10 Jahre NourEnergy – „In die Menschen investieren“
(iz). Seit einiger Zeit engagieren sich Muslime in Fragen Umweltschutz und alternativer Lösungen. Hierzu sprachen wir mit Tanju Doğanay, CEO und Mitbegründer von NourEnergy über die Arbeit des Projekts und seine Einsichten über das Potenzial von Moscheen und ihrer Rolle. Islamische Zeitung: Lieber Tanju Doğanay, Sie sind Gründer und Vorsitzender von NourEnergy. Das Projekt hat […]
27.01.2021 Sulaiman Wilms 10 Min. Lesezeit
Tanju Doğanay (Mitte) im Gespräch mit anderen Aktiven von NourEnergy. Foto: NourEnergy
(iz). Seit einiger Zeit engagieren sich Muslime in Fragen Umweltschutz und alternativer Lösungen. Hierzu sprachen wir mit Tanju Doğanay, CEO und Mitbegründer von NourEnergy über die Arbeit des Projekts und seine Einsichten über das Potenzial von Moscheen und ihrer Rolle.
Islamische Zeitung: Lieber Tanju Doğanay, Sie sind Gründer und Vorsitzender von NourEnergy. Das Projekt hat gerade sein zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Worum geht es bei Ihrer Arbeit und was wollen Sie erreichen?
Tanju DoÄŸanay: Wir haben mit alternativen Energien angefangen. Dazu gehörte die Planung und der Bau von Solaranlagen auf sozialen Einrichtungen. Schnell haben wir gemerkt, dass es nicht ausreicht, nur in nachhaltige Technik zu investieren. Wir müssen bei den Menschen ein Umweltbewusstsein entwickeln und dafür auch Bildungsarbeit auf die Beine zu stellen: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus muslimischer Perspektive. NourEnergy ist auch der ÂVersuch vor allem bei unserer Hauptzielgruppe – den Muslimen –, das Umweltbewusstsein zu steigern und zum Handeln zu motivieren. Als NourEnergy sehen wir uns in der Verantwortung, Wissen einfach und verständlich zu vermitteln. Wissen, das zum Handeln führt. Insbesondere legen wir großen Wert darauf, das Thema „Umwelt“ zielgruppenspezifisch zu kommunizieren, weil nach unserer Erfahrung genau darin der Schlüssel für erfolgreiche (Umwelt-)Bildungsarbeit liegt. Muslime erreicht man dann recht gut, wie eigentlich alle anderen Menschen auch, wenn man sie zum Beispiel in ihren Wertefundamenten und Glaubensvorstellungen „abholt“ und dann eine Brücke zu Umweltthemen aufbaut. Die Didaktik und Sprache wird in unseren Bildungsformaten entsprechend angepasst. Bei Kindern und Jugendlichen nehmen sie eine andere Form an, als bei Älteren; genauso verhält es sich auch im interkulturellen Kontext.
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