Taliban: Rechte der Afghanen liegen am Boden

Taliban seit zwei Jahren an der Macht: Alle Hoffnungen auf eine halbwegs gemäßigte Herrschaft waren vergebens.

1.09.2023 Christoph Schmidt 4 Min. Lesezeit
taliban

Foto: Christian Jepsen, NRC

(KNA). Die schnelle Einnahme Kabuls durch die Taliban am 15. August 2021 und der ebenso chaotische wie demütigende Abzug der ISAF-Truppen in den Tagen danach waren für den Westen ein Schock.

Taliban – Hoffnungen haben sich bisher nicht bewahrheitet

Gleichwohl herrschte damals ein gewisser Optimismus, dass die Extremisten keine Neuauflage ihrer früheren Terrorherrschaft in Afghanistan anstreben würden. Anders als in den 1990er Jahren seien die Taliban nun gemäßigter, scheuten aus wirtschaftlichen Gründen die erneute internationale Isolation und hätten es nach 20 Jahren westlichem „Nation Building“ mit einer selbstbewussten Zivilgesellschaft zu tun. So die Hoffnung.

Foto: John Smith, Shutterstock

Zwei Jahre später ist davon nichts mehr übrig. „Die Menschen in Afghanistan erleben unter der Herrschaft der Taliban einen humanitären und menschenrechtlichen Albtraum“, brachte es die Organisation Human Rights Watch unlängst auf den Punkt.

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