seiner Produkte passieren sie jedes Jahr. Eine Blockade könnte zu einer erheblichen Unterbrechung der globalen Ölversorgung führen.

Während des Krieges zwischen Irak und Iran (1890-1988) griffen beide Kriegsparteien Tanker an. Der Irak bombardierte Fahrzeuge, die nahe der iranischen Insel Kharq im nördlichen Golf beladen wurden. Und Teheran attackierte Schiffe weiter südlich und in der ­Meerenge selbst.

Im Krieg der Tanker antworteten die USA, das Vereinigte Königreich sowie einige weitere Länder mit der Erklärung, die Schifffahrt im zentralen und süd­lichen Teil der Region mithilfe von ­Marinekonvois zu schützen. Die Straße selbst ist an ihrer engsten Stelle nur 21 Seemeilen (beinahe 40 Kilometer) breit. Und Tanker sind auf einen noch kleinen Bereich beschränkt, der in jeder Richtung nur 3,6 Kilometer breit ist. Diese Verkehrsregelung soll die Gefahr von ­Zusammenstößen vermeiden.

Der begrenzte Spielraum für die Fahrzeuge erhöht erheblich die Verletzbarkeit des langsamen Tankerverkehrs für Angriffe von beiden Ufern oder durch feindliche Schiffe in der Straße selbst. Wie die Angriffe gegen die Tanker im 1. Golfkrieg zeigten, ist die Arena des Konfliktes viel weiter. Zu ihr gehören der gesamte Golf, die Meerenge sowie der Golf von Oman, das Arabische Meer und das südliche Rote Meer in der Nachbarschaft.

Der Iran hat verschiedene Optionen für Angriffe auf die Schifffahrt. Dazu gehö­ren Minen, ufergestützte Raketenbatterien, U-Boote, Kriegsschiffe sowie eine Flotte kleiner, wendiger Schnell­boote. In den 1980er Jahren wurde der größte Schaden durch Minen, Raketen vom Ufer und Schnellbootangriffen ­angerichtet.

Trotz iranischer Drohungen und unzähliger Analyse, die über die Fähigkeit des Landes, die Meerenge zu schließen, veröffentlicht wurden, ist es unwahrscheinlich, dass Teheran die Meerenge für die Schifffahrt für mehr als ein paar Tage oder ein paar Wochen blockieren könnte. Bemühungen zur Blockade der Meerenge würden von den USA und ihren Verbündeten als Aggression interpretiert und eine überwältigende militärische Reaktion hervorrufen. Angesichts der Überlegenheit der US-Luft- und Seefahrt in der Region könnten sie wahrscheinlich die Onshore-Raketenbatterien sowie die Aktivitäten von See- und U-Booten und Schnellbooten unterdrücken.

Das wirkliche Problem ist die Ausbreitung eines Konfliktes. Sie würde zu einer Eskalation des Zusammenstoßes zwischen den USA und dem Iran in verschiedenen Arenen der Region führen. Dazu gehören der Jemen, das östliche Saudi-Arabien, die Vereinten Arabischen Emirate, Bahrain, Irak, Syrien, Afghanistan sowie das iranische Landesinnere. Öffentlich verfolgen die USA angeblich eine Politik der kontrollierten Eskalation. Dabei kommen zunehmend engere Wirtschaftssanktionen zum Einsatz, die Iran in der Nuklearfrage zum Einlenken zwingen sollen. Hochrangige US-Beamte haben ihren Kollegen in Europa, Russland und China versichert, dass eine kontrollierte wirtschaftliche Eskalation eine tragfähige Alternative zur militärischen Konfrontation darstellt.

Auf eine wirtschaftliche Eskalation folgten einige Angriffe auf die Schifffahrt. Einige Stimmen machten Teheran dafür verantwortlich. Hinzukamen Geheimdienstberichte über Aktivitäten gegen US-Truppen in der Region sowie die Entsendung weiterer Truppenteile.

Da die im Rahmen des Atomabkommens von 2015 dem Iran zugesagte Sanktionsentlastung verflogen ist, hat Teheran seine nuklearen Aktivitäten verstärkt und damit gedroht, einige der anderen Bedingungen des Abkommens nicht mehr einzuhalten.

Die plötzliche Eskalation der Spannungen scheint zumindest einige politische Entscheidungsträger auf allen Seiten unvorbereitet getroffen und zu einem jüngsten Rätsel der Deeskalation geführt zu haben. Die USA haben einen Regimewechsel öffentlich als Konfliktziel abgelehnt, Verhandlungen ohne Vorbedingungen angeboten und die geringe Anzahl zusätzlicher Truppen, die in die Region entsandt wurden, hervorgehoben. Der Iran hat erklärt, eben keinen Krieg zu wollen und einen zuvor festgenommenen US-Bürger freigelassen. Beobachter deuteten dies als Maßnahmen des guten Willens.

In einem derart angespannten Umfeld besteht immer die Gefahr, dass ein Zwischenfall oder Unfall in einer Weise eskaliert, die von führenden politischen Entscheidungsträgern nicht geplant wurde. Führungskräfte haben möglicherweise nicht die volle Kontrolle über Untergebene, Stellvertreter und Verbündete und werden möglicherweise zu einem Konflikt gedrängt. Möglicherweise hat der Iran nicht die volle Kontrolle über die Milizen, die er im Jemen bewaffnet hat. Die USA haben möglicherweise nicht die volle Kontrolle über kriegerische Elemente in der Region, die einen Krieg mit dem Iran wollen. (Middle East Monitor)

Dieser Text ist im Rahmen einer Creative Commons-Lizenz veröffentlich worden.

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Ein andalusisches Echo

Ein imposantes Gebäude mit zy­lindrischen Türmen steht am steilen Hügeln in Mertola, einer portugiesischen Stadt im Süden am Ufer des Flusses Guadiana. Ist das eine Kirche mit einem Mihrab? Oder […]

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