Tausende bedrohte Afghanen warten bisher auf Rettung

Nach der Machtübernahme der Taliban versprach Deutschland gefährdeten Afghanen die Aufnahme. Drei Jahre später warten immer noch Tausende auf die Bearbeitung ihrer Fälle. Bisher vergeblich. Etwa der Journalist Jawad.

1.09.2024 .Redaktion 5 Min. Lesezeit
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Foto: <a href=https://www.flickr.com/photos/bundeswehrfoto/>Bundeswehr, Marc Tessensohn</a>, via flickr

(KNA). Wäre er in seinem Land sicher, hätte er keine Sekunde darüber nachgedacht, es zu verlassen, sagt Jawad. Er heißt eigentlich anders, doch als Journalist in Afghanistan trachten die Taliban ihm ohnehin täglich nach dem Leben. Deshalb will er lieber anonym bleiben, als er der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) seine Geschichte erzählt. Von Jana Ballweber

Bedrohte Afghanen – das Beispiel Jawad

Als die Republik 2021 zusammenbrach, konnte Jawad aus familiären Gründen das Land nicht verlassen, weil er sich um seine Eltern kümmern musste. Für wen und von wo aus er als Reporter arbeitet, soll ebenfalls nicht im Text erscheinen. Als Journalist sei man schnell Opfer von willkürlichen Festnahmen, Drohungen, Misshandlungen und Zensur: „Ich bilde da keine Ausnahme.“

Unabhängig überprüfen lässt sich nicht alles an Jawads Geschichte, ohne ihn in Gefahr zu bringen. Doch es gibt starke Indizien dafür, dass stimmt, was er erzählt. Ende März bekam er die Aufnahmezusage über das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan (BAP), mit dem Deutschland bedrohten Afghaninnen und Afghanen die Reise nach Deutschland ermöglichen will.

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