2011 begann der Syrienkrieg

(IZ/ots/GfbV). Seit zehn Jahren bestimmen tägliche Gewalt, Angst und Sterben das Leben der Menschen in Syrien. Zum 10. Jahrestag des Aufstandes gegen den Diktator Baschar al-Assad zog die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine dramatische Bilanz. „In den ersten Jahren nach dem Beginn der Revolte waren das ­Regime und seine Verbündeten Russland und Iran für […]

1.04.2021 .Redaktion 3 Min. Lesezeit

Eine Schulklasse in einer von Islamic Relief unterstützten Schule im Nordwesten des Landes. (Foto: Islamic Relief)

(IZ/ots/GfbV). Seit zehn Jahren bestimmen tägliche Gewalt, Angst und Sterben das Leben der Menschen in Syrien. Zum 10. Jahrestag des Aufstandes gegen den Diktator Baschar al-Assad zog die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine dramatische Bilanz. „In den ersten Jahren nach dem Beginn der Revolte waren das ­Regime und seine Verbündeten Russland und Iran für die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich“, erinnerte Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV. „Inzwischen tragen das NATO-­Mitglied Türkei und die von der Türkei ­unterstützten islamistischen Milizen die Hauptverantwortung für Verbrechen an der nicht-sunnitischen und nicht-arabischen ­Bevölkerung.“

Es vergehe kein Tag, an dem es nicht zu außergerichtlichen Morden, Verhaftungen, Verschwindenlassen, Folter, Zwangsumsiedlung und Vertreibung komme. „Die internationale Staatengemeinschaft und der UN-Sicherheitsrat scheinen sich mit dieser Tragödie abgefunden zu haben.“ Die For­derungen der syrischen Bevölkerung nach Demokratie und Freiheit seien inzwischen völlig in den Hintergrund getreten. Die ­Menschen wollten nur noch eines: ein Ende des Blutvergießens.

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