Zur Kultur des Anprangerns: Muslime kennen Alternativen
Auf einer allgemeinen gesellschaftlichen Ebene hat sich die Kritikform des Anprangerns (in Deutschland manchmal als „Calling-Out“ bezeichnet) als hilfreich erwiesen. Aber es gibt eine Begleiterscheinung dessen, das Problem klar zu benennen, was angekreidet wird. Die strenge Überprüfung von gemachten Behauptungen oder weitergegebenen Informationen war immer ein Markenzeichen islamischer Traditionen. Von Dr. Jonathan Brown (almadina.org). Jeder, […]
12.11.2022 .Redaktion 8 Min. Lesezeit
Symbolbild: Erregung und Lautstärke auf einer Demonstration. (Foto: Sushil Nash, Unsplash)
Auf einer allgemeinen gesellschaftlichen Ebene hat sich die Kritikform des Anprangerns (in Deutschland manchmal als „Calling-Out“ bezeichnet) als hilfreich erwiesen. Aber es gibt eine Begleiterscheinung dessen, das Problem klar zu benennen, was angekreidet wird. Die strenge Überprüfung von gemachten Behauptungen oder weitergegebenen Informationen war immer ein Markenzeichen islamischer Traditionen. Von Dr. Jonathan Brown
(almadina.org). Jeder, der die sozialen Medien oder selbst gängige Fernsehformate verfolgt, ist bewusst oder unbewusst dem begegnet, was als Kultur des „Anprangerns“ oder „Calling-Out“ genannt wird. Namentlich handelt es sich dabei um Vertreter spezifischer Gesichtspunkte (oft bei Themen wie soziale Gerechtigkeit oder Antirassismus), welche die öffentliche Aufmerksamkeit auf das zu lenken versuchen, was sie als diskriminierende oder unsensible Worte beziehungsweise Verhaltensweisen betrachten.
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